Enttäuschende Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt

ActivTrades: Am Freitag Nachmittag erwarteten die Marktteilnehmer im Rahmen der Non-Farm Payrolls die Entwicklung der Beschäftigung auf dem US-Arbeitsmarkt im vergangenen Monat. Mit einem Zuwachs der Beschäftigung in den Vereinigten Staaten in Höhe von 38.000 neuen Arbeitsverhältnissen wurde eine signifikante Abweichung von den Prognosen der Analysten bekannt, die im Konsens von einem Jobwachstum in Höhe von 159.000 Arbeitsverhältnissen ausgingen.

 

Zeitgleich wurde der Average Hourly Earnings Indicator publiziert, der die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne in den U.S.A erfasst und in Kombination mit der Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsstellen einen zuverlässigen Ausblick auf die Entwicklung der US-Inflationsrate zulässt, die zu einem maßgeblichen Anteil vom Binnenkonsum und somit von der Entwicklung der Kaufkraft der US-Bürger abhängt. Mit +0.2% notiert der Average Hourly Earnings Indicator gegenwärtig auf dem Niveau der Prognosen der Analysten. Die offizielle Arbeitslosenrate der Vereinigten Staaten, die zusammen mit den Non-Farm Payrolls und dem Average Hourly Earnings Indicator veröffentlicht wurde, fällt mit 4.7% um 0.2 Prozentpunkte besser aus als von den Analysten prognostiziert wurde.

Die vorab beschriebenen Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt führten innerhalb kürzester Zeit zu einer signifikanten Abwertung des US-Dollar gegenüber den wichtigen Weltwährungen, die in den Major FX-Pairs bis zum Wochenschluss am Freitag Abend zum Teil in ein Retracement überging. Offenbar gehen die Marktteilnehmer nach der Veröffentlichung der jüngsten Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt kaum mehr davon aus, dass die FED bei ihrer nächsten Leitzinsentscheidung, die am Mittwoch der kommenden Woche, dem 15. Juni erwartet wird, die zweite Anhebung der Federal Funds Rate seit der Finanzkrise von 2008 / 2009 beschließen wird.

 

Für diese Einschätzung spricht zudem, dass lediglich eine Woche später, nämlich am 23. Juni die Abstimmung der britischen Bevölkerung über den Austritt Großbritanniens aus der Eurozone stattfinden wird. Dieses enorm wichtige FX-Event könnte zu erheblichen Verwerfungen am Devisenmarkt führen. Daher kann man mit großer Sicherheit, vor allem in Kombination mit den jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt, davon ausgehen, dass die FED am Mittwoch nächster Woche keinen weiteren Zinsschritt bekannt geben wird, um neben dem BREXIT keine Impulse zu initiieren, die zu starken Kursbewegungen am FX-Markt führen könnten.
 

Autor: Frank Marian

 

 

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