DE30: Handelskonflikt eskaliert, europäische Aktien brechen ein

XTB: US-Präsident Donald Trump hat die Marktteilnehmer am Donnerstag überrascht, als er neue Zölle für die verbleibenden chinesischen US-Importe im Wert von 300 Mrd. USD ankündigte. Dieser Schritt hatte gestern schwerwiegende Auswirkungen auf die Finanzmärkte, und seine Entscheidung ist in Europa auch im frühen Handel spürbar. Anleger, die vor einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts Angst haben, haben ihr Geld in Anleihen gesteckt und die Renditen von einigen wichtigen europäischen Anleihen auf neue Rekordtiefs gedrückt.

Gleichzeitig gewann der japanische Yen aufgrund seines Status als „sicherer Hafen” an Wert, während die Ölpreise nachgaben. Die angekündigten Zölle in Höhe von 10% könnten ein entscheidender Faktor sein, um die Federal Reserve von weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr zu überzeugen.

Die Marktteilnehmer sehen eine Kürzung im September als selbstverständlich an und haben bereits angefangen, bis zum Jahresende eine dritte Kürzung einzupreisen.

Aus folgenden zwei Gründen könnten dies schlechte Nachrichten für die US-Wirtschaft sein: Erstens könnten die Konsumausgaben aufgrund höherer Preise für importierte Waren zurückgehen, was allgemein zu höheren Preisen in der US-Wirtschaft führen könnte. Zweitens könnten US-Unternehmen, die End- und Zwischenerzeugnisse aus China importieren, durch einen hohen Grad an Wettbewerb gezwungen sein, die Preise nicht zu erhöhen.

 


 

Infolgedessen könnten die operativen Margen zurückgehen, was sicherlich die Bewertung der Unternehmen beeinträchtigt. Darüber hinaus muss man sich darüber im Klaren sein, dass alle langfristig auferlegten Handelsbeschränkungen früher oder später negativ für die Wirtschaft sein werden.

Durch die Zollerhebung scheint die US-Regierung auf den ersten Blick der einzige Gewinner zu sein. Allerdings könnte die US-Regierung aufgrund schwächerer Konsum- und Investitionstätigkeiten auch niedrigere Steuereinnahmen verzeichnen.

 

Der DE30 ist bereits zu Beginn des Handels am Freitag unter die 12.000-Punkte-Marke gefallen. Der deutsche Leitindex ist derzeit um mehr als 2% gesunken, und ähnliche Rückgänge sind auch bei anderen europäischen Indizes zu beobachten. Technisch gesehen könnte man auf die Unterstützung um die 11.920-Punkte-Marke hoffen. Das Stimmungsbild ist jedoch angeschlagen, sodass sich weitere Kursanstiege schwierig gestalten könnten. Quelle: xStation 5

 


UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
Bei Betrachtung der einzelnen DE30-Werte fällt auf, dass die Rückgänge recht weit verbreitet sind und nur zwei Aktien in der Gewinnzone liegen. Die Outperformance von Vonovia (VNA.DE / WKN: A1ML7J) ist auf einen im ersten Halbjahr erzielten Nettoverlust zurückzuführen, der aus einer Abschreibung in Höhe von 1,9 Mrd. EUR aus früheren Portfolioankäufen resultierte.

Der Gewinn sank auf 125,3 Mio. EUR – ein dramatischer Rückgang von den 1,2 Mrd. EUR des Vorjahreszeitraums. Insgesamt war die Neubewertung jedoch positiv, da sie zu einer Wertsteigerung des vermieteten Immobilienvermögens um 2,3 Mrd. EUR führte.

 

Vonovia konnte sich dem breiten Ausverkauf in Europa widersetzen. Quelle: Bloomberg


 

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