DE30: HeidelbergCement stürzt nach neuer Gewinnprognose ab

XTBDer Beginn des europäischen Handels war unerwartet ruhig, trotz der hohen Verluste für chinesische Investoren, deren Aktien in Shanghai um fast 3% und in Hongkong um mehr als 1% fielen. Die Rückgänge könnten eine Reaktion auf den schwächeren Yuan sowie die höhere US-Anleiherendite sein. Die chinesische Währung erreichte am Donnerstag den niedrigsten Stand seit Januar 2017. Hätte das US-Finanzministerium China der Währungsmanipulation beschuldigt, wäre sogar eine weitere Abwertung möglich gewesen. Lassen Sie uns daran erinnern, dass Italien seinen Haushaltsentwurf für das nächste Jahr bereits der Europäischen Kommission vorgelegt hat.

Doch wie das europäische Gremium später sagte, stehen die Chancen ziemlich hoch, dass der Entwurf überarbeitet werden muss.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass Bundesbankpräsident Jens Weidmann die Haltung der EZB gegenüber dem italienischen Haushaltsplan 2019 teilt und das Land wegen seiner hohen Verschuldung kritisiert. Er sagte, dass sich das “strukturelle Gleichgewicht spürbar verschlechtern würde und die sehr hohe Verschuldung im besten Fall nur leicht abnehmen würde”. Erinnern wir uns daran, dass Italien ihr Defizit bei 2,4% (gemessen am BIP) festgelegt hat. Doch selbst wenn dies mit den EU-Vorschriften (Defizit unter 3%) übereinstimmt, besteht die Möglichkeit, dass Italien aufgrund des verlangsamten Wirtschaftswachstums nicht in der Lage sein wird, die Voraussetzungen zu erfüllen.

Der EU-Kommissar Oettinger lag daher mit seinem Kommentar vom Mittwoch, dass der Haushaltsplan “sehr wahrscheinlich” abgelehnt werden wird, richtig. Angesichts der erwarteten Lockerung der monetären Stimulierung durch die EZB (Zinserhöhungen werden im dritten Quartal 2019 erwartet) ist es jedoch vernünftig anzunehmen, dass die Finanzierungskosten allmählich steigen werden.

Dies könnte eine zusätzliche Belastung für das bereits hoch verschuldete Italien darstellen. Es besteht kein Zweifel, dass das geplante Defizit von der Höhe der italienischen Anleiherenditen abhängt. Je höher die Renditen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Land seine Ziele verfehlt.


 

Nach dem starken Abverkauf in der letzten Woche hat der deutsche Aktienmarkt einige Verluste ausgleichen können. Der Rückgang wurde genau bei 11.400 Punkten gestoppt, wo es dann zu einem starken Abpraller kam. Die Bullen könnten sich möglicherweise dem kritischen Niveau von 11.900 Punkten nähern. Quelle: xStation 5

Während der Handelsstart recht durchwachsen war, konnten sich die großen europäischen Aktienindizes dennoch positiv entwickeln. Die Rückgänge in Asien sowie der Anstieg der US-Anleiherenditen wurden damit heruntergespielt. Nach mehr als einer Handelsstunde steigt der DE30 um 0,5%, der französische CAC 40 (FRA40) um 0,4% und der EuroStoxx50 (EU50) um 0,3%. Auch in Großbritannien und Italien gibt es trotz politischer Bedenken Zuwächse von 0,2% bzw. 0,5%.

Die Underperformance von HeidelbergCement ist auf die Anpassung der Gewinnprognose für 2018 zurückzuführen. Grund sei das schlechte Wetter in den USA, das die Bauarbeiten verlangsamte. Höher als erwartete Energiekosten spielten ebenfalls eine Rolle. Das Unternehmen sagte am Donnerstag in einer Erklärung, dass “das Betriebsergebnis ohne Abschreibungen um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz sinken wird”.

Früher hatte das Unternehmen noch mit einem Anstieg der ähnlichen Größenordnung gerechnet. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird die Aktie 8% tiefer gehandelt. Auf der Gewinnerseite ist wiederum Linde (LIN.DE /WKN: 648300) zu nennen, da das Unternehmen von der Federal Trade Commission in den USA grünes Licht für die Fusion mit Praxair erhielt. Die Transaktion soll bis zum 24. Oktober abgeschlossen werden.

 

HeidelbergCement weitet nach den neuen Nachrichten seine Verluste aus. Stärkere Unterstützung könnte erst im Bereich der 50 EUR gefunden werden. Quelle: xStation 5

 

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