Fonds: Dabei sein ist alles – was gekauft und was verkauft wird

Börse FrankfurtKI-Euphorie und immer neue Rekorde an den Börsen beleben auch den Fondshandel.

Ivo Orlemann von der ICF Bank meldet gute Umsätze und meist Käufe.

 „Es gibt auf dem hohen Kursniveau aber auch Gewinnmitnahmen.“

 

Auch Matthias Präger von der Baader Bank sieht einiges an Umsatz – speziell bei europäischen und internationalen Aktienfonds.

Bei Asien- und Edelmetallfonds sei hingegen kaum etwas los.

Einen klaren Trend – etwa zu Technologie- oder Biotech-Fonds – kann Orlemann derzeit nicht ausmachen.

Im ETF-Geschäft laufen hingegen Technologie-Tracker ETFs wie geschmiert – Händler berichten von „Käufen ohne Ende“, etwa für den iShares S&P 500 Information Technology (IE00B3WJKG14) und den Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data (IE00BGV5VN51).

 

„Grüne“ Fonds mit ganz unterschiedlicher Entwicklung

„Was immer gut weggeht, sind Nachhaltigkeitsfonds“, erklärt Orlemann. Gute Umsätze meldet er beispielsweise für den DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz (LU0117118124), den ÖkoWorld ÖkoVision Classic (LU0061928585) und den ÖkoWorld Klima (LU0301152442).

Auch beim Pictet-Clean Energy (LU0312383663) überwiege derzeit die Kaufseite. „Da steckt allerdings eine größere Kauforder dahinter.“

Beide Seiten gespielt würden beim Erste WWF Stock Environment (AT0000705660) und beim Nordea-1 Climate and Environment (LU0348926287).

Die Fonds haben sich sehr unterschiedlich entwickelt:

Während beispielsweise der DKB-Fonds auf Dreijahressicht auf Kurzuwächse von 6,2 Prozent im Jahr kommt, weisen die Ökoworld-Fonds Verluste auf.

Sie waren allerdings in der Pandemiezeit sehr gut gelaufen.

 

„Promi-Fonds“ schneiden schlecht ab

Was breit streuende Aktienfonds angeht, meldet Präger Käufe für den LuxTopic Aktien Europa von DJE Investment von Jens Ehrhardt (LU0165251116) und den terrAssisi Aktien von Ampega Investment (DE0009847343).

Der Letztere bezieht neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien in die Aktienauswahl ein und hat – das ist ungewöhnlich – als zusätzlichen ethischen Filter die Grundsätze des Franziskanerordens.

Auf den Verkaufslisten stünden hingegen der DWS Deutschland (DE0008490962), der FF European Growth von Fidelity (LU0048578792), der Dirk Müller Premium Aktien (DE000A111ZF1) und der Morgan Stanley INVF Global Opportunity (LU0552385295).

Der 2015 aufgelegte Dirk Müller-Fonds enttäuscht mit seiner Performance weiter.

Wer mit Fondsauflegung eingestiegen ist, sitzt noch immer auf Verlusten.

Auch der 2021 aufgelegte 10XDNA – Disruptive Technologies (DE000DNA10X3) von Tech-Promi Frank Thelen, Investor bei der „Die Höhle der Löwen“, hat bisher nur Verluste gebracht.

Eher ruhig zu geht es im Handel mit Asien-Fonds. „Hier machten sich auch die Feiertage zum chinesischen Neujahresfest bemerkbar“, stellt Präger fest.

Bei dünnen Umsätzen dominierten die Abgaben (LU0217390573, LU0188438112).

 

Minenfonds? Kein Interesse

Wenig Beachtung finden derzeit Minenfonds.

Abflüsse auf niedrigem Niveau meldet Präger für den BGF World Mining (LU0075056555), aber auch den Structured Solutions Next Generation Resources (LU0470205575), der auf für die Energiewende benötigte Rohstoffe setzt.

Meist gehandelte aktive Fonds an der Börse Frankfurt waren im Januar erneut Aktienfonds, gefolgt von offenen Immobilienfonds und Mischfonds.

Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds sowie Rentenfonds spielten keine so große Rolle.

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