Fresenius Medical Care setzt sich anspruchsvolle Wachstumsziele für 2017

  • Ziele für 2016 erreicht
  • Umsatz steigt 2016 um 7 % (+7 % bereinigt1)
  • EBIT wächst um 13 %, EBIT-Marge steigt auf 14,7 %
  • Konzernergebnis steigt um 21 % (+16 % bereinigt2)
  • Sehr gute Geschäftsentwicklung bei Gesundheitsdienstleistungen, insbesondere in Nordamerika
  • Versorgungsmanagement wächst deutlich (+20 % organisch)
  • Dividendenerhöhung um 20 % auf 0,96 Euro vorgeschlagen


Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von
Fresenius Medical Care
, sagte:

„Wir freuen uns, das 20-jährige Jubiläum von Fresenius Medical Care mit einem neuen Rekordjahr zu feiern, in dem wir unsere Ziele erreicht haben. Unsere Geschäfte haben sich dank des großen Einsatzes unserer Mitarbeiter in allen Bereichen gut entwickelt. Auch unser weltweites Effizienzprogramm trägt weiter Früchte. Deswegen können wir den Blick mit viel Zuversicht nach vorne richten. Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und sowohl den dynamisch wachsenden Bereich Versorgungsmanagement als auch unser Kerngeschäft der Dialyse weiter ausbauen. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, unsere Patienten noch besser zu versorgen, den Unternehmenswert für unsere Aktionäre weiter zu steigern und unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen.“


Umsatz

Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im Geschäftsjahr 2016 um 7 % auf 17,911 Milliarden US-Dollar (+8 % währungsbereinigt). Zurückzuführen ist dies vor allem auf eine gute Entwicklung im Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen, deren Umsatz um 8 % auf 14,519 Milliarden US-Dollar (+9 % währungsbereinigt) stieg. Grund für die Zunahme ist ein starkes organisches Wachstum, gestützt durch Preis- und Volumeneffekte. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um 1 % auf 3,392 Milliarden US-Dollar (+4 % währungsbereinigt). Dieses Wachstum wurde durch höhere Verkaufszahlen von Dialysatoren und Dialysegeräten erreicht. Gemindert wurde dieser Effekt durch einen rückläufigen Absatz von Arzneimitteln zur Behandlung von Nierenerkrankungen (deren Marketingrechte im Jahr 2015 verkauft wurden).

Im vierten Quartal 2016 stieg der Umsatz um 8 % auf 4,687 Milliarden US-Dollar (+9 % währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund von Umsatzwachstum bei Gesundheitsdienstleistungen. Hier stieg der Umsatz um 10 % auf 3,799 Milliarden US-Dollar (+10 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Dialyseprodukten blieb auf dem Niveau des Vorjahres (888 Millionen US-Dollar, +2 % währungsbereinigt).


Ertrag

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Geschäftsjahr 2016 um 13 % auf 2,638 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge stieg um 80 Basispunkte auf 14,7 %. Diese Verbesserung der operativen Marge ist insbesondere auf die Geschäftsentwicklung in Nordamerika zurückzuführen.

Im vierten Quartal 2016 stieg das operative Ergebnis um 19 % auf 786 Millionen US-Dollar. Die operative Marge erhöhte sich dadurch um 160 Basispunkte auf 16,8 %. Diese Entwicklung der operativen Marge ist hauptsächlich auf den Vorjahreseffekt der GranuFlo®-Einigung zurückzuführen. Außerdem haben sich die operativen Margen in den Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik positiv entwickelt und die Beratungs- und Anwaltskosten wurden reduziert.

Die Nettozinsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2016 um 4 % auf 406 Millionen US-Dollar. Grund für den Anstieg ist hauptsächlich ein geringerer Zinsertrag bedingt durch eine Rückzahlung verzinster Darlehensforderungen im vierten Quartal 2015. Ein dank positiver Cash Flow-Entwicklung niedrigeres Schuldenniveau glich diesen Effekt teilweise aus. Im vierten Quartal 2016 stieg der Zinsaufwand um 11 % auf 98 Millionen US-Dollar.

Die Ertragssteuern erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016 um 10 % auf 683 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 30,6 %. Gründe für den Rückgang um 150 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr sind ein niedrigerer Steueraufwand aufgrund der Auflösung von Steuerrückstellungen sowie die positive Auswirkung des in 2015 erfassten steuerlich nicht abzugsfähigen Verlusts aus dem Verkauf des Geschäfts mit Dialysedienstleistungen in Venezuela.

Im vierten Quartal 2016 lagen die Ertragssteuern bei 212 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer um 60 Basispunkte reduzierten effektiven Steuerquote von 30,8 %. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care entfallende Konzernergebnis stieg im Geschäftsjahr 2016 um 21 % auf 1,243 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um Sondereinflüsse1 erhöhte es sich um 16 % auf 1,228 Milliarden US-Dollar. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Anzahl ausstehender Aktien von etwa 305,7 Millionen erhöhte sich der Gewinn je Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2016 von 3,38 US-Dollar um 20 % auf 4,07 US-Dollar. Der Anstieg der durchschnittlich gewichteten Anzahl ausstehender Aktien ist auf die Ausübungen von Aktienoptionen zurückzuführen.

Im vierten Quartal 2016 wuchs das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis um 23 % auf 388 Millionen US-Dollar. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien von etwa 306,2 Millionen erhöhte sich der Gewinn je Aktie (EPS) im vierten Quartal 2016 von 1,04 US-Dollar um 22 % auf 1,27 US-Dollar.


Übernahme der australischen Cura Gruppe

Im Februar 2017 hat Fresenius Medical Care bekannt gegeben, die Mehrheit an der Cura Group („Cura“), einem führenden Betreiber von Tageskliniken in Australien, zu übernehmen. In 19 privaten Tageskliniken in Australien bietet Cura verschiedenste ambulante Behandlungen an. Cura wurde 2008 gegründet und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 127 Millionen Australischen Dollar (rund 87 Millionen Euro). Die Übernahme ermöglicht Fresenius Medical Care eine umfassende, verschiedene Therapien koordinierende Behandlung der Patienten. Zudem kann das Unternehmen damit an weiteren Orten Dialysebehandlungen anbieten. Die Übernahme steht unter Vorbehalt der Zustimmung der übrigen Anteilseigner von Cura sowie der behördlichen Genehmigung.

Ausblick 2017

Fresenius Medical Care hat den Fokus bei der Finanzberichterstattung zum 1. Januar 2017 auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) gelegt. Ab diesem Zeitpunkt berichtet das Unternehmen nicht mehr in US-Dollar, sondern ausschließlich in Euro. Fresenius Medical Care erwartet für das Gesamtjahr 2017 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10 %, basierend auf 16,570 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2016. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 7 bis 9 % steigen, basierend auf einem Konzernergebnis von 1,144 Milliarden Euro im Jahr 2016. In diesem Ausblick ist die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen nicht enthalten.


Wachstumsstrategie 2020

Fresenius Medical Care hat sich im April 2014 währungsbereinigte mittelfristige Wachstumsziele nach US-GAAP gesetzt: Das Unternehmen erwartet bis zum Geschäftsjahr 2020 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund 10 %. Nach aktuellen Wechselkursen entspricht das einem Umsatzziel von 24 Milliarden Euro nach IFRS im Jahr 2020.1 Im gleichen Zeitraum erwartet Fresenius Medical Care ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Konzernergebnisses im hohen einstelligen Bereich. Diese Ziele bleiben unverändert.

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