FXCM: DAX stabil, Euro stürzt ab – Inflationsdaten bringen EZB in die Pflicht

FXCM: Auch wenn die US-Notenbank gestern Abend lediglich das bestätigte, was die Finanzmärkte schon eingepreist hatten und es heute Morgen nach dem klassischen „Buy the rumors, sell the facts“ aussah, blieben die erwarteten Anschlussverkäufe aus. Der DAX pendelt weiter sehr stabil um die Marke von 9.000 Punkten.

Der Grund liegt in den heute veröffentlichten Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Europäische Zentralbank ist nun in der Pflicht. Spätestens jetzt bauen die Marktteilnehmer verstärkt darauf, dass die EZB schon bald die nächste Liquiditätsspritze in Form eines dritten LTRO-Programms zückt. Die Kern-Inflation ist unter ein Prozent gefallen und liegt somit mehr als ein Prozent unterhalb der von der EZB angestrebten Zielmarke von zwei Prozent. Hinzu kommt, dass die Kredite der Banken der Euro-Zone an den Privaten Sektor im September um weitere 1,9 Prozent zurückgegangen sind. Das überraschend langsame Geldmengenwachstum lässt quantitative Anstrengungen seitens der EZB eventuell bereits auf der Sitzung am kommenden Donnerstag, aber spätestens zum Jahresende wahrscheinlich werden. Sichtbar wird dies beim Euro, der heute auf breiter Front verkauft wird. Gegenüber dem US-Dollar ausgehend von den Vorwochenhochs um 1,3830 beträgt das Minus mittlerweile fast 1,5 Prozent, Tendenz weiter fallend.
 
Zur Erinnerung: Als die ersten beiden Refinanzierungsgeschäfte LTRO1 und LTRO2 durch die EZB injiziert wurden, stieg der deutsche Leitindex in den Folgemonaten um mehr als 20 Prozent. In diesem Zusammenhang überrascht es nicht, dass sich der DAX am heutigen Handelstag über der 9.000er Marke stabilisieren konnte. Ob die Korrektur nun kommt oder nicht, hängt also ganz entscheidend davon ab, mit welchen Erwartungen an die EZB und den kommenden Donnerstag sich die Investoren nun positionieren werden. Kurzfristig bleibt eine Korrektur sehr wahrscheinlich.

 

Von Torsten Gellert

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