FXCM: Türkische Notenbank ruft zur Krisensitzung – Lira schwankt kräftig

FXCM: Der gestrige Tag zeigte einmal mehr, wie brisant die Lage in den Schwellenländern derzeit ist. Der Druck kommt über den Devisenmarkt auf die Währungen von Ländern wie Argentinien, Brasilien, Indien aber auch der Türkei. Die Türkische Lira stand gestern im Fokus der Devisenmarkt-Teilnehmer.

Der US-Dollar stieg gestern zur Lira in der Spitze auf über 2,39 und somit auf ein neues Allzeit-Hoch. Die Ankündigung der türkischen Notenbank dann am Mittag, heute zu einer Krisensitzung zusammenzukommen, bremste den freien Fall und verhalf der Währung am Ende sogar zu einem Plus. Thema der heutigen Sitzung sind die starke Volatilität der Lira und Maßnahmen zur Sicherung der Preisstabilität. Zu erwarten ist, dass die türkische Notenbank (CBT) eine Anhebung des türkischen Leitzinses verkünden und damit die Beibehaltung des Leitzinses von 4,5% in der vergangen Woche zurücknehmen wird.

Spielraum der Notenbank für Interventionen stark limitiert Zudem intervenierte die türkische Notenbank bereits vergangenen Donnerstag am Devisenmarkt und verkaufte drei Milliarden US-Dollar, um die Lira zu stützen. Es handelte sich bei dieser Intervention um die erste und aggressivste Intervention dieser Form an einem Tag. Der gestrige Tag liefert nun die Vermutung, dass die Schmerzgrenze der CBT offenbar im Bereich 2,30 USD/TRY liegt. Abzuwarten bleibt, wie lange sich das Währungspaar unterhalb dieses Niveaus halten kann. Nach Schätzungen verfügt die türkische Notenbank ungefähr über 37 Milliarden US-Dollar an Netto-Fremdkapitalreserven. Damit dürfte der Spielraum für weitere Interventionen sehr begrenzt sein. Deshalb würde es nicht überraschen, wenn sich schon bald wieder große Marktteilnehmer wie Hedgefonds auf die Lira stürzen und auf deren Verfall spekulieren.

Türkische Notenbank könnte Leitzins verdoppeln Da Devisenmarkt-Interventionen der türkischen Notenbank in der Vergangenheit stets fehlschlugen, ist nur eine aggressive Anhebung des Leitzinsniveaus für die Lira ein Weg zu einer längeren Stabilisierung und könnte solche Spekulanten abschrecken. Aktuell kursieren Gerüchte am Markt, dass die CBT das Leitzinsniveau auf 9% anheben könnte. Das entspräche einer Verdoppelung des aktuellen Leitzinsniveaus. Auch wenn eine solche Anhebung fast absurd anmutet, wäre dies der Preis, den die CBT zu zahlen hätte, um Glaubwürdigkeit am Markt zurückzugewinnen, nachdem sie in der Vergangenheit diverse Male eine Zinserhöhung verpasst hat.

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