EURUSD: Fed und NFP-Daten stärken Dollar

ActivTrades: Am Mittwoch, den 03. November 2021 stand um 20:00 Uhr der FOMC-Zinsentscheid an. Die „Target Rate“ verblieb bei 0,00 bis 0,25 Prozent.

Dieses Mal kam es abseits der Zinsentscheidung aber endlich einmal zu neuen Fakten, nämlich dem tatsächlichen Beginn des „Tapering“-Prozesses.

Die Fed hat es plötzlich auch eilig und kündigt die erste Rücknahme des Volumens zum Erwerb von Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS – mortgage backed securities) an.

Bereits im November werden dem Markt somit Ankäufe mit einem Volumen von 15 Milliarden US-Dollar entzogen (also 10 Milliarden US-Dollar für Staatsanleihen und 5 Milliarden US-Dollar für MBS weniger). Dennoch bleibt das Ankaufvolumen mit 105 Milliarden US-Dollar insgesamt betrachtet noch gigantisch.

Im Dezember reduziert sich diese Summe dann um weitere 15 Milliarden US-Dollar auf 90 Milliarden US-Dollar. Im Juni 2022 würde man im Falle dieser Abfolge dann den Tapering-Prozess vollzogen haben und bei „Null“ angelangt sein. 

Parallel dazu könnte im Juni auch der Zins angehoben werden – zumindest preisen die US-Terminmärkte dies derzeit mit Wahrscheinlichkeiten von rund 54 Prozent ein. Dies bedeutet, dass die „Target Rate“ im Juni 2022 bei 0,25 bis 0,50 Prozent oder gar bei 0,50 bis 0,75 Prozent liegen könnte.

Bis zum Dezember 2022 liegen die Wahrscheinlichkeiten für eine „Target Rate“ von 0,75 bis 1,00 Prozent gar schon bei 32,4 Prozent.

Natürlich wirken diese möglichen Zinsen im direkten Zusammenspiel mit den derzeit enorm hohen Inflationsraten jenseits der Marke von 4 und 5 Prozent wie Tropfen auf den heißen Stein, doch bei der EZB sieht es noch schlechter für den Verbraucher und Sparer aus. 

 

NFP-Daten machen Dollar-Bullen weiter zuversichtlich

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten sind ein weiterer Beweis für die doch recht robust erscheinende US-Wirtschaft. Die neugeschaffenen Stellen ex-Agrar (nonfarm payrolls oder kurz „nfp“) lagen im Oktober bei 531.000 und die US-Arbeitslosenrate fiel um 0,2 Prozent auf 4,6 Prozent.

Immerhin sind über die letzten Monate erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch dauert es wohl noch eine Weile, bis man das Vorkrisenniveau vom Februar 2020 erreichen wird.

Noch gibt es 7,4 Millionen Arbeitslose in den USA – im Februar 2020 waren es 5,7 Millionen und die Arbeitslosenrate betrug 3,5 Prozent.

 


 

EUR/USD – der Blick in den Chart

Die vorliegende Analyse basiert auf einem Tageschart. Um die Ziele der Bullen und Bären näher definieren zu können, wäre auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen.

Die jeweiligen Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen können mit der webbasierten Handelsplattform „ActivTrader“ erzeugt werden und könnten dann zur Ableitung für die Ziele zur Ober- und Unterseite herangezogen werden.

Ausgehend vom Verlaufstief des 12. August 2021 von 1,15239 bis zum Zwischenhoch des 28. Oktober 2021 von 1,16919 wären die nächsten Widerstände bei den Marken von 1,1587 (61.80%), 1,1627 (38.20%) und 1,1652 (23.60%) zu ermitteln.

Die Unterstützungen kämen bei 1,15239 (100.00%), sowie bei den Projektionsstufen von 1,1483 (123.60%), 1,1459 (138.20%) und 1,1420 (161.80%) in Betracht.

Dem Chartbild wurden obendrein die beiden EMAs (EMA100 in blauer Farbe und EMA200 in roter Farbe) hinzugefügt.

Die blaue EMA100 könnte hier zeitnah das 0.00prozentige Fibonacci-Retracement kratzen (aktuell noch um 1,1710 schwebend) und könnte als ein erster größerer Zielbereich dienen.

Zur Unterseite wäre nochmals ein Test des neuen Jahrestiefs von 1,15128 möglich.

Der Blick auf den Relative-Strength-Index (RSI) gibt zu diesem Zeitpunkt keinen außerordentlichen überverkauften oder überkauften Status von EUR/USD an – die Marktverfassung gibt sich gemäß des RSI neutral.

 

EUR/USD Tageschart; Quelle: ActivTrader

EUR/USD Tageschart; Quelle: ActivTrader

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