Die Skepsis kehrt zurück

Bernstein Bank: Erst einmal innehalten und die gestrigen Gewinne einstecken. Nach dem kräftigen Plus zum Wochenbeginn setzt der DAX bis Dienstagmittag ein Stück zurück. Denn zum einen scheint eine Einigung im Zollstreit zwischen China und den USA noch in weiter Ferne. Zudem droht Washington nun der Europäischen Union mit Sonderzöllen.

Rücksetzer in Frankfurt
Ausruhen nach dem Gipfelsturm: Der DAX hat bis Dienstagmittag 0,1 Prozent auf 12.505 Zähler nachgegeben. Am Montag war der Indikator bis auf 12.619 Punkte gesprungen, damit hat der deutsche Leitindex den höchsten Stand seit August 2018 markiert. Obwohl er danach zurücksetzte, hat der DAX eine Kurslücke im Chart gerissen – die wird normalerweise irgendwann geschlossen.

Börsianer verwiesen als Erklärung auf News aus den USA: Die Administration von Präsident Donald Trump droht der Europäischen Union wegen verbotener Flugzeugsubventionen mit neuen Sonderzöllen auf EU-Waren im Wert von vier Milliarden US-Dollar. Zudem waren an der Börse Gewinnmitnahmen angesagt.

 

Abwarten in Asien
Auch die Anleger in Asien hielten sich mit neuen Engagements zurück. Der Nikkei 225 schloss am Dienstag mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent bei 21.754 Zählern. Der chinesische CSI-300 verabschiedete sich nahezu unverändert bei 3.937 Zählern.

 


 

Neuer Rekord im S&P 500
Die Vorgaben der Wall Street waren am Vorabend positiv gewesen. Kein Wunder, denn China und die USA hatten auf dem G20-Gipfel in Osaka einen Burgfrieden verkündet. Allerdings gaben die Indizes in New York einen Teil der Gewinne ab. Der Dow Jones schloss am Montag 0,4 Prozent höher auf 26.717 Zählern. Der Dow notiert derzeit noch knapp 1 Prozent unter seinem Allzeithoch aus dem vorigen Oktober. Der S&P 500 stieg um 0,8 Prozent auf 2.964 Zähler. Im Handelsverlauf markierte er mit knapp 2978 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Und der Nasdaq Composite legte um 1,1 Prozent zu auf 8.091 Stellen.

 

Erdöl im Bann der OPEC
Thema des Tages war die OPEC. Das Kartell wird mit seinen Verbündeten wohl eine Verlängerung der Förderkürzung offiziell verabschieden. Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist der Fakt vielleicht schon verkündet worden. Die OPEC+ einigte sich gestern in Wien auf eine Verlängerung der bestehenden Förderlimits um neun Monate, wie der venezolanische Ölminister Manuel Salvador Quevedo Fernandez mitteilte. Nun müssen zehn kooperierende Staaten auf diese Strategie einschwenken.

Die führenden Staaten Saudi-Arabien und Russland hatten aber schon am Wochenende beim G20-Gipfel eine entsprechende Übereinkunft getroffen. Damit dürften die Ölpreise steigen, da außerdem die Nachfrage im Zuge einer Beilegung des chinesisch-amerikanischen Zollstreites steigen könnte.

 

Bitcoin-Kapriolen
Bei Bitcoin ging der Kursrutsch weiter, die Kunstwährung sackte bis auf 8.580 Dollar ab. Vorige Woche hatte es noch ein Jahreshoch von 13.880 Dollar gegeben. Ende 2017 hatte der Bitcoin sogar fast 20.000 Dollar gekostet.

 


 

Das bringt der Tag
Neue Impulse aus dem Konjunkturkalender sind am heutigen Dienstag nicht zu erwarten. Für CFD-Trader im Energiemarkt wird es um 22.30 Uhr spannend, dann laufen die wöchentlichen Rohöl-Bestandsdaten des American Petroleum Institute über die Ticker.

 

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