Neue Geldgeschenke aus Japan – Yen fällt, Aktienmärkte applaudieren

FXCM: Neue Geldgeschenke aus Japan – Yen fällt, Aktienmärkte applaudieren
 
Wer gestern noch über die Trendwende am Deutschen Aktienmarkt und die in Richtung Allzeithoch strebenden US-Börsen die Stirn runzelte, bekam heute morgen die Bestätigung. Die Wünsche und Hoffnungen vieler Anleger wurden erfüllt, nach dem Ende der Anleiheaufkäufe der US-Notenbank tritt nun eine andere Notenbank geldpolitisch aufs Gaspedal. Die Bank of Japan öffnet die Geldschleusen weiter, der DAX eröffnete fast 150 Punkte oberhalb der Hochs von gestern um 9.300 Punkte.
 

Der US-Dollar stieg auf ein Mehrjahreshoch gegen den japanischen Yen. –> Währungskurs berechnen lassen Die gegensätzliche Richtung, welche die Notenbanken Bank of Japan und Fed eingeschlagen haben, wurde heute früh noch einmal untermauert. Der Schritt stellt eine Reaktion auf die konjunkturelle Belastung der höheren Mehrwertsteuer dar und überraschte die meisten Marktteilnehmer. Der Nikkei zog kräftig an, der Yen verlor den Boden unter den Füßen.
 

Auch der DAX startete den heutigen Handel dementsprechend mit einem dicken Plus, gab allerdings dann wieder sehr schnell 100 Punkte ab. Es zeigt sich jetzt, dass das Allheilmittel „mehr Stimulus“ der Notenbanken mehr und mehr skeptisch beäugt wird. Die Investoren hinterfragen, wo diese Geldschwemmen ohne realwirtschaftliches Wachstum hinführen sollen. Vielleicht war dieser Schritt der japanischen Notenbank auch der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und die Euphorie steigender Aktienkurse könnte schnell in Lethargie umschlagen. Ein sehr schwacher Start in den November in der kommenden Woche wäre die Folge.

 

 

Von Jens Klatt

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