Marktkommentar: Nasdaq auf Erholungskurs?

X Trade Broker: US-Präsident Trump sagt das für den 12. Juni geplante Treffen in Singapur mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Un ab. Die offene Feindseligkeit Kims soll Trump dazu bewegt haben, das Treffen abzusagen. Diese Nachricht sorgte gestern für Schlagzeilen und dämpfte die Hoffnung auf einen baldigen Fortschritt beim Atomkonflikt mit Nordkorea. Dass sich die Lage also wieder zuspitzt war auch an den Märkten zu spüren.

Kurz vor der Bekanntmachung durch Trump wurde bereits das im Nordosten gelegene Atomtestgelände Punggye-ri unter den Augen ausgewählter Journalisten zerstört. Auch Südkoreas Präsident Moon Jae äußerte sich zu den neuen Entwicklung und forderte beide Seiten zu einem direkten Dialog auf. Andererseits erklärte sich der US-Präsident gesprächsbereit und sei auch weiter bereit für ein Treffen. Selbstverständlich sollte man meinen, dass er sich über die Wichtigkeit der Denuklearisierung in Nordkorea (nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt) bewusst ist.

Aber wie an so vielen Fronten (Iran-Atomabkommen, Handelskonflikte, etc.) scheint er auch hier die Situation auszureizen. In den nächsten Tagen werden wir sehen, ob es zu einem neuen Annäherungsversuch kommt.

 

Die protektionistische Linie Trumps scheint kein Ende zu nehmen. Nach der neuen Ankündigung möglicherweise Zölle auf Importfahrzeuge zu erheben, gab es nun heftige Kritik. Insbesondere die deutsche Automobilindustrie könnten diese neuen Handelsbeschränkungen schwer treffen. Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Holger Bingemann, sagte: “Es ist mir völlig schleierhaft, wie man darauf kommt, dass die Einfuhr von Autos die nationale Sicherheit gefährden könne”.

Laut einer Schätzung des ifo-Instituts könnten die Einbußen bis zu 5 Mrd. Euro betragen. Ein zunehmender Protektionismus würde einen erheblichen Einfluss auf den weltweiten Handel haben, da vor allem andere Regionen der Welt (auch die EU) nicht auf Gegenmaßnahmen verzichten werden. In Anbetracht der extremen wirtschaftlichen Verflechtungen erscheint die Einstellung „America first“ ein riskantes Unterfangen.

 

 


 

 

Die Wall Street (S&P 500, Dow Jones sowie Nasdaq) geriet nach der Absage des Gipfeltreffens bei der US-Eröffnung stark unter Druck. Am Ende des Handelstages konnten die Verluste aber fast alle wieder ausgeglichen werden. Ob die Erholung nur von kurzer Dauer ist werden wir bald sehen, doch die drei Indizes könnten diesen Kurs vorerst fortsetzen. Beim Technologieindex Nasdaq sieht die technische Perspektive am interessantesten aus, da dieser im frühen Handel um 0,19% stieg und sich damit über dem lokalen Widerstand vom 14. Mai befindet.

 

Beim DE30 fiel die “Aufholjagd” nicht so stark aus, nach einem 3-Wochen-Tief bei 12.797 Punkten ging es dann aber wieder Richtung Norden. Aktuell notiert dieser bei 12.910 Punkten (0,18%). Trotz höherer Eröffnung besteht weiterhin Abwärtspotenzial.

 

  • Der EURUSD setzt seine Abwärtsbewegung weiter fort und testet aktuell die 1,17-Marke.
  • Beim GBPUSD ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten.
  • Der Ölmarkt gerät unter Druck, insbesondere die Ölsorte WTI verbuchte beachtliche Verluste.
  • Auf der anderen Seite kletterte der Goldpreis wieder über die psychologisch wichtige Marke von 1.300 USD (derzeit bei 1.303,72 USD).

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