Marktlage: Alle Augen sind auf Draghi gerichtet

XTB: USA: Da musste man gestern wirklich kein Prophet sein, um neue Rekordnotierungen bei Dow Jones und Standard & Poor 500 vorherzusagen. Die Vorzeichen hierfür standen einfach zu gut. Die europäischen Börsen hatten Steilvorlagen gegeben und der Software-Riese Microsoft stand mit überzeugenden Quartalszahlen in nichts nach. Mit dem großen Umbau hin zu Cloud-Diensten hat man wohl auch aus Sicht der Anleger den richtigen Weg eingeschlagen, die in ihrer Euphorie über die "besser als erwartet-Ergebnisse" sogar den ersten Umsatzrückgang innerhalb eines Geschäftsjahres seit sieben Jahren ignorierten.


Das deutliche Plus von 5,3% der Microsoft-Aktie trug denn auch maßgeblich dazu bei, dass der US-Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,19% erstmals in seiner 120-jährigen Geschichte über der Marke von 18.600 Punkten eine Sitzung beendete. Mit einem Aufschlag von sogar 0,43% erreichte auch der marktbreite S&P-500-Index im Schlusskurs absolutes Neuland bei 2.173,02 Punkten. Dass die Rekordjagd heute weitergeht, daran zweifelt praktisch niemand. Für die notwendigen Impulse könnten wieder Quartals- beziehungsweise Halbjahres-Ergebnisse von beispielsweise AT&T, General Motors oder Visa oder neue Arbeitsmarktzahlen sorgen, die heute veröffentlicht werden. Bei relativ geringen Umsätzen, wie zuletzt, genügt oft schon eine gute Nachricht, um den Kurs weiter anzutreiben.

Asien: Inspiriert von Dow Jones und S&P 500 sowie unterstützt von einem schwächeren Yen, beendeten die ostasiatischen Märkte ihren Handelstag. Auch die Hoffnung auf eine konzertierte Aktion sämtlicher Notenbanken – von Japan bis Europa – gegen die Folgen des Brexit-Votums, trieb vor allem die Indizes in Tokio und Hongkong an. So schloss der Nikkei mit einem Aufschlag von 0,5% bei 16.756 Punkten, während der HSI-Composite um um 0,7% auf nunmehr 3.049 Zähler zulegen konnte. Das ist mittlerweile die sechste Kurssteigerung innerhalb der letzten sieben Börsensitzungen. Besonders gefragt waren Werte mit einem Bezug zu Stahl, weil sich in diesem Markt eine Art Euphorie breitmacht – aufgrund der gestiegenen Ertragskraft einiger Stahlwalzwerke.

Europa: Hätte jemand zu Wochenbeginn dem DAX eine Kursrallye von 149 Punkten vor der heutigen EZB-Sitzung vorhergesagt, er wäre bestenfalls als Märchenonkel abgestempelt worden. Weil aber SAP und Volkswagen gestern unerwartet erfreuliche Zahlen vorlegten, konnte der deutsche Leitindex mit einem Plus von knapp 1,50% Prozent den agilen Handelstag auf einem Niveau von glatt 10.131 Punkten beschließen. Diesen Schwung mag der Markt bis zur Rede von Mario Draghi durchaus mitnehmen können. Ebenso denkbar ist allerdings auch, dass Gewinnmitnahmen die Kurse belasten, bis sich der EZB-Chef erstmals nach dem Brexit-Votum konkret zur weiteren Geldpolitik seines Instituts in der Eurozone äußert.

 

Allgemein wird mit nicht mit der Verkündung anderer konkreter Maßnahmen als bisher gerechnet. Und so könnte Daimler letztlich das Zünglein an der Waage für den heutigen Handelstag spielen. Denn im Laufe des Tages präsentiert der Automobil-Gigant seine endgültigen Zahlen für das zweite Quartal. Hier wird sich zeigen, in wie weit die vorab bekannt gewordene Prognose die tatsächliche Ergebnisqualität widerspiegelt. Und die hat so manchen Experten bereits überrascht. Einfluss auf die aktuelle Kursentwicklung im DAX könnten auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA haben, die nachmittags zur Veröffentlichung anstehen – es wäre nicht das erste Mal, dass weniger erfreuliche Daten den Leitindex hierzulande ins Straucheln bringen oder gute Zahlen dem Markt weiteren Auftrieb geben.

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