Goldpreis hat nächste Hürde genommen

Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung: Nach oben. Nach dem erst kürzlich erreichten neuen Jahreshoch kam die Bewegung erst richtig in Fahrt und es wurden fast im Tagestakt neue Hochs erreicht. Auch an der runden Marke von 1.300 US-Dollar je Feinunze machte der Kurs nicht schlapp. Gold ist begehrt wie nie.

Uneingeschränkte Empfehlung

Fast überall, wo man über Anlegen und Investieren liest, egal, welcher Experte sich in welcher Form zu den Märkten äußert, eines hat beinahe jeder auf der Liste: Gold. Nirgends sonst existiert derzeit eine größere Übereinstimmung wie zum Thema Gold. Das Edelmetall besitzt einen hohen reellen Wert. Nicht zuletzt ist auch die Preisentwicklung hervorragend. Gold ist ein eigener Markt und gilt vor allem in unsicheren Zeiten als ein sicherer Hafen.

Aus der Vergangenheit lernen

Man muss sich eingestehen, dass der Privatanleger in der heutigen Zeit professioneller agiert. Eine intelligente Diversifikation wird fast überall angewandt. Das bedeutet, dass niemals in ausschließlich eine einzelne Asset-Klasse investiert wird. Neben Aktien, Währungen, Anleihen und Sachwerten haben auch Rohstoff-Investments und eben Gold den Weg in die hiesigen Depots gefunden.

Zu schmerzhaft waren die Erfahrungen, die die Anleger in den Bären-Jahren 2000 bis 2003 und dann 2007 bis 2009 machen mussten, als die Aktienmärkte stark verloren. Außerdem gibt es mittlerweile zahlreiche Anlageprodukte, mit deren Hilfe man sehr leicht an den verschiedensten Märkten partizipieren kann. Die Rede ist von CFDs, ETFs, Zertifikaten und dergleichen. Auch das Aufkommen dieser Produkte hat den Anstieg im Goldpreis sicherlich mitzuverantworten.

Globale Wirtschaft – ein Markt

Das Besondere am Gold ist weiterhin, dass es durch fast alle Kulturen als wertvoller Besitz und Zeichen von Wohlstand gilt. Vor allem die großen asiatischen Volkswirtschaften China und Indien teilen diese Ansicht. Die Nachfrage nach Gold setzt sich also aus der ganzen Welt zusammen. Gerade im asiatischen Raum erlangen immer mehr Menschen einen Wohlstand, der es ihnen ermöglicht, zu investieren. Hierbei greifen sie auch gerne nach Gold.

Während der ersten großen Aufschwungsphase der chinesischen Wirtschaft zu Beginn der 2000er Jahre legten auch die chinesischen Aktienmärkte enorm zu, da viele Chinesen in Aktien investieren. Überhaupt sind die Menschen im Reich der Mitte sehr fleißig und sparsam, es gibt also einen nicht zu unterschätzenden Geldstrom aus dem privaten Sektor hinein in die Märkte. Nach den großen Verlusten an den Börsen in Hongkong und Shanghai während der Finanzkrise 2008/2009 lernten wohl auch diese Anleger dazu und greifen vermehrt nach Gold als Investment.

Neue Dimensionen – neue Regeln

Es bleibt also nur als Fazit, dass die “alten Regeln” am Goldmarkt mittlerweile ausgehebelt sind. Über Jahrzehnte hinweg notierte Gold bestenfalls bei ein paar hundert Dollar, also fest im dreistelligen Bereich. Es gibt im Moment kein einziges Zeichen, das darauf hindeuten könnte, dass Gold auf absehbare Zeit dahin zurückkehrt. Aufgrund der konstanten Nachfrage sollte man vielleicht darauf schließen, dass Gold trotz der Höchststände noch nicht teuer ist – und der Preis damit weiter zulegen wird.

Wann kommt die Korrektur?

Es gibt keinen Chart, der dauerhaft in eine Richtung läuft. Es gibt immer wieder Phasen, in denen ein Kurs sinkt. Auch im Goldpreis wird früher oder später wieder eine Phase der Korrektur anfallen. Wann diese kommt und wie genau diese beschaffen sein wird, ist momentan nicht abzusehen. Jedoch ist dies kein Zeichen zur Panik sondern lediglich normales Markverhalten, dass sich aktuell fast schon vermissen lässt. Tiefer als 1.270 Dollar wird es vorerst ohnehin nicht gehen. Eher noch weiter nach oben.

Weitere Trading Meldungen:

Weitere Brokerage Meldungen:

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge