Höhenangst im DAX – Ölschwemme voraus

Bernstein Bank: Am Anfang legte auch der DAX zu: Nach dem Gipfelsturm an der Wall Street vom Freitag zogen die deutschen Aktien am Montagmorgen zunächst nach. Doch selbst starke Daten aus China verhalfen dem deutschen Leitindex am Montag nicht zu anhaltender Stärke.

 

Frankfurt zieht nur kurz nach
Wie sich die Bilder gleichen: Vorige Woche hatte der deutsche Aktienmarkt wegen einer Serie von Gewinnwarnungen den USA hinterher gehinkt. Am Montagmorgen kletterte der Leitindex in Frankfurt zunächst bis auf 12.400 Zähler. Nur um dann die Gewinne wieder abzugeben. Die Konjunkturskepsis will eben einfach nicht weichen. Echte News aus Deutschland waren in der Ferienzeit zuletzt Mangelware.

Bleibt eine skurrile Meldung von der Münchener Börse:
Ab heute können Fußballfans die Aktien des Fußballvereins Unterhaching für 8,10 Euro zeichnen.

Merke:
Das Runde muss ins Eckige und die Zeichnungsfrist endet – vorbehaltlich einer vorzeitigen Schließung – am 26.07.2019 um 12:00 Uhr.

 

China überzeugt
Für CFD-Trader rollte der Ball am Montag in Asien. Denn während der japanische Markt wegen eines Feiertages geschlossen blieb, legte China zu. Der CSI-300 stieg um 0,4 Prozent auf 3.824 Zähler. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft ging zwar im zweiten Quartal zurück, es erfüllte aber die Erwartungen von Experten. So legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas binnen Jahresfrist um 6,2 Prozent zu, im ersten Quartal hatte es noch plus 6,4 Prozent betragen.

Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze legten im Juni stark um 6,3 und 9,8 Prozent zu.

Offenbar wirken also die von Peking aufgelegten Konjunkturprogramme.

 


 

Dreifach-Rekord an der Wall Street
In New York konnten bullish orientierte Anleger am Freitag die Korken knallen lassen. Denn die Aussicht auf sinkende Zinsen bei einer gleichzeitig soliden Konjunktur sorgte für Rekorde bei Dow Jones Industrial, S&P 500 und Nasdaq 100. Der Dow kletterte um 0,9 Prozent auf 27.332 Zähler. Auf Wochensicht belief sich das Plus auf 1,5 Prozent, seit dem 01. Januar sind es schon gut 17 Prozent. Der S&P 500 kletterte am Freitag um 0,5 Prozent auf 3.014 Zähler – damit schloss der Sammelindex erstmals über der 3000er Marke. Der Nasdaq 100 stieg um 0,6 Prozent auf 7.943 Stellen.

 

Ölschwemme voraus
Bleibt eine interessante Wortmeldung am Ölmarkt. Die Statistiker der International Energy Agency warnten gerade verklausuliert vor einer Ölschwemme. Demnach verbuchte der Markt im ersten Halbjahr ein Überangebot, was die in Paris ansässige IEA so nicht erwartet hatte. So habe das globale Überangebot in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 0,9 Millionen Barrel pro Tag gelegen, wie Oilprice.com die IEA zitiert. Im zweiten Quartal habe das Plus noch immer bei 0,5 Millionen Fass täglich gelegen, die IEA habe ein Defizit von 0,5 Millionen Barrel erwartet.

Damit füllten sich die in der zweiten Jahreshälfte 2018 aufgebauten Lager noch mehr.

Angesichts der robusten Ölschiefer-Förderung in den USA könnte die Welle 2020 auf den Markt schwappen. CFD-Trader sollten die Entwicklung also im Auge behalten.

 


 

Das bringt der Tag
Der Kalender ist am Montag eher dünn gefüllt. Der wichtigste Termin des Tages ist der für 14.30 Uhr terminierte Empire State Index. Das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York gibt Aufschluss über Details einer möglichen Zinssenkung der Federal Reserve. Wichtig werden dabei die Aussagen des New Yorker Fed-Chefs John Carroll Williams.

Zudem beginnt die US-Berichtssaison zum zweiten Quartal. Den Anfang macht die Citigroup.

 

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