EURUSD Analyse: May hofft auf Aufschub

Admiral Markets: US-Präsident Donald Trump und der Nordkoreanische Machthaber Kim haben Ihren mit Spannung erwarteten Gipfel ohne Ergebnisse platzen lassen – die Drohgebärden werden also vermutlich Ihren gewohnten Lauf gehen.

Währenddessen ruft der französische Präsident Macron zur Einheit der Europäer auf, um auf die Gefahren eines rechtspopulistischen Rucks für die kommenden Europawahlen hinzuweisen. Auch wenn die europäischen Staaten im Rahmen der Brexit-Verhandlungen teils näher aneinandergerückt sind, gibt es auch entgegengesetzte Kräfte, insb. aus Polen, Italien und Ungarn.

Nicht zu vergessen ist das drohende Brexit-Chaos mit Großbritannien. Theresa May erlitt erst kürzlich wieder Schlappen in den National-Parlamenten Schottlands und Wales – ein Aufschub wird wahrscheinlicher – eine Lösung ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

EURUSD-Rückblick (27.02.2019 – 05.03.2019)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1375 und damit gut 40 Pips dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Es ging am Mittwoch zunächst an die 1,1400, die auch knapp überwunden werden konnten. Der EUR schaffte es aber nicht, sich über diesem Level festzusetzen. Er rutschte bis in den späteren Handel wieder zurück an die 1,1360. Die 1,1400 wurden aber am Donnerstag erneut attackiert. Der EUR lief bis an die 1,1420, konnte sich aber erneut nicht über der 1,1400 festsetzen.

 


 

Die Bewegung wurde im Nachgang mehr oder weniger direkt wieder ab verkauft. Der EUR sackte bis zum Freitagmorgen an die 1,1355/50 und konnte sich im Handelsverlauf wieder erholen. Allerdings deckelte die 1,1400 erneut. Der EUR setzte wieder zurück, schaffte es aber einen Wochenschluss über der 1,1350 zu formatieren. Zu Wochenbeginn ging es dann in kleineren Abwärtsimpulsen bis an die 1,1309. Hier konnte sich das Währungspaar stabilisieren und leicht erholen. Allerdings ging es auch am Dienstag nicht wesentlich über die 1,1335 dafür aber auf der Unterseite bis an die 1,1290.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1413/15 weiter bis an die 1,1424/26 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde aber nicht erreicht, das Setup hat damit nicht gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1303/01 exakt an unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1290/88. Hier hat das Setup sehr gut gegriffen.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag knapp über dem Level der Vorperiode. Der EUR konnte sich allerdings nicht über der Marke von 1,1400 festsetzen. Trotz einiger Versuche diese Marke zu überschreiten und die Aufwärtsbewegung weiter fortzusetzen, ist der EUR jeweils gescheitert. Die Konsequenz daraus war, dass er den Bereich bei 1,1300 erneut angelaufen ist. Das Tief im Betrachtungszeitraum lag damit unter dem Level der Vorperiode und auch unter der 1,1300. Die Range war mit 130 Pips größer als im letzten Betrachtungszeitraum.

 

  • Hoch*: 1,1420 Vorperiode: 1,1403
  • Tief*: 1,1290 Vorperiode: 1,1316
  • Wochenschluss: 1,1363 (1,1331)
  • Range*: 130 Pips Vorperiode: 87 Pips

*Betrachtungszeitraum 27.02.2019 – 05.03.2019 – Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

 

 


 

 

EURUSD Analyse 06.03.2019

 

 

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1303/26/38/63/79….1,1428/79…..1,1503/21/31/48/62/72…..1,1602/58
  • Euro-US: 1,1284/71/58/20/08……..1,1178/26…..1,1088/27

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1547 und 1,1211
  • Intraday-Marken: 1,1467 und 1,1264
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck – Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR bewegt sich seit Wochen in einer engen Box seitwärts. Auch in den letzten fünf Handelstagen hat sich daran nichts geändert. Er ist seit Ende Oktober nicht mehr wesentlich über die 1,1500 gekommen, auf der anderen Seite in diesem Zeitraum übergeordnet über der 1,1250 geblieben. Damit bleibt eine Box von 250 Pips, in der sich der EUR hin und her bewegt. Übergeordnet hat der EUR das Kursmuster abgebildet, das wir vor fünf Handelstagen erwartet haben.

Er hat, nachdem er alle wesentlichen Durchschnittslinien überwinden konnte, zu Monatsbeginn wieder die Reise in Richtung Süden angetreten. Damit folgt er der Konstante der letzten Handelsmonate, die wir im ersten Abschnitt beschrieben haben. Von der EMA20 hat er sich mittlerweile wieder deutlicher entfernt.

