MorphoSys: Konzernergebnis nahezu verdoppelt

  • Konzernumsatz 2015 in Höhe von 106,2 Mio. Euro (2014: 64,0 Mio. Euro) und EBIT in Höhe von 17,2 Mio. Euro (2014: -5,9 Mio. Euro) übertreffen letzte Finanzprognosen.
  • Umsatz und EBIT 2015 waren erheblich von Einmaleffekt aus der Beendigung der Kooperation mit Celgene beeinflusst.
  • Ende 2015 starke Liquiditätsposition in Höhe von 298,4 Mio. Euro (Ende 2014: 352,8 Mio. Euro).
  • Produkt-Pipeline 2015 auf insgesamt 103 therapeutische Programme (89 bei Partnern, 14 firmeneigene) ausgebaut, von 94 Programmen Ende 2014 (84 bei Partnern, 10 firmeneigene).
  • Ermutigende klinische Phase 2-Daten der wichtigsten Krebsprogramme MOR208 und MOR202


MorphoSys
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Dr. Simon Moroney, Vorstandsvorsitzender der MorphoSys AG, erklärte: “Dank der Fortschritte im letzten Jahr hat MorphoSys nun eine breitere und ausgereiftere Produktpipeline als jemals zuvor. Die ersten therapeutischen Antikörper stehen vor der Marktzulassung und rücken produktbezogene Umsätze in greifbare Nähe. Wir erwarten, dass diese in den kommenden Jahren signifikant steigen werden. Unser firmeneigenes Entwicklungsportfolio hat sich ebenfalls sehr positiv entwickelt, und die zwei am weitesten fortgeschrittenen Programme nähern sich der entscheidenden Phase der klinischen Entwicklung. Wir sehen in unserer Pipeline viele Programme, die das Potenzial haben, neue Maßstäbe bei der Behandlung der adressierten Krankheiten zu setzen – zum Nutzen aller unserer Stakeholder und insbesondere zum Nutzen der betroffenen Patienten.”

“MorphoSys hat eines der breitesten Entwicklungsportfolios der Biotech-Branche. Zusätzlich erlauben uns die finanziellen Mittel in Höhe von knapp 300 Mio. Euro zum Ende 2015, aus einer Position der Stärke heraus zu agieren. Unser solides finanzielles Polster ermöglicht es uns, die F&E-Ausgaben zu erhöhen, um den Wert der Firma weiter zu steigern – jedoch ohne die umsichtige und effiziente Nutzung der Ressourcen aus den Augen zu verlieren,” kommentierte Jens Holstein, Finanzvorstand der MorphoSys AG.


Beurteilung der Finanzsituation für das Geschäftsjahr 2015 (IFRS)

Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2015 um 66 % auf 106,2 Mio. Euro (2014: 64,0 Mio. Euro). Der Anstieg ergab sich hauptsächlich aus positiven Effekten in Höhe von rund 59 Mio. Euro im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung der Zusammenarbeit mit Celgene und der daraus resultierenden Realisierung von bislang abgegrenzten Umsatzerlösen sowie einer erhaltenen Einmalzahlung. Das Segment Proprietary Development verzeichnete 2015 Umsätze in Höhe von 59,9 Mio. Euro (2014: 15,0 Mio. Euro), die aus den Einmaleffekten im Zuge des oben genannten Ereignisses resultierten. Der Umsatz des Segments Partnered Discovery in Höhe von 46,3 Mio. Euro enthielt 2015 finanzierte Forschungsleistungen und Lizenzeinnahmen in Höhe von 42,3 Mio. Euro (2014: 43,6 Mio. Euro) sowie 4,0 Mio. Euro erfolgsabhängige Zahlungen (2014: 5,4 Mio. Euro).

