Insider: Deutsche Bank entgeht Archegos-Verlust durch Blitzverkauf

Bankenverband: Die Deutsche Bank soll durch den Verkauf von Wertpapieren im Wert von 4 Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro) am Freitag vergangener Woche Verluste aus der Geschäftsbeziehung zum Hedgefonds Archegos Capital Management verhindert haben. Das wurde am 1. April unter Berufung auf Insider von mehreren Medien berichtet.

Der Verkauf erfolgte, nachdem das Family Office von Archegos-Gründer Bill Hwang Nachschussforderungen nicht nachkam. Der Vier-Milliarden-Dollar-Deal der Deutschen Bank bringe das Volumen der bekannten Investments, die im Zuge des Archegos-Kollapses liquidiert wurden, auf fast 30 Milliarden Dollar (25,6 Milliarden Euro), hieß es.

 


 

Neben der Deutschen Bank ist es wohl auch den US-Großbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und Wells Fargo gelungen, Verluste durch Archegos Capital zu verhindern. Das japanische Geldhaus Nomura hatte bereits mitgeteilt, dass es mit Einbußen von bis zu 2 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) rechnet.

Analysten von JPMorgan Chase erwarten, dass der Zusammenbruch des Hedgefonds den Banken Gesamtverluste von bis zu 10 Milliarden Dollar (8,5 Milliarden Euro) einbringen könnte. Insider vermuten, dass auch die Schweizer Großbank Credit Suisse mehrere Milliarden abschreiben muss.

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hatte gestern mitgeteilt, eine vorläufige Untersuchung von Hwangs Trades eingeleitet zu haben. Er hatte sich 2012 wegen Insiderhandels schuldig bekannt und eine Millionenstrafe gezahlt.

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