DWS hält in turbulenten Märkten an Dividende fest

DWS: In einem durch den globalen Einsatz gegen das Coronavirus geprägten Umfeld, zeigte sich die DWS gegenüber den durch die Pandemie ausgelösten beispiellosen Marktturbulenzen widerstandsfähig. Durch unser diversifiziertes Geschäft und die Konzentration des Managements auf Effizienz- und Kostenmaßnahmen ist es uns gelungen, die einzigartigen Herausforderungen, denen sich unsere Branche gegenübersieht, zu meistern.

Nach einem starken Jahr 2019 startete die DWS auch sehr gut in das Jahr 2020, bis das Coronavirus weltweit seine volle Wirkung entfaltete. Am Ende des ersten Quartals waren die globalen Märkte dramatisch eingebrochen, und ohne klare Signale einer baldigen Erholung war der Risikoappetit der Anleger im März deutlich geringer. In Kombination mit akutem Liquiditätsbedarf führte dies im ersten Quartal zu Nettomittelabflüssen.

Der globale Marktrückgang wirkte sich auch stark auf unser verwaltetes Vermögen (AuM) aus. Im Vergleich zum außergewöhnlich guten vierten Quartal 2019 fielen die Erträge zwar niedriger aus, sie lagen aber nur leicht unter denen im ersten Quartal 2019.

Unsere 2019 und bis in das Jahr 2020 hinein beschleunigten Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz trugen zusammen mit einem niedrigeren Personalaufwand dazu bei, dass wir für das Quartal eine bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation von nur etwas über 65 Prozent aufrechterhalten konnten. Die Maßnahmen führten im Jahresvergleich außerdem zu einem Anstieg unseres bereinigten Vorsteuergewinns um 17 Prozent.

 


 

Die Erträge reduzierten sich im Vergleich zum Vorquartal um 24 Prozent auf EUR 524 Millionen im ersten Quartal 2020 (Q4 2019: EUR 687 Millionen; Q1 2019: EUR 534 Millionen). Während Managementgebühren und sonstige wiederkehrende Erträge stabil blieben, sanken die Performancegebühren nach einem außergewöhnlich guten Wert im vorangegangenen Quartal um EUR 91 Millionen und damit auf ein normales Niveau.

Zudem reduzierte sich der Marktwert von Garantien (fair value of guarantees) um EUR 55 Millionen. Im Jahresvergleich gingen die Erträge leicht um 2 Prozent zurück.

Der bereinigte Vorsteuergewinn sank im Vergleich zum Vorquartal um 33 Prozent auf EUR 179 Millionen im ersten Quartal (Q4 2019: EUR 266 Millionen; Q1 2019: EUR 153 Millionen). Ursache waren geringere Erträge, die durch die reduzierten bereinigten Kosten nur teilweise ausgeglichen wurden. Im Jahresvergleich stieg der bereinigte Vorsteuergewinn um 17 Prozent.

Nach Steuern wies die DWS für das erste Quartal 2020 ein im Quartalsvergleich 33 Prozent niedrigeres Konzernergebnis in Höhe von EUR 121 Millionen aus. Im Jahresvergleich erhöhte sich das Konzernergebnis um 19 Prozent (Q4 2019: EUR 182 Millionen; Q1 2019: EUR 102 Millionen).

Das verwaltete Vermögen (AuM) reduzierte sich im ersten Quartal 2020 auf EUR 700 Milliarden (Q4 2019: EUR 767 Milliarden). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den Marktabschwung im Zuge der Pandemie zurückzuführen, während sich Währungseffekte positiv auswirkten.

Der Aufsichtsrat hat entschieden, unsere ursprünglich für den 18. Juni 2020 anberaumte Hauptversammlung auf einen Termin im vierten Quartal dieses Jahres zu verschieben. Diese Entscheidung wurde angesichts der Pandemie sowie unter Berücksichtigung des aktuell vorherrschenden regulatorischen Geists getroffen. Insbesondere haben wir auch die Pflicht, die Gesundheit unserer Aktionäre, Mitarbeiter und Dienstleister zu schützen und ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Im Hinblick auf die Dividende hat die Geschäftsführung beschlossen, ihren Vorschlag aufrechtzuerhalten, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von EUR 1,67 pro Aktie auszuschütten. Dieser Vorschlag muss allerdings noch von der Hauptversammlung genehmigt werden.

Ausblick

Das Umfeld bleibt weiterhin schwierig. Die große Ungewissheit über die Dauer und den Verlauf der Pandemie machen Prognosen darüber, wie der Rest des Jahres verlaufen wird, fast unmöglich. Als Folge des Marktabschwungs erwarten wir jedoch, dass die bereinigten Erträge und Kosten unter den Zahlen für 2019 liegen werden.

Das Management wird aber alles daran setzen, dass die DWS ihren treuhänderischen Verpflichtungen auch weiterhin in verantwortungsvoller Weise nachkommt.

Zudem werden wir unsere Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz sowie unsere langfristige Wachstumsstrategie weiterverfolgen. Mit unserem diversifizierten Geschäft, unseren strategischen Partnerschaften und unserem Fokus auf Effizienz und ESG fühlen wir uns gut positioniert, um sicher durch die Krise zu kommen.

Da Megatrends durch das aktuelle Umfeld verstärkt werden, ermöglicht unsere über alle Anlageklassen diversifizierte Plattform den Einsatz einer Barbell-Strategie mit Konzentration auf unsere bereits definierten Wachstumsbereiche. Zudem zeigen sich kurz- und langfristig eine anhaltende Dynamik im Bereich ESG sowie eine beschleunigte Nutzung digitaler Tools – zwei Bereiche, in die wir beträchtlich investieren.

Des Weiteren möchten wir unsere bestehenden strategischen Partnerschaften weiterentwickeln, insbesondere in Asien. Und natürlich sind wir uns der möglichen Pionier-Vorteile in Bezug auf weitere Partnerschaften, Joint Ventures und ergänzende Akquisitionen bewusst.

Innerhalb des Unternehmens werden wir unsere 2019 gezeigte operative und Anlageexzellenz weiter ausbauen. Dazu wollen wir sicherstellen, dass wir über effiziente global integrierte Strukturen verfügen, Silos weiter abbauen und unsere Kundenorientierung sowie unser Produktmanagement über den gesamten Lebenszyklus hinweg weiter verbessern. Wir werden weiter daran arbeiten, einen führenden treuhänderischen Vermögensverwalter zu schaffen, der sich sowohl durch Leistungskultur und Unternehmergeist auszeichnet als auch durch Zusammenarbeit über seine gesamte globale Plattform hinweg.

Insbesondere werden wir noch effizienter werden und weiter an unserer operativen und organisatorischen Effizienz arbeiten, um bis 2021 weitere Kosteneinsparungen von EUR 150 Millionen brutto zu realisieren – und falls nötig auch mehr: Das Management der DWS ist entschlossen und in der Lage, weiteres Einsparpotenzial zu finden und umzusetzen, sollte es die Ertragssituation im weiteren Verlauf des Jahres erforderlich machen.

Wir behalten unser mittelfristiges Ziel bei, unsere bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation bis 2021 auf unter 65 Prozent zu senken – unter der Annahme, dass sich die Märkte im zweiten Halbjahr 2020 wieder erholen. Angesichts der Auswirkungen der Pandemie auf die Erträge erwarten wir in den kommenden Quartalen jedoch einen vorübergehenden Anstieg dieser Kennzahl.

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