Da alle wesentlichen Durchschnittslinien eng zusammen liegen, wird es für den EUR vergleichsweise schwer sich erneut über die 1,1350/60 zu schieben. Etwas drüber liegt die EMA50 im Daily (1,1380), die bereits in den letzten Handelstagen der Deckel für den EUR waren. Denkbar ist somit, dass es eine Erholung geben könnte, diese aber nur ein begrenztes Potential haben könnte. (1,1380/1,1410)

 

 


 

 

Fällt der EUR wieder unter die 1,1300 und etabliert er sich unter diesem Level, so könnte er zunächst den Bereich bei 1,1260/50 und dann die 1,1230/20 anlaufen. Sollte es bis an die 1,1230/20 gehen, so hätte das Währungspaar hier gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Wenn diese nicht gelingen könnte es im Nachgang übergeordnet dann an die 1,1180/1,1150 gehen.

Fazit: Der EUR ist nach wie vor in seiner Box gefangen. Der EUR hat aktuell einige größere Widerstände auf der Oberseite, die seinen Aufwärtsdrang behindern. Auf der Oberseite könnte der EUR bis an die 1,1380/1,1410 laufen. Auf der Unterseite könnte der Bereich bei 1,1260/50 bzw. 1,1230/20 erreicht werden.

 

Rahmenbedingungen:

Am Donnerstag dieser Handelswoche tagt die EZB wieder. Nachdem es in den vergangenen Wochen immer wieder Spekulationen gegeben hat, dass die Zentralbank insbesondere die Finanzierung der Bank erleichtern könnte, wird erwartet, dass dazu am Donnerstag konkret Stellung genommen wird. Entgegen der Erwartung vieler ist davon auszugehen, dass die EZB die Geldschleusen eher wieder öffnet, als sie wieder zu schließen.

Die Konjunktur in Europa kühlt ab, einzelne Länder wie beispielsweise Italien befinden sich in einer Rezession. Die EZB will die Konjunktur weiter mit billigem Geld stimulieren. Somit ist eigentlich davon auszugehen, dass es in der Amtszeit von EZB Präsident Draghi zu keiner Zinserhöhung mehr kommen wird. Frühestens 2020 könnte es zu einer leichten Erhöhung der Zinsen kommen.

Der EUR könnte von einer, wenn auch rhetorischen, Ankündigung der Zentralbank profitieren und, zumindest kurzfristig, steigen.

In der kommenden Woche wird es eine erneute Abstimmung im britischen Parlament geben. Die Abgeordneten stimmen dann darüber ab, ob Sie Ende März aus der EU aussteigen, oder noch etwas Zeit kaufen, wobei keinem in Europa eigentlich klar ist, was die Briten wirklich wollen. Sollte das Parlament zustimmen, so müsste auch noch die EU zustimmen. Ob sie dies tut, bleibt abzuwarten.

Status quo ist, dass die Briten auf einen harten Brexit zusteuern.

 

 


 

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1300 zu halten und zu stabilisieren. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, die 1,1309/11, die 1,1320/22 und dann die 1,1331/33 bzw. die 1,1337/39 zu erreichen. Kann er sich über die 1,1337/39 schieben, so wären unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1349/51 und dann bei 1,1362/64 zu finden. Denkbar ist, dass der EUR im Bereich der 1,1349/64 Probleme haben könnte weiter zu laufen.

Eventuell ist die Aufwärtsbewegung hier auch beendet. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum erreicht, so könnte der EUR unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1374/76, bei 1,1380/82 und dann bei 1,1394/96 und bzw. bei 1,1403/07 und im Nachgang dessen bei 1,1413/15 anlaufen. Gelingt es dem EUR sich über der 1,1407/15 festzusetzen, so könnte er versuchen unsere nächsten Anlaufziele erreichen. die bei 1,1413/15 bei 1,1424/26, bei 1,1433/35, bei 1,1442/44 bzw. bei 1,1449/51 zu finden sind.

 

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1300 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst an die 1,1290/88, an die 1,1276/74, an die 1,1266/64, bzw. an die 1,1252/50 gehen. Kommt es bei 1,1252/50 zu keinen Erholungen, so ist denkbar, dass der EUR unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1242/40, bei 1,1228/26 bzw. bei 1,1220/18 erreichen könnte. Unter der 1,1220/18 wären unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1208/06, bei 1,1198/96, bei 1,1180/78 und dann bei 1,1167/65 zu finden.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Disclaimer

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