FXCM: EUR/USD: Die EZB greift auf mehr als nur konventionelle Lösungen zurück

FXCM: Die EZB schöpfte ihre konventionellen Instrumente mit dem heutigen Zinsentscheid nahezu aus. Eine Leitzinssenkung um 10 Basispunkte auf das Rekordtief von 0,15% lässt kaum Spielraum für weitere Senkungen. Doch die EZB traut sich etwas. Sie sagt der anhaltenden hohen Arbeitslosenquote, den konjunkturellen Risiken und einer langfristig niedrigen Inflation den Kampf an. Mit einer negativen Einlagefazilität entschied sich der EZB-Rat für einen historischen Schritt. Ein eingeführter Strafzins, eine negative Einlagefazilität soll bewirken, dass Gelder von Geschäftsbanken nun statt bei EZB geparkt für die Kreditvergabe verwendet werden. Doch für den Druck im EUR/USD sorgte das, was im Vorfeld nicht im vollen Umfang bereits von Marktteilnehmern eingepreist wurde.
 

Unkonventionelles Mittel: Milliardenschwere Liquiditätsspritze in Form von längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (LTRO)
 

Doch nicht nur an den Zinsen wurde heute geschraubt. Eine Kombination an Maßnahmen bot die EZB heute. Heute entschieden sich die Notenbanker im Frankfurter Euro-Tower für eine Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes von 10 Basispunkten von 0,25% auf 0,15%, führten eine negative Einlagefazilität (von 0 auf -0,1%) ein und senkten die Spitzenrefinanzierungsfazilität stärker als erwartet wurde auf 0,4%. Auch mithilfe einer milliardenschweren Liquiditätsspritze durch längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) will die EZB die Kreditvergabe ankurbeln. Bis 2018 sollen diese laufen und ein Volumen von 400 Mrd. Euro betragen. In der Erwartung, dass verstärkte Investitionen sich auch in der Teuerungsrate wiederspiegeln werden, sind die heute beschlossen Maßnahmen auch ein Schritt gegen die niedrige Inflation. Aber auch effektive Schritte gegen einen starken Euro, der mit einer Notierung nahe der 1,4 Anfang Mai bereits als zu hoch von den Notenbankern bewertet wurde und als Dämpfer für die europäischen Exporten. Ich erwarte mit weiteren EUR/USD Rückgängen im Juni. Die Inflationsprognosen senkte die EZB heute. Lediglich eine Teuerungsrate von 0,7% wird für Ende des Jahres erwartet.
 

Die Erwartung an den Leitzinsentscheid war klar ausgerichtet. Doch geldpolitische Lagebeurteilungen sind in der Regel besonders dann effektiv, wenn sie möglichst überraschend verkündet werden. Der EZB-Chef hingegen äußerte sich bereits Anfang Mai sehr eindeutig und löste unmittelbar Spekulationen baldiger expansiver Schritte in den Märkten aus. Von Sparern wird die Zinssenkung nicht begrüßt, doch die Aussicht auf „billigere Kredite“ für Unternehmen ließ im DAX die 10.000 Marke knacken.
 

Auch Spekulationen weiterer expansiver Schritte katalysierten die Kursreaktionen. Denn die EZB würde bereits ein „Quantitative Easing“ vorbereiten. Die nächste milliardenschwere Liquiditätsspritze könnte demnach zeitnah folgen. Allein Spekulationen auf weitere Maßnahmen werden für weiteren Druck im EUR/USD sorgen.

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