OPEC-Streit und Covid-19 Deltavariante lassen tiefere Ölpreise erwarten.

TickmillDer Ölpreis hat in diesem Jahr eine einzigartige Rally an den Tag gelegt. Doch nun droht dem Aufschwung der Weltwirtschaft durch die Ausbreitung der Deltavariante des Covid-19 Virus ein erneuter Dämpfert. Das wirkt sich auch auf den Ölpreis aus.

Die OPEC ist uneins, wie mit dem Sachverhalt umgegangen werden soll. Das erzeugt ein Spannungsumfeld mit guten Chancen für aktive Trader.

 

Fundamental gibt es Spannungen

Er rumort kräftig in der Gerüchteküche beim Öl. Das vergangene OPEC Treffen wurde ergebnislos beendet. Die Diskussion über eine Erhöhung der Fördermenge war für eine Einigung ein gänzlich schlechter Zeitpunkt.

Doch ein Ergebnis wäre für den Markt ein wichtiges Zeichen gewesen. Wann das Thema wieder auf den Tisch kommt, ist offen.

Doch der Grund der Uneinigkeit ist nachvollziehbar. Ein zu hoher und zu schnell ansteigender Ölpreis könnte für das weltweite Wirtschaftswachstum ein Hindernis darstellen.

Von einem langfristig stabilen Wachstum würden auch die ölproduzierenden Länder profitieren, wenn die Ausweitung der Fördermenge mit ruhiger Hand vonstattengeht.

 


 

Allerdings gibt es auch Gründe, die für eine Beibehaltung der aktuellen Menge spricht. Denn der Plan zur Schätzung bezüglich der Ölnachfrage im Zuge des Konjunkturaufschwungs gerät etwas ins Wanken.

Es ist wieder einmal das Thema Covid-19, das für Unbehagen sorgt. Die Ausbreitung der Delta-Variante bereitet der Wirtschaft Sorge. Mögliche Einschränkungen bewirken mit Sicherheit eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und somit eine Reduzierung der benötigten Ölmenge.

Dieses Argument darf und wird bei den Verhandlungen über die tägliche Ölförderquote sehr wahrscheinlich eine tragende Rolle spielen.

 

Fallende Wochentiefs sind kein gutes Zeichen

 

Der Wochenchart verdeutlicht die angespannte Lage. Vor zwei Handelswochen hat der Preis für ein Fass der Sorte WTI (CL-Future Light Sweet Crude Oil) den Wiederstand um das Zwischenhoch bei 77,30 USD getestet.

Daraufhin fanden sich keine Käufer mehr und es hat sich eine sogenannte „Bearish Envelop Candle“ gebildet.

In der vergangenen Woche wurde deren Tief leicht unterschritten, was aus charttechnischer Sicht zu einer Bestätigung des Short Signals geführt hat.

Noch ist der Abgabedruck nicht von hohem Ausmaß begleitet, doch das Potential für eine Ausweitung der korrektiven Phase bemisst sich mit Blick auf den laufenden Aufwärtstrend über den Kaufbereich bei 66,00 USD bis hin zum korrektiven Trendtief bei 57,50 USD.

 

Abwärtstrend im Tageschart spricht für sich

Bei näherer Betrachtung des Geschehens im Wochenchart durch den Verlauf des Tagescharts macht die prekäre Situation ersichtlich. Zwischenzeitlich haben fallende Hochs und fallende Tiefs zur Entstehung eines Abwärtstrends gesorgt.

Der Kursrