Inflation in Deutschland knackt 10%-Marke
Das ist der höchste Stand seit 1951.
Im August war den Angaben nach eine Rate von 7,9 Prozent erreicht worden.
Die Preise stiegen im September auf breiter Front.
Die Energiepreise lagen um 43,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonates, die Nahrungsmittelpreise zogen um 18,7 Prozent an.
„Hauptursache für die hohe Inflation sind nach wie vor enorme Preiserhöhungen bei den Energieprodukten.
Aber wir beobachten zunehmend auch Preisanstiege bei vielen anderen Gütern, besonders bei den Nahrungsmitteln“, sagte Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes.
Zudem hätten das Auslaufen von 9-Euro-Ticket und Tankrabatt den Preisauftrieb verstärkt.
Beide Maßnahmen endeten im August.
Preisteuerung bremst Sparer aus
Als Folge der stark gestiegenen Preise sparen die Menschen in Deutschland weniger, wie eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank zeigt.
Mehr als jeder Zweite (53,9 Prozent) legt demnach zurzeit weniger Geld auf die hohe Kante oder spart aktuell gar nichts, weil die stark gestiegenen Ausgaben das Haushaltsbudget aufzehren.
Fast ein Viertel der Menschen (24,9 Prozent) hierzulande hätten das Sparen komplett eingestellt.
Die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten ist auch Sorge Nummer eins in der jährlich erhobenen Erhebung „Die Ängste der Deutschen“.
67 Prozent der Befragten haben danach die Sorge, dass alles immer teurer wird.
Auch insgesamt scheinen die Menschen sorgenvoller zu sein als noch vor einem Jahr.
Der Angst-Index – der Durchschnitt aller abgefragten Sorgen – stieg den weiteren Angaben nach um sechs Punkte und erreichte mit 42 Prozent den höchsten Wert seit vier Jahren.
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