Kurseinbruch: Wie sollte man darauf reagieren?

quirion: Von Zeit zu Zeit gehen Märkte deutlicher in die Knie. Dann stellen sich Anleger viele Fragen: Wie lange wird die Schwächephase dauern? Wie muss ich jetzt reagieren?

Dazu mehren sich in solchen Zeiten oft die Stimmen, die zur aktiven Auswahl von Aktien raten oder zum Gang an die Seitenlinie. Sie folgen damit einer Logik, die emotional durchaus verständlich ist. Schließlich ist es in kritischen Situationen des Alltags oft besser, schnell zu reagieren als abzuwarten.

„Gerade in hektischen Börsenphasen fühlen sich viele zum Handeln gedrängt“, sagt unser Chefvolkswirt Philipp Dobbert. „Auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben, fällt dann besonders schwer.“

Rational und investiert bleiben

Allerdings zeigen empirische Erhebungen immer wieder: Aktionismus verursacht bei der Geldanlage vor allem Kosten und Renditeeinbußen.

„Wichtig ist, selbst bei stärkeren Kurseinbrüchen oder längeren Phasen mit sinkenden Notierungen die Ruhe zu bewahren“, betont Dobbert. Das gelte unabhängig von der Frage, aus welchem Grund die Kurse fallen.

Ob Finanzkrisen, Pandemien oder kriegerische Auseinandersetzungen: „Bleiben Sie investiert.“

 

 

Die Anlagestrategie von quirion fußt auf der soliden Annahme, dass die Aktienmärkte langfristig steigen. Das hat sich in der Geschichte immer wieder gezeigt.

Fundament dieser Annahme ist die weltwirtschaftliche Entwicklung, die strukturell auf Wachstum ausgelegt ist.

Dabei geht es nicht nur um Quantität: „Wirtschaftswachstum wird zunehmend qualitativ erreicht, zum Beispiel durch die Verbesserung von Produkten.“

Es gehe nicht nur um Warenmengen, sondern vor allem um den wirtschaftlichen Wert.

 

Systematische Strategie statt Glücksspiel

Mit den globalen ETF-Portfolios von quirion nehmen Kunden in voller Breite an den Renditen der Aktienmärkte teil. Das ist das Prinzip.

Eine aktive Auswahl einzelner Titel ist nicht nur wesentlich teurer, sondern immer auch Spekulation: „Anders als bei der Wirtschaft allgemein ist es bei Einzeltiteln keineswegs gesichert, dass sie dauerhaft gefragt sind“, erläutert Ökonom Dobbert. „Auf steigende oder fallende Kurse in einzelnen Aktien zu wetten, ist deshalb ein Glücksspiel.“

Ganz genauso ist das mit dem Versuch, vermeintlich günstige Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu erwischen. Denn diese lassen sich nicht systematisch bestimmen.

Sie zu treffen ist ebenfalls reine Glückssache. „Es gibt zu jedem Zeitpunkt Finanzexperten, die eine Krise voraussehen. Kommt es dazu, scheint das diese Stimmen zu bestätigen“, stellt Dobbert fest. „Aber wenn wir darauf hören würden, könnten wir eigentlich niemals investieren.“

Selbst in den besten Börsenphasen ließen sich Sachverhalte und gesellschaftliche Zusammenhänge ausmachen, die Besorgnis erregen.

Umgekehrt gebe es in Krisen stets stichhaltige Argumente, die für eine Erholung der Kurse sprechen.

Ständig kommt es zu Bewegungen, mit denen niemand zuvor gerechnet hat. Keine lässt sich auf den Tag und die Stunde genau prognostizieren. Das aber wäre nötig, damit es sich lohnt, über ideale Ein- und Ausstiegszeitpunkte nachzudenken.

„Wenn Sie zum Beispiel verkaufen, wenn die Kurse um 15 Prozent gefallen sind, realisieren Sie möglicherweise schon einen Verlust“, gibt Dobbert ein Beispiel. „Doch wann kann man sich sicher sein, dass eine Aufwärtsbewegung wieder nachhaltiger ist? Beobachtungen und Studien bestätigen uns immer wieder, dass Anleger den Wiedereinstieg verpassen – und dann unter dem Strich schlechter dastehen, als wenn sie investiert geblieben wären.“

Wie begrenzt quirion die Risiken?

Die Anlagestrategen bei quirion treffen durchaus Vorkehrungen, um die Risiken von Kursschwankungen zu reduzieren.

„Dabei vertrauen wir auf unser strategisches Risikomanagement, nicht auf taktisches“, unterstreicht Dobbert. „Das bedeutet: Wir fahren bei Kurseinbrüchen weder hektisch Aktienquoten zurück, noch legen wir irgendwelche Kursuntergrenzen fest.“

Das strategische Risikomanagement nutze schwankungsarme Anleihen, um Bewegungen bei den Aktienkursen abzufedern – je nach Risikoprofil des Anlegers.

„Das funktioniert. Das hat sich zum Beispiel auch bewährt, als die Kurse zu Beginn der Coronakrise einbrachen.“

 

 

Das Risikoprofil der Anleger wechselt aber nicht zwangsläufig mit den Schwankungen der Märkte. Wie viel von meinem Geld lege ich wie lange an? Welches Ausmaß von Wertschwankungen ertrage ich für die gewünschte Aussicht auf Rendite?

„Solche Fragen bestimmen die Aktienquote, nicht Prognosen zur weiteren Entwicklung“, konstatiert Dobbert. „Solange sich an den individuellen Antworten auf diese Fragen nichts ändert, sollte die persönliche Strategie beibehalten werden.“

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