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen 2015 um 34 % auf 93,7 Mio. Euro (2014: 70,1 Mio. Euro). Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um 22,7 Mio. Euro auf 78,7 Mio. Euro (2014: 56,0 Mio. Euro) und enthielten hauptsächlich höhere Kosten für externe Labordienstleistungen und Personal. Davon entfielen auf die firmeneigene Forschung und Entwicklung 56,6 Mio. Euro (2014: 36,4 Mio. Euro). Aufwendungen für Allgemeines und Verwaltung beliefen sich auf 15,1 Mio. Euro (2014: 14,1 Mio. Euro). Personalkosten aus aktienbasierten Vergütungen sind in den Aufwendungen für Allgemeines und Verwaltung sowie in den F&E-Aufwendungen enthalten. 2015 betrugen diese Ausgaben 3,6 Mio. Euro (2014: 4,0 Mio. Euro). Sonstige Erträge und Aufwendungen betrugen 4,7 Mio. Euro (2014: Aufwendungen von 0,2 Mio. Euro).


Ergebnis wieder im grünen Bereich

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 17,2 Mio. Euro (2014: -5,9 Mio. Euro). Der Anstieg ist auf Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Beendigung der MOR202-Kooperation mit Celgene im ersten Quartal 2015 zurückzuführen. Das EBIT des Segments Proprietary Development betrug 10,7 Mio. Euro (2014: -18,4 Mio. Euro); das Segment Partnered Discovery erzielte ein EBIT von 20,4 Mio. Euro (2014: 25,9 Mio. Euro).

Im Jahr 2015 betrugen die Finanzerträge 3,4 Mio. Euro (2014: 1,6 Mio. Euro). Das Unternehmen berichtete Aufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von 5,7 Mio. Euro (2014: Steuerertrag in Höhe von 1,3 Mio. Euro). Aufgrund realisierter positiver Einmaleffekte im Geschäftsjahr 2015 generierte MorphoSys einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von 14,9 Mio. Euro, verglichen mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -3,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie betrug damit 0,57 Euro (2014: -0,12 Euro).

Am 31. Dezember 2015 verfügte das Unternehmen über finanzielle Mittel in Höhe von 298,4 Mio. Euro, verglichen mit 352,8 Mio. Euro am 31. Dezember 2014. Diese finanzielle Mittel werden in den folgenden Bilanzpositionen ausgewiesen: Liquide Mittel; Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar; Anleihen, zur Veräußerung verfügbar; Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen; sowie Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen, ohne kurzfristigen Anteil.

Der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit belief sich 2015 auf 23,5 Mio. Euro (2014: Mittelabfluss von 14,2 Mio. Euro). Die Anzahl der ausgegebenen Aktien stieg durch Optionsausübungen von 80.848 Wandelschuldverschreibungen auf 26.537.682 zum 31. Dezember 2015 (31. Dezember 2014: 26.456.834 ausgegebene Aktien).


Finanzergebnisse für das vierte Quartal 2015 (IFRS)

Im vierten Quartal 2015 erzielte das Unternehmen Umsätze in Höhe von 12,3 Mio. Euro, verglichen mit 17,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im vierten Quartal 2015 auf 30,1 Mio. Euro, verglichen mit 19,0 Mio. Euro im vierten Quartal 2014. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen resultierte hauptsächlich aus höheren Kosten für externe Dienstleistungen. Das EBIT belief sich auf -17,5 Mio. Euro (Q4 2014: -2,2 Mio. Euro). Der Konzernverlust im vierten Quartal 2015 betrug -13,3 Mio. Euro verglichen mit einem Konzernverlust von -1,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal.


Prognose für 2016

MorphoSys wird – einhergehend mit der Absicht, die firmeneigene Pipeline voranzubringen und zu erweitern – seine Ausgaben für die firmeneigene Medikamentenentwicklung im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Großteil dieser Ausgaben wird in die klinische Entwicklung der am weitesten fortgeschrittenen Medikamentenkandidaten des Unternehmens fließen.

MorphoSys erwartet für 2016 Umsätze für den Konzern von 47 bis 52 Mio. Euro. Für die F&E-Aufwendungen der firmeneigenen Programme wird eine Erhöhung auf 76 bis 83 Mio. Euro erwartet. Das Unternehmen rechnet mit einem EBIT von -58 bis -68 Mio. Euro. Diese Prognose

beinhaltet keine potenzielle Einlizenzierung oder Co-Entwicklung weiterer Entwicklungskandidaten.


Hinweis der Redaktion:

MorphoSys Insidertrades

 

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