EUR/USD: Unser Euro kommt zurück!

Was wurde vor noch gar nicht allzu langer Zeit nicht alles Schlechtes über den Euro geschrieben! In den Monaten Mai und Juni war die Schuldenkrise im Euro-Raum auf dem Höhepunkt, die Volkswirtschaften der PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) standen vor dem Ende. Nun ist es still geworden und die große Katastrophe blieb aus. Auch der Euro ist weiterhin unsere stabile europäische Gemeinschaftswährung.

US-Dollar nicht krisenfrei

Gerade zu den Zeiten, als es sich der Euro bei 1,20 US-Dollar bequem zu machen schien und einige schon das baldige Ableben der Währung prophezeiten, gaben wir uns auf devisen-alarm.de für den Euro positiv. Damals sind wir mit dieser Einschätzung ziemlich alleine gewesen, doch nun können wir mit zu Recht behaupten, mit unserer Einschätzung richtig analysiert zu haben.

Grundsätzlich ist nämlich auch der US-Dollar keine krisenfreie Währung. Im Frühsommer deuteten nunmal alle Finger auf die Euro-Zone als Krisenherd – obwohl keine der großen Volkswirtschaften frei von Krisen und Problemen ist. Japan beispielsweise ächzt unter extrem hoher Staatsschuld, auch in Amerika weiten sich Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung aus. Dem Euro tut das folgerichtig gut.

Erholung setzt sich fort

Tatsächlich ist es gerade eher die stetige Aufwertung des Yen, die das Interesse der Devisen-Händler auf sich zieht. Die Euro-Schulden-Krise ist derzeit kein sehr großes Thema (Krisennews aus Griechenland und Irland verpuffen am Markt). Damit setzt sich die Erholung des Euro fort. Das August-Hoch (1,33325 vom 06.08.2010) konnte bereits genommen werden. Momentan notiert der Euro in Dollar auf einem Fünf-Monats-Hoch. Das Jahres-Hoch (1,45795 vom 13.01.2010) ist ebenfalls in greifbare oder zumindest fast realistische Nähe gerückt (bis zum Jahresende hat der Euro ja noch Zeit ein wenig Anlauf zu nehmen!).

Der Chart wird sich in diesen Regionen mit weiterem Anstiegen vermutlich schwertun, da mit einem vorherigen Verlaufshoch stets auch breiter Widerstand verbunden ist. Dennoch ist eine Krise des Euro, zumindest gemessen am US-Dollar-Wechselkurs, in weite Ferne gerückt. Wir notieren quasi wieder auf Normal-Niveau. Und das ist doch schon einmal eine gute Nachricht.

Was machen die USA?

Das Pendel ist eher wieder dabei, in die andere Richtung auszuschlagen. Die zuletzt dürftigen Aussichten für die US-Konjunktur und zweifelhafte Aussagen von Fed-Chef Bernanke kamen dem US-Dollar jedenfalls nicht zu Gute. In den Staaten macht sich Ernüchterung breit. Die Milliarden-verschlingenden Konjunkturprogramme konnten ihre Versprechen nicht halten. Weder der Konsum springt ernsthaft an, noch erholt sich der Immobilienmarkt. Bei einem nachhaltigen Aufschwung sollten sich die Parameter hier bereits entsprechend verändert haben.

Nähere Zukunft pro Euro

Damit sind die Tendenzen für die nähere Zukunft pro Euro. Vom Chart her ist eine kleine Zwischenkonsolidierung nicht auszuschließen, auch eine längere Seitwärtsphase wäre zum aktuellen Kurs verständlich. Auf diesen Niveaus hat es schließlich zu Jahresanfang bereits eine stabile Phase gegeben. Festzuhalten bleibt, dass der Euro wieder an gesundem Boden gewonnen hat und man sich aktuell keine Sorgen um den Bestand der jungen Währung zu machen braucht.

Die übergeordnete Entwicklung lässt sich jedoch nur schwer abschätzen. Der Monats-Chart weist nach wie vor einen Abwärtstrend aus. Um diesen vorläufig zu brechen, müsste sich der Euro eine Weile oberhalb der 1,40 halten. Eine Fortsetzung dieses Trends würde allerdings auch neue Tiefs unterhalb von 1,20 bedeuten. Dazu müsste die Nachrichten- und Gemütslage wiederum in ganz neue Dimensionen kippen. Aber bis dahin ist der Weg ja noch lang.

EUR/USD im 60-Minuten-Chartbild mit Pivots, RSI und MACDKlicken Sie hier, um eine grafische Darstellung zu erhalten:

EUR/USD im 60-Minuten-Chartbild mit Pivots, RSI und MACD

Wie sieht es bei EUR/USD derzeit technisch betrachtet aus?

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet EUR/USD 1,3729.

EUR/USD generiert für den Freitag als Handelstag folgende Unterstützungen und Widerstände auf Basis des 60-min-Chartbilds:

S1/S2/S3 1,35638/1,35002/1,34411 und R1/R2/R3 1,36866/1,37457/1,38093

Wir wünschen allen ein erholsames Wochenende und einen erfolgreichen Start in die neue FX-Handelswoche!

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