Gold und die Katastrophenhausse

Bernstein BankDer Preis für das gelbe Metall hängt seit einer Weile unter der Marke von 2.000 Dollar je Unze fest. Doch der echte Move kommt erst noch – jedenfalls wenn es nach den Super-Bullen geht.

Demnach könnte der Preis für Gold in Kürze exponentiell nach oben schießen. Denn das Geldsystem biegt ihrer Meinung nach in seine letzte Phase ein – wir sehen die Katastrophenhausse.

 


 

„Die exponentielle Phase hat begonnen“
Die Ausgangslage ist bekannt: Im Zuge der Corona-Pandemie haben die Regierungen und Notenbanken überall auf der Welt die Zinsen gesenkt und neue Stimuli beschlossen. Die Ausweitung der Geldmenge bringt eine Entwertung des Papiergeldes mit sich.

Investor Egon von Greyerz (EvG) profitiert von diesem Trend, seine Matterhorn Asset Management lagert für solvente Privatinvestoren Tonnen des Edelmetalls tief in den Schweizer Alpen.

Dem Blog USA Watchdog.com sagte EvG dies: „You are looking at… the money supply, which has been going up for 50 years, but now… it’s going up in a straight line. So, we are now entering into the exponential phase of this financial system. We are seeing unlimited money printing, helicopter money like Ben Bernanke (former Fed Head) called it. Then we are going to see accelerated debasement of the currency. The real moves in gold and silver haven’t started yet.”

Warnung vor der Hyperinflation
Der nächste Move werde ein globales Phänomen werden: “The bond market is going to collapse, and interest rates are going to go a lot higher…“ Und weiter: „Inflation is going to go a lot higher, and, eventually, the currency collapses, and it is a collapsing currency that leads to hyperinflation. When the currency falls, we will see hyperinflation.“

EvG ergänzte, in der Vergangenheit habe es einzelne Länder mit großen Problemen wie einem Kollaps der Wirtschaft und einer Hyperinflation gegeben. Doch nie zu vor habe die gesamte Welt ein Problem der kollektiven Überschuldung gehabt. Daher werde die gesamte Krise weit größere Ausmaße als jemals zuvor annehmen.

Gold bei 20.000 – Silber bei 600
Und dann das Apokalypse-Statement von EvG: „We are at the exponential point, and the super exponential point of money printing, deficit and of currency collapse. That’s why this will be reflected in the precious metals prices.”

Gold sollte aktuell mindestens bei 10.000 Dollar je Feinunze notieren – und auf einer angepassten Inflationsbasis müssten es sogar 20.000 Dollar sein. Nicht nur Gold werde in diesem totalen, globalen Kollaps gefragt sein: Silber werde mindestens bis auf 600 Dollar je Unze anziehen.

Die Katastrophenhausse
Ähnlich sah jüngst Shanmuganathan Nagasundaram vom Blog InternationalMan.com,die Angelegenheit. Er vermutet einen „Crack-Up-Boom“, den Ludwig Heinrich Edler von Mises aus der Österreichischen Schule einst formulierte: Wenn die öffentliche Meinung davon überzeugt ist, dass der Anstieg der Geldmenge nie ende und dass daher die Preise für Güter und Dienstleistungen immer weiter anziehen, werde jeder so viel wie möglich konsumieren, um den Cash-Bestand niedrig zu halten.

Das Ergebnis sei eine Katastrophenhausse – wenn die Inflation außer Kontrolle gerate und nicht mehr eingedämmt werden könne, verlören die Wirtschaftssubjekte das Vertrauen in die Papierwährung und versuchen daher, ihr Geld in Sachwerte umzutauschen. Hierdurch fließe viel Geld auf ein begrenztes Angebot an Aktien, weswegen deren Kurse sehr stark steigen – auch bei schlechten fundamentalen Aussichten.

 


 

Die Katastrophenhausse leite die letzte Phase eines Papiergeldsystems ein. Am Ende des Booms könne der bankrotte Staat nur noch eine Währungsreform durchführen. Laut Nagasundaram ist der „Crack-Up-Boom“ längst nicht nur mehr eine theoretische Fiktion. Dies belege die explodierende Geldmenge in den USA.

Die Domino-Steine seien vorbereitet, hieß es auf InternationalMan.com weiter: Überall Blasen – im Häusermarkt, bei Autos, Studentenkrediten, an der Nasdaq, bei Junk Bonds. Und diese sorgten dafür, dass die Fed weiter ihr „monetary heroin“ bereitstellen müssen, um die Zombie-Volkswirtschaft am Leben zu erhalten.

Alles in allem sei heute Gold mit 2.000 Dollar günstiger als zu 35 Dollar im Jahr 1971. Offensichtlich glauben eine Menge Retail-Käufer solchen düsteren Prognosen. Wie das Global Commodities Research der Bank of America jüngst feststellte, sind derzeit vor allem die privaten Käufer bei physischem Gold präsent.

Unser Fazit: Untergangspropheten werden gerne ignoriert, weil ihr Worst Case eben nur einmal eintritt. Doch das heißt nicht, dass sie letztlich Unrecht behalten. Die Bernstein-Bank behält die Angelegenheit für Sie im Auge und wünscht erfolgreiche Trades und Investments!

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