FXCM: Wirtschaftliche Erholung verzögert sich – Aktienmärkte stark korrekturanfällig

FXCM: Trotz Rekorden an den Aktienmärkten trübt sich die Stimmung der Investoren ein
Die Vorzeichen für die Erholung der Weltwirtschaft haben sich eingetrübt. Die erhoffte Erholung der Wirtschaft der Eurozone ist auch mit den neuesten Zahlen zum Einkaufsmanagerindex nicht zu erkennen. Mit der Ausnahme des Index für das deutsche verarbeitende Gewerbe fielen alle Zahlen schlechter aus als erwartet und lagen zum Teil sogar deutlich unter ihren Vormonatswerten. Zugleich bieten weder die USA noch China Impulse für eine Aufhellung des Wirtschaftswachstums.
 

Auch nach dem vorläufigen Ende des US-Haushaltsstreits in den USA wird eines deutlich: Die globale Weltwirtschaft durchläuft derzeit eine schwierige Phase. Die Frage lautet: Wann werden Aktienmärkte diese Entwicklung widerspiegeln?


Folgende drei Punkte deuten auf eine zeitnahe Korrektur an den Aktienmärkten und eine pessimistischere Grundhaltung der Investoren hin:

1. Staatsanleihen verzeichnen weltweit wieder Mittelzuflüsse. Wir liegen bei deutschen Papieren wieder weit unter der im September gehandelten Rendite von zwei Prozent. Noch stärker fiel die Reaktion in den 10jährigen US-Staatsanleihen aus: Anfang September warfen diese noch eine Rendite von drei Prozent ab, jetzt liegt diese wieder bei nur noch 2,5 Prozent.


2. Die Risikoaversion hat mittlerweile viele „Randbereiche“ der Finanzmärkte erreicht, zum Beispiel die typischen Carry-Trade-Währungen: Hier verloren sowohl der Australische als auch der Neuseeland-Dollar in den letzten Tagen ohne offensichtliche Nachrichten. Im Gegenteil, der Einkaufsmanagerindex in China lag leicht über den Erwartungen und die Inflation in Australien machte eine Zinssenkung der australischen Notenbank, wie sie noch vor kurzem erwartet wurde, wieder unwahrscheinlicher. Trotzdem sind beide Währungen massiv unter Druck geraten.
 

3. Die Aktienmärkte haben mit der Aussicht, dass der Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik erst im kommenden Jahr erfolgen wird, ihre hohen Niveaus bislang halten können. Dies ist wie allgemein bekannt aber kein Zeichen von Stärke, sondern vielmehr ein Signal dafür, dass der „Patient“ namens US-Wirtschaft noch immer nicht unabhängig von Liquiditätsspritzen ist. Die Berichtssaison lag bislang quantitativ betrachtet im Rahmen der Erwartungen, allerdings bei vielen Unternehmen nicht basierend auf Umsatzsteigerungen sondern vielmehr auf Kostencontrolling.


Der zunächst positive Impuls, ausgehend von der Entscheidung der US-Notenbank, kein „Tapering“ durchzuführen, drehte schnell in die entgegengesetzte Richtung. Der Dow Jones fiel bis in den Bereich um die 14.750 Punkte zurück. Die meisten Marktteilnehmer würden diese Reaktion dem US-Shutdown zuordnen. Ich glaube, ein anderer Faktor war hier noch entscheidender: Die erhoffte Aufhellung der Weltwirtschaft im dritten Quartal blieb weitgehend aus. Allenfalls kann von einer Stabilisierung in China und Japan gesprochen werden. In den USA und Europa setzten sich die Anzeichen für eine Ausweitung der Wachstumsschwäche hingegen fort.


US-Arbeitsmarkt bleibt schwach, Belastungen für den Konsum

Der weiterhin schwache US-Arbeitsmarkt ist symptomatisch für diese Einschätzung: In den USA fehlen noch immer gut zwei Millionen Jobs, um den Beschäftigungsstand von Anfang 2008 zu erreichen. Nimmt man den durchschnittlichen Beschäftigungszuwachs der letzten Monate, bedeutet das, dass es weitere 14 Monate dauern wird, bis wir auf diesem Stand ankommen, also bis Anfang 2015.

Dass die Arbeitslosigkeit stärker fiel als es der Beschäftigungszuwachs (bei gleichzeitigem Bevölkerungswachstum) suggeriert, liegt am Rückgang der Erwerbsquote. Mittlerweile liegt diese auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 30 Jahren. Die Folge hiervon ist ein niedriges Wachstum in den Einkünften der Privathaushalte und damit eine unterdrückte Konsumbereitschaft. Und das, wo der Konsum noch immer einer der Eckpfeiler der US Wirtschaft darstellt.


 

Alles in allem sprechen diese Zahlen eine deutliche Sprache: Die Weltwirtschaft erlebt eine Abkühlung. Wann und ob die Aktienmärkte dieses Thema aufgreifen ist nicht sicher. Vieles spricht allerdings für eine baldige Korrektur von den zuletzt erreichten Höchstständen.

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