Devisenmärkte: Es fehlt an Überzeugung und Orientierung

ActivTrades:

Seit zwei Wochen sorgt die unterdurchschnittliche Leistung des US-Dollars für Ratlosigkeit an den Devisenmärkten. Und das hinterläßt Spuren bei der Stimmung der Investoren.

Die Wirtschaftsdaten sind gut, und die US-Wirtschaft kommt besser in Schwung als gedacht. Darüber hinaus sind die meisten führenden Vertreter der US-Notenbank der Ansicht, dass eine baldige Zinserhöhung angemessen sei. Weshalb ist der US-Dollar dann aber aktuell so träge, insbesondere gegenüber dem Japanischen Yen? Die Antwort liegt in den Erwartungen – während die Medien lautstark eine Leitzinserhöhung bereits im März ins Spiel bringen, trauen Investoren der Federal Reserve nicht.

Die Markterwartungen bezüglich der Frage, wann die nächste Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed zu erwarten ist, haben seit Jahresbeginn heftig geschwankt. Die Futures signalisieren aktuell eine 26,6% Wahrscheinlichkeit, dass es im März so weit sein könnte, die 42,6% Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im Mai sowie einer 44,7% Wahrscheinlichkeit von einem Zinsschritt im Juni. Es besteht also eine Diskrepanz zwischen dem, was uns die Konjunkturdaten signalisieren, was die Federal Reserve gesagt hat und was der Markt erwartet. Wir vermuten allerdings noch immer, dass der US-Dollar mittelfristig höher handeln sollte, es besteht aber kein Zweifel daran, dass Investoren davon noch nicht ganz überzeugt sind.

Überzeugungsarbeit dabei könnte eine aggressive Steuerpolitik der neuen Trump-Regierung, ein guter US-Arbeitsmarktbericht sowie eine klare Ansage der Federal Reserve leisten. Während die Nonfarm Payrolls in dieser Woche nicht veröffentlicht werden, spricht Trump am Dienstag vor dem amerikanischen Kongress, dem er möglicherweise seine „phänomenalen Steuerpläne“präsentieren wird. Gleichzeitig folgen am Freitag dann die Redebeiträge Yellens und Fischers. Zwischendurch werden einige andere US-Entscheidungsträger Rede und Antwort stehen und das Beige Book wird Einblicke geben, wie sich die US-Konjunktur entwickelt hat. Daneben werden die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und dem Dienstleistungssektor gemeinsam mit dem Verbrauchervertrauen, den persönlichen Einkommen sowie den privaten Konsumausgaben veröffentlicht.
 

Diese Konjunkturdaten sind wichtig, aber Trumps Rede und seine geplanten fiskalpolitischen Neuerungen werden die Richtung für den USD/JPY  in der kommenden Woche maßgeblich bestimmen. Das Währungspaar kam in den letzten Tagen massiv unter Druck, und vieles spricht aktuell für eine tiefere Korrektur.

von Malte Kaub

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