EUR/USD: US-Notenbankchefin Janet Yellen im Fokus

ETX Capital: Der Kurs des EUR/USD  bewegt sich mit Notierungen um 1,1263 USD wieder im oberen Drittel der großzügig angelegten Seitwärtsrange, die nun schon seit über einem Jahr intakt ist. Sollte der Kurs des EUR/USD die obere Begrenzung der Seitwärtsrange, die bei der Marke von 1,1475 USD verläuft, nach der heutigen Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen testen, dann wäre das ein sehr schlechtes Zeichen für die EUR/USD-Shorties. Denn das könnte bedeuten, dass die Devisenhändler zu dem Fazit gekommen sind, dass die divergierende Notenbankpolitik zwischen EZB und US-Fed vorerst an ein Ende gekommen ist.

 

US-Wirtschaft läuft wohl doch nicht so rund

Die Devisentrader werden sehr genau darauf achten, ob Janet Yellen heute in ihrem Bericht Andeutungen über eine Pause im laufenden Zinserhöhungszyklus macht. Im Vergleich zur weltwirtschaftlichen Situation, die am Ende des Jahres 2015 vorherrschte, könnten sich die Risiken für einen weltwirtschaftlichen Abschwung erhöht haben. Die Frage könnte also sein, ob Janet Yellen größere Risiken für die US-Wirtschaft sieht, denn die Daten vom US-Arbeitsmarkt zeigten zuletzt, dass die US-Wirtschaft momentan robust läuft.

 

Konsolidierung könnte anstehen

Aus charttechnischer Sicht ist der kurzfristige Aufwärtstrend intakt und erst Kurse unter der wichtigen Marke von 1,11 USD könnten die momentane Aufwärtstendenz negieren. Ein Ausbruch unter die Marke von 1,11 USD könnte aus charttechnischer Sicht weiteres Potential nach unten generieren. Ein Kursziel könnte dann die nächste charttechnische Unterstützungslinie bei 1,08 USD sein. Sollten die Kurse nach der Rede Janet Yellens bis in den Bereich um 1,1475 USD steigen, dann könnte aufgrund der technisch überkauften Situation die Luft nach oben erst einmal raus sein und eine Konsolidierung der Kursgewinne der letzten Handelstage anstehen.

 

Von Oliver Bossmann

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge