Eurozone-Inflationsrate: Kernrate bleibt Sorgenkind – Absage an schnelle Zinssenkungen auf EZB-Sitzung zu erwarten

DWS Investments: Es ist eine gute Nachricht, dass auch im Februar 2024 die Inflationsrate in der Eurozone weiter gesunken ist.

Sie liegt nun bei 2,6 Prozent, da vor allem der Preisdruck bei den Nahrungsmitteln weiter nachgelassen hat.

Sie erhöhten sich aber immer noch um 4,0 Prozent, nach 5,6 Prozent im Januar.

Das Sorgenkind bleibt aber die Kernrate.

Sie ging nur leicht von 3,3 Prozent im Januar auf 3,1 Prozent im Februar zurĂĽck.

Während der Preisanstieg bei Konsumgütern weiter nachgab (Februar: 1,6 Prozent), sank er bei den Dienstleistungspreisen nur leicht von 4,0 Prozent auf 3,9 Prozent.

Damit zeigt sich, dass der unterliegende Preisdruck noch immer kräftig ist.

Gerade aufgrund der hohen Lohnabhängigkeit steht die Entwicklung hier besonders im Fokus der EZB.

Gemessen an den Dezember-Projektionen der EZB verläuft die Inflationsentwicklung aber etwas besser als gedacht, was sich auch in einer Abwärtsrevision der EZB-Prognosen für die Inflationsrate 2024 niederschlagen sollte.

 

Zinssenkung im Juni erwartet, weitere Schritte bis Ende 2024

Die Inflationsdaten vom Freitag führten nicht zu einer Änderung unserer Einschätzung zur EZB-Geldpolitik, zeigten aber, dass die EZB vorsichtig bleiben sollte.

Da sich die Konjunktur in der Eurozone eher stabilisiert, ist die weitere Entwicklung der Löhne dafür entscheidend, wann es zu einer ersten Zinssenkung kommen könnte.

Unser Eindruck ist, dass sich die Mehrheit der EZB-Mitglieder aktuell hinter einem ersten Zinsschritt im Juni versammelt.

Dann stehen mehr Inflations- und Lohndaten zur Verfügung, um sicherer einschätzen zu können, dass sich die Inflationsrate wirklich in Richtung zwei Prozent bewegt.

Mit dem Hinweis auf „mehr Daten“ dürfte die EZB auf der Sitzung im März keine Vorfestlegung auf den Zeitpunkt einer möglichen Zinssenkung beschließen.

Im Gegenteil: die Datenabhängigkeit wird weiter großgeschrieben. Nach unserer Einschätzung dürfte die Notenbank erstmals im Juni den Einlagensatz um 25 Basispunkte senken, dem sich dann zwei weitere Schritte anschließen sollten.

Ende 2024 rechnen wir mit einem Einlagensatz von 3,25 Prozent.

Themen im Artikel

Infos ĂĽber DWS

    DWS:

    Die DWS bietet privaten Anlegern eine große Auswahl an Fonds mit Schwerpunkten in verschiedenen Themen und Ländern. Die Produktpalette der DWS umfasst nicht nur klassische Fonds, sondern auch Themenfonds, Mischfonds, geschlossene Fonds oder Immobilienfonds. Ebenfalls konzentriert sich die DWS ...

    Disclaimer & Risikohinweis

    DWS ist der Markenname unter dem die DWS Group GmbH & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften ihre Geschäfte betreiben. Die jeweils verantwortlichen rechtlichen Einheiten, die Kunden Produkte oder Dienstleistungen der DWS anbieten, werden in den entsprechen-den Verträgen, Verkaufsunterlagen oder sonstigen Produktinformationen benannt.

    Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar.

    Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

    Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.

    Wertentwicklungen der Vergangenheit, [simuliert oder tatsächlich realisiert], sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

    Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen genügen nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegen keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung solcher Empfehlungen. Die Vervielfältigung, Veröffentlichung sowie die Weitergabe des Inhalts in jedweder Form ist nicht gestattet.

    DWS News

    Weitere Trading News