EURUSD Analyse: Neuwahlen in Großbritannien nach Brexit-Verschiebung

Admiral Markets: Die EU-Mitgliedsstaaten haben der Verschiebung des Brexits, bis Ende Januar 2020 zugestimmt. In dieser Zeit, der 12. Dezember wurde genannt, wird in Großbritannien ein neues Unterhaus gewählt werden. Der Ausgang der Wahlen wird die Zukunft Europas und Großbritanniens maßgeblich bestimmen und damit auch Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben.

Der Brexit bleibt den Europäern weiterhin erhalten, wahrscheinlich bis in das Jahr 2020. Die Briten haben sich, fast schon erwartungsgemäß, nicht auf den Austrittsvertrag einigen können, haben aber jetzt entschieden, Neuwahlen abzuhalten. Der amtierende Premierminister verspricht sich davon, einen deutlichen Zugewinn an Stimmen für die Konservativen. Das gleiche hatte auch Theresa May geplant, mit dem Unterschied, dass sie eine Mehrheit hatte, die sie allerdings spektakulär verlor. Das gleiche könnte Boris Johnson auch drohen. Vielleicht kommt es aber auch umgekehrt.

Fakt ist, dass vor Mitte Dezember keinerlei Entscheidungen getroffen werden, was den EU Austritt angeht.

Da die Briten jetzt aber länger als geplant in der EU verbleiben, müssen sie auch einen Kommissar stellen; für die Hardliner in Großbritannien eine Zumutung.

In den nächsten Handelstagen werden eine Reihe von wichtigen US Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die ein Stimmungsbild geben, in welchem Zustand sich die US Konjunktur befindet. Der Handelsstreit mit China dauert jetzt schon ein Jahr, das Wachstum schwächt sich weltweit ab, die US Konjunktur zeigt sich bisher noch vergleichsweise robust.

 


 

Die Arbeitsmarktdaten waren in den letzten Monaten durchaus so, dass nach wie vor von einer Vollbeschäftigung gesprochen werden kann.

Wir gehen deshalb auch nicht davon aus, dass die FED bei Ihrer Sitzung am Mittwoch dieser Handelswoche einen weiteren Zinsschritt machen wird.

 

EURUSD Analyse 30.10.2019

EURUSD Analyse 30.10.2019

 

EURUSD-Rückblick (23.10.2019 – 29.10.2019)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1125 und damit gut 90 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Am Mittwoch der letzten Handelswoche ging es zunächst etwas abwärts. Der EUR konnte sich im Bereich der 1,1105 stabilisieren und von hier aus etwas erholen. Am Donnerstagmorgen kam es zu einer Impulsbewegung an die 1,1162, die im Nachgang aber gleich wieder ab verkauft wurde. Das Währungspaar versuchte am Nachmittag erneut das Hoch bei 1,1162 zu erreichen, scheiterte aber. Die Notierungen setzten am Freitag wieder unter die 1,1100 zurück – der Wochenschluss wurde bei 1,1080 markiert. Zu Wochenbeginn notierte der EUR zunächst freundlich. Allerdings stellte sich am Nachmittag wieder Schwäche ein, die bis in den Bereich der 1,1072 ging.

Von hier aus konnte sich der EUR zunächst zögerlich und am Dienstag, nach einem kleineren Rücksetzer, dann deutlich erholen und wieder über die 1,1100 laufen.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt unter dem Level der Vorwoche. Der EUR hat es nicht geschafft, dieses Hoch zu bestätigen und dann weiter an die 1,1200 zu laufen. Er hat es aber auf der anderen Seite, zumindest kurzfristig geschafft, sich über der 1,1070 zu halten. Der Wochenschluss liegt deutlich unter dem Level der Vorwoche. Die Range lag auch unter diesem Niveau und unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1149/51 weiter bis an die 1,1161/63 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde perfekt getroffen, das Setup hat damit perfekt gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1087/85 knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 1,1078/76.

  • Hoch*: 1,1162 Vorperiode: 1,1173
  • Tief*: 1,1072 Vorperiode: 1,1022
  • Wochenschluss: 1,1080 (1,1170)
  • Range*: 90 Pips Vorperiode: 149 Pips

* Betrachtungszeitraum 23.10.2019 – 29.10.2019 – Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

 

 

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1130/78…..1,1213/48….1,1404/66….1,1572
  • Euro-US: 1,1097/72/25…..1,0996/70/51/15…..1,0895/49….1,0784

 


 

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke 1.1133 und 1.1000
  • Tagesschlussmarken 1.1198 und 1.0951
  • Boxbereich 1.2555 bis 1.0504
  • Range 1.3479 bis 0.9631

 

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck – Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR konnte am Dienstag wieder über die SMA20 (aktuell bei 1,1095) laufen. Sollte er es schaffen, sich über dieser Marke zu etablieren, könnte es dann weiter an die SMA50 (aktuell bei 1,1121) gehen. Das Chartbild im Daily sieht noch bullisch aus, da der EUR nach wie vor über der SMA20/50 notiert. Zu überwinden gilt es jetzt die SMA200 im Daily, die in den letzten Monaten immer wieder ein starker Deckel war. Der EUR hat es seit April 2018 eigentlich nicht mehr geschafft, sich deutlich über diese Durchschnittslinie zu schieben. Denkbar ist damit, dass der EUR bis in den Bereich der 1,1200/10 laufen könnte, sollte er sich über die SMA50 schieben können.

Scheitert der EUR aber an der SMA50 könnten Rücksetzer bis an die SMA20 gehen, darunter könnte noch die SMA200 (aktuell bei 1,1028) stützen.

Fazit: Der EUR muss sich über die SMA50 schieben, um Perspektive auf die 1,1200/10 zu haben. Rücksetzer könnten in den nächsten Handelstagen übergeordnet bis in den Bereich der SMA200 gehen.

 

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1110 zu halten und zu etablieren. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1115/17 und dann bei 1,1120/22 zu erreichen. Vorstellbar ist, sollte sich der EUR bis an die 1,1120/22 schieben können, dass es hier schwer werden könnte weiter zu kommen. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum überschritten, so könnte der EUR auch direkt weiterlaufen. Unsere Anlaufziele über der 1,1120/22 wären die 1,1125/27, die 1,1131/33 und dann die 1,1142/44. Über der 1,1142/44 wären unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1149/51, bei 1,1161/63, bei 1,1170/72, bei 1,1180/82 und dann bei 1,1192/94 bzw. bei 1,1200/02 zu finden. Kann sich der EUR über die 1,1200/02 schieben, wären die 1,1207/09, die 1,1215/17, die 1,1222/24, die 1,1230/32 und dann die 1,1241/43 unsere weiteren Anlaufziele.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1110 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1103/01 und dann bei 1,1096/94 erreichen. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnten weitere Abgaben unsere Anlaufziele bei 1,1087/85, bei 1,1078/76, bei 1,1070/68, bei 1,1061/59, bei 1,1050/48, bei 1,1044/42 und dann bei 1,1034/32 bzw. bei 1,1028/26 erreichen.

  • Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 30.10.2019: EUR – Verbraucherpreisindex
  • 01.11.2019: USA – Non-farm Payrolls
  • 05.11.2019: USA – ISM Einkaufsmanagerindex
  • 05.11.2019: USA – JOLTs Stellenangebote

Disclaimer

Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die Basisinformationsblätter („KID”) zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente), den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

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