Geldanlage der nächsten Generation

quirion: Wie groß ist das Interesse an digitaler Vermögensverwaltung? Was erwarten Anleger von einem Robo-Advisor und welche Vorurteile gibt es? Fragen wie diesen sind wir gemeinsam mit comdirect in einer Studie auf den Grund gegangen. Was wir dabei erfahren haben und welche Botschaften wir mitnehmen, erklärt unser CEO Martin Daut im Interview.

 

Martin Daut, CEO quirion

Martin Daut, CEO quirion

Vor rund neun Jahren war quirion einer der ersten Robo-Advisor in Deutschland. Damals konnte hierzulande kaum ein Anleger etwas mit diesem Begriff anfangen. Wie hat sich das verändert?

Unsere „Robo-Advisor-Studie 2022“ zeigt: Eine Mehrheit, nämlich 59 Prozent aller Befragten, kann sich inzwischen vorstellen, Geld über einen Robo-Advisor anzulegen.

Nur rund ein Drittel gibt an, den Begriff Robo-Advisor gar nicht zu kennen. Digitale Vermögensverwaltung ist gerade in Deutschland noch ziemlich jung. Deshalb sind diese Zahlen vielversprechend.

Das Potenzial ist weiterhin riesig. Auch deshalb haben wir die Umfrage gemeinsam mit comdirect initiiert.

Die Robo-Advisor quirion und cominvest zählen beide zu den Marktführern der Branche, verwalten mittlerweile jeweils über eine Milliarde Euro Anlagevermögen.

Wir wollten wissen, was Nutzer und Nicht-Nutzer von Robo-Advice mit diesem Thema verbinden. Und so erkennen, worüber wir noch stärker aufklären und informieren müssen.


 

Was erwarten die Menschen denn von einem Robo-Advisor?

Diejenigen, die den Begriff grundsätzlich kennen aber dort noch nicht anlegen, erhoffen sich bei Robos vor allem geringe Kosten und einfache Bedienung. Erfreulicherweise decken sich diese Wünsche weitgehend mit den Vorteilen, die Nutzer anführen.

Für die steht die Bequemlichkeit an erster Stelle der Vorzüge, gefolgt von digitaler Verfügbarkeit und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Und wo sehen Sie Aufklärungsbedarf?

Zunächst bei der Geldanlage überhaupt: Mit 58 Prozent nutzen immer noch die meisten Befragten Tages- und Festgeldkonten. Zwar folgen Aktien, Fonds und ETFs gleich danach. Doch halten zu viele an zinsorientierten Anlageformen fest.

Zinsprodukte führen abzüglich der Inflation zu einem realen Vermögensverlust. Aktieninvestments verbinden aber immer noch viele vor allem mit „Risiko“. Das liegt auch daran, dass sich die öffentliche Aufmerksamkeit immer wieder auf Einzelaktien und kurzfristige Trends konzentriert.

Einzelwerte sind wirklich hochriskant und eigentlich nichts für Privatanleger. Fehlt die richtige Streuung, ist ein Aktieninvestment ein Schuss ins Blaue, der sehr oft nach hinten losgeht.

 

 

Mit quirion setzt man ebenfalls auf den Aktienmarkt …

Doch man spekuliert nicht auf einzelne Aktien oder kurzfristige Trends. Man investiert in global aufgestellte ETF-Portfolios, die systematisch und weltweit Aktienrenditen „ernten“.

Mit unserer Anlagestrategie machen wir den Aktienmarkt auch sicherheitsorientierten Anlegern gemäß ihrem Risikoprofil zugänglich. Indem wir Anleihen beimischen, halten wir die Schwankungen je nach persönlicher Risikoneigung niedriger als im Aktienmarkt – jedenfalls auf lange Sicht.

Welche Vorurteile oder Missverständnisse haben Sie in der Studie entdeckt?

Eine Reihe. So glauben insbesondere Männer, das Geld besser selbst anlegen zu können. Dabei schlagen nicht mal Investmentprofis, egal welchen Geschlechts, systematisch und dauerhaft den Markt.

Frauen bemängeln in der Studie demgegenüber häufiger, Robo-Advisor seien ihnen zu unpersönlich.

 


 

Selbst wenn das Wort „Robo“ aber so klingt, als würden Maschinen die ganze Arbeit machen: Die Zügel halten bei uns immer Menschen in der Hand und auf Wunsch gibt es bei uns eine unabhängige, persönliche Beratung.

Was mich freut: Das Interesse an digitaler Vermögensverwaltung hat nicht mehr unbedingt etwas mit der Höhe des verfügbaren Geldes zu tun. Es nimmt mit steigendem Vermögen nur leicht zu.

Wieviel Geld braucht man denn, um digitale Vermögensverwaltung zu nutzen?

„Vermögen“ klingt erstmal nach viel. Bei uns geht es aber nicht nur um eine Verwaltung von vorhandenem Kapital, sondern um den strukturierten Vermögensaufbau.

Für Einmalanlagen haben wir kein Mindestinvestment. Sparpläne beginnen schon ab 25 Euro im Monat. Für eine Vermögensverwaltung ist das schon revolutionär.

Sie erhalten ja nicht nur ein einzelnes Wertpapier. Sie beteiligen sich mit jeder Sparrate an rund 8.000 Aktien und gegebenenfalls zusätzlich an Hunderten Anleihen.

Was ist mit der Vermutung, Robo-Advisor seien eher etwas für Jüngere?

Da ist etwas dran. Angebote wie Apps und Sparpläne sprechen vor allem jüngere Generationen an. Das Konzept insgesamt überzeugt aber alle Altersgruppen. Nur ein Prozent der Nutzer sieht keinen spezifischen Vorteil in der Geldanlage bei einem Robo-Advisor.

Das deckt sich mit Zahlen von quirion. Unsere Abwanderungsrate liegt sogar bei unter einem Prozent. Eine so niedrige Rate habe ich in meinen über 20 Jahren in dieser Branche noch nicht gesehen.

All das macht mich sehr optimistisch: Digitale Vermögensverwaltung ist die Geldanlage der nächsten Generation – ein Angebot für alle, die einfach, bequem und dabei systematisch und professionell Vermögen aufbauen wollen.

 

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