Marktkommentar: Wichtige Unterstützungen scheinen vorerst zu halten

XTB: Die Angst um eine weitere Intensivierung des Handelsstreits zwischen den USA und China überwog auch am Donnerstag an der Wall Street und resultierte in einer deutlichen Risikoaversion. Der S&P 500 und der Dow Jones verloren etwas mehr als 1% an Wert, während der technologielastige NASDAQ mit einem Rückgang von 1,6% auf 7.628 Punkte erneut am schlechtesten performte.

„Der Handelskrieg nimmt neue Dimensionen an” sagte Komal Sri-Kumar, Gründer und Präsident von Sri-Kumar Global Strategies. Masanari Takada, Cross-Asset-Stratege bei Nomura Securities in Tokio, sagte aber, dass der Handelskonflikt “die Stimmung der globalen Anleger noch nicht vollständig verändert hat, sodass es keinen Panikverkauf gibt.”

Beim marktbreiten S&P 500 beschleunigte sich die seit Dienstagabend anhaltende Abwärtsbewegung und erreichte gestern bei 2.805 Punkten den tiefsten Stand seit Mittwoch vergangener Woche. Die entscheidende Unterstützungszone von 2.800 bis 2.820 Punkten bot dem US-Aktienindex erneut Halt, wie bereits Ende März und jüngst Mitte Mai. Am Abend war außerdem eine leichte Erholung zu erkennen und nach der Aufwärtstendenz während der heutigen Asien-Sitzung notieren die Futures wieder bei 2.828 Punkten. Sollte sich das angeschlagene Stimmungsbild nicht nachhaltig verbessern, könnte mit weiteren Tests der genannten Unterstützung gerechnet werden.

Hauptaufgabe für die Bullen zum Ende der Woche wird daher die Verteidigung sein.

 


 

Die Sorgen um das globale Wachstum wurde gestern durch die enttäuschenden EMIs aus den USA verstärkt, da diese beunruhigende Rückgänge aufwiesen und daher die Prognosen bei weitem verfehlten. Der Herstellungsindex fiel von 52,6 auf 50,6 Punkte (Erwartung: 52,3 Punkte) auf den tiefsten Stand seit 2009, während der Dienstleistungsindex von 53 auf 50,9 Punkte (Erwartung: 53,2 Punkte) auf ein 3-Jahrestief nachgab.

Das Update der weichen Daten zeigt, dass die Aussichten für die USA zwar auf eine Expansion hinweisen, allerdings nicht von den Auswirkungen des Handelsstreits sowie anderer Unsicherheitsfaktoren verschont bleiben. In diesem Kontext wäre im zweiten Quartal mit einer Verlangsamung der Konjunktur zu rechnen.

Während Trump glaubt (oder es zumindest so darstellt), dass die verhängten Strafzölle der US-Wirtschaft gut tun würden, geht aus den Analysen des Internationalen Währungsfonds hervor, dass letztendlich die US-Unternehmen so gut wie alle Kosten der Zölle auf chinesische Waren tragen.

Trumps neue Strategie zielt auf die Kontrolle der Exporte, um China den Zugang zu Schlüsseltechnologien zu verwehren. Laut den jüngsten Enthüllungen könnten nach dem „Huawei-Verbot” fünf chinesische Überwachungsfirmen ebenfalls auf der schwarzen Liste landen.

 


 

Sichere Anlagen profitierten zwar von dem gestrigen Ausverkauf an den Aktienmärkten, der ganz große Durchbruch blieb jedoch aus. Der Goldpreis konnte die vor genau einer Woche unterschrittene Unterstützung bei 1.280 USD zurückgewinnen und notiert im heutigen frühen Handel leicht oberhalb der 1.283 USD. Erwähnenswert ist, dass die TNOTE heute auf 125,30 steigt – der höchste Stand seit Anfang November 2017. Dies könnte eine Aufwertung des Edelmetalls stützen, während ein starker USD das Aufwärtspotenzial begrenzen könnte.

Der japanische Yen wertete gegenüber dem USD auf, wobei der USDJPY klar unter der wichtigen Unterstützungszone um die 110er-Marke schloss. Am heutigen Freitag setzt das Paar seine Abwärtsbewegung fort und notiert heute früh bei 109,47.

Der DE30 verlor am Donnerstag knapp 170 Punkte an Wert und notiert weiterhin an der kritischen Unterseite des bullischen Trendkanals der Rallye von 2019. Es sieht so aus, als könnten die Bullen vorerst Schlimmeres verhindern, da der deutsche Leitindex um 10:30 Uhr wieder oberhalb der psychologisch wichtigen 12.000 Punkte-Marke notiert.

Das Stimmungsbild bleibt jedoch sehr fragil, daher sollten Erholungen kritisch gesehen werden. Das Verhalten an der genannten Unterseite bleibt für den deutschen Aktienmarkt entscheidend.

 

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