E.ON: Verbleibende Uniper-Aktien vor dem Verkauf?

E.ON in fortgeschrittenen Gesprächen hinsichtlich einer Vereinbarung, nach der die verbleibende Beteiligung an der Uniper SE im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots von Fortum Anfang 2018 angedient werden könnte

 

Veräußerung der Anteile
E.ON ist in fortgeschrittenen Gesprächen mit Fortum Oyj, Finnland, über eine Vereinbarung zur möglichen Veräußerung ihres 46,65 %-igen Anteil an der Uniper SE. Die Vereinbarung, die in 2017 geschlossen werden könnte, würde vorsehen, dass Fortum ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Uniper SE unterbreitet, über dessen Annahme E.ON Anfang 2018 entscheiden könnte.

 

Das Angebot würde sich an alle Uniper-Aktionäre richten und eine Barzahlung im Gesamtwert von EUR 22,00 pro Aktie vorsehen. Eine Mindestannahmeschwelle würde das Angebot nicht enthalten.

 

Mehrerlös von 3,5 Mrd. Euro
Im Fall einer Einigung mit Fortum und einer Entscheidung von E.ON Anfang 2018, die Uniper-Aktien zu veräußern, würde E.ON ein Gesamterlös für den Uniper-Anteil von 3,8 Mrd. Euro zufließen, vorausgesetzt übliche Vollzugsbedingungen für das Übernahmeangebot, einschließlich Kartell- und sonstige regulatorischer Freigaben, treten ein.

In Bezug auf diese fortgeschrittenen Gespräche werden derzeit auch verschiedene Fragen mit den zuständigen Behörden geklärt. Der etwaige Abschluss einer Vereinbarung bedarf der Gremienzustimmung beider Parteien.

 

 

Reaktion der Uniper SE:

 

Uniper SE nimmt die Ankündigungen von Fortum, einem finnischen Staatsunternehmen, und E.ON über die Verhandlungen zum möglichen Erwerb des 46,65%-Anteils an Uniper zur Kenntnis. Dieser Erwerb soll mit einem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot an alle Uniper-Aktionäre zu einem Preis von 22 Euro pro Aktie einhergehen.

Klaus Schäfer, Vorstandsvorsitzender von Uniper sagt:

"Dieser Vorstoß kommt unaufgefordert und passt nicht zu unserer Strategie, die wir mehrfach öffentlich erläutert haben." Uniper befindet sich derzeit weder in Gesprächen mit Fortum noch mit E.ON in Bezug auf die unaufgeforderten und nicht bindenden Transaktionsvorschläge beider Unternehmen.

 

Wenn ein offizielles Angebot unterbreitet wird, werden Vorstand und Aufsichtsrat sich eingehend damit befassen und dieses bewerten. Dabei werden die Interessen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter, Investoren und Kunden, die gute Wertperspektive als eigenständiges Unternehmen sowie Unipers Bedeutung für eine sichere Energieversorgung besonders berücksichtigt.
 

 

 

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