Marktkommentar: NASDAQ wieder im Bullenmarkt

XTBAn der Wall Street war direkt zur US-Eröffnung am Dienstag eine ordentliche Aufwärtsdynamik zu beobachten, so dass die Gewinne ein weiteres Mal ausgebaut werden konnten. Hervorzuheben ist der technologielastige NASDAQ, der im Vergleich zum S&P 500 und zum Dow Jones von seinem Tiefpunkt Ende 2018 mit einem Anstieg von 20% als erster wieder in den Bullenmarkt eintritt. Zudem wurde die Abwärtstrendstruktur beendet und ein Überwinden des 200er EMA war bereits am Freitag möglich. Der ISM-Index zum nicht-verarbeitenden Gewerbe fiel im Januar stärker als erwartet von 58 auf 56,7 Punkte. Dies ist der zweite Rückgang in Folge, allerdings bleibt der Index auf sehr hohem Niveau.

US-Präsident Donald Trump hielt nach dem historisch langen Government Shutdown von 35 Tagen gestern vor den beiden Kammern des Kongresses seine verspätete Ansprache zur Lage der Union (“State of the Union”). Trump argumentierte, dass er eine “moralische Verpflichtung” habe, die 5,7 Mrd. USD teure Mauer an der mexikanischen Grenze zu bauen, präsentierte allerdings keinen Plan, um das Problem und damit eine weitere Stilllegung der Regierung zu vermeiden.

Der Konflikt um den Haushaltsstreit könnte sich im Hinblick der Wahlen 2020, um keine Stammwähler zu enttäuschen, weiterhin als schwierig erweisen.


 

Der Chef der australischen Zentralbank (RBA), Philip Lowe, folgte am heutigen Morgen aufgrund zunehmender lokaler und globaler Risiken der Fed und nahm eine neutrale Haltung ein. Der Zentralbanker wolle sich angesichts einiger Risikofaktoren eine gewisse Flexibilität beim nächsten Zinsschritt freihalten und verwies insbesondere auf den heimischen Arbeitsmarkt, der seiner Meinung nach das größte Schwankungspotenzial hat.

Ob sich der Arbeitsmarkt gut entwickelt, die Löhne anziehen und infolgedessen der Inflationsdruck steigt (rechtfertigt Zinserhöhung) hängt letztendlich davon ab, ob die nächsten Datenveröffentlichungen negativ überraschen.

Ein Versuch der Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen gegenüber den Technologieriesen Google und Co. sowie der voranschreitenden Agenda Pekings (“Made in China 2025”) ein Zeichen zu setzen, ist die gestern von Peter Altmaier präsentierte “Industriestrategie 2030”. Die Rede ist hier insbesondere von Trends im Bereich Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Internet-Plattformen. “Wer diese Technologien jetzt verpennt, der wird eines Tages die verlängerte Werkbank von anderen sein”, sagte der Wirtschaftsminister.

Vorgeschlagene Maßnahmen – wie ein staatlicher Beteiligungsfonds, ein lockeres Wettbewerbsrecht sowie steuerliche Förderungen für Forschung, um große Konzerne “heranzuzüchten” – stoßen jedoch auf scharfe Kritik und Skepsis. Der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, sagte, dass der Erfolg mittelständischer Unternehmen in Deutschland „eben nicht durch Größe, sondern durch Flexibilität und hohe Spezialisierung Wettbewerbsvorteile” erreicht werden.

 


 

FDP-Wirtschaftspolitiker Michael Theurer sagte “wir brauchen keine konzerngetriebene Günstlingswirtschaft, sondern faire Rahmenbedingungen“. Der DE30 erlebte am Dienstag zur europäischen Eröffnung einen Befreiungsschlag beim Widerstand von 11.200 Punkten und erreichte gegen Spätnachmittag bei 11.383 Punkten sein Tageshoch.

Der Aufwärtstrend hat zwar an Dynamik verloren, notiert im heutigen frühen Handel mit 11.327 Punkten aber weiter auf hohem Niveau.

Wenn die Bullen die korrektive Bewegung bald stoppen können, wäre bei 11.435 Punkten die nächste wichtige Hürde zu finden.

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