Kleinen Filialen droht weiter die Schließung

Die Sparkassen wollen zwar auch weiterhin ein flächendeckendes Filialnetz bieten. Geänderte Kundenbedürfnisse hätten jedoch zur Folge, dass kleine Filialen nicht an jedem Standort erhalten werden könnten, betonte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der “Passauer Neue Presse”.

Rein statistisch gesehen besuche jeder Sparkassen-Kunde heute einmal im Jahr seine Filiale, nutze die Angebote im selben Zeitraum aber mehr als 100 Mal über die Sparkassen-App.

Der Präsident des Genossenschaftsverbandes, Ralf W. Barkey, sagte unlängst, er erwarte ebenfalls einen weiteren Rückgang im Filialbereich. “Aber unseren grundsätzlichen Anspruch, in der Fläche vertreten zu sein, erhalten wir aufrecht”, betonte Barkey.

Einer kürzlich veröffentlichten Analyse von KfW Research und der Universität Siegen zufolge wurde seit der Jahrtausendwende in der deutschen Bankenbranche insgesamt ein Viertel aller Zweigstellen geschlossen – im Schnitt 680 pro Jahr.

Alle Kreditinstitutstypen bauten in ähnlichem Umfang Filialen ab. Wesentliche Treiber der Entwicklung seien Kostendruck und Digitalisierung. Behalten die Banken das aktuelle Rückbautempo bei, dürfte 2035 gut die Hälfte der zur Jahrtausendwende existierenden Filialen geschlossen sein, lautet die Prognose der KfW.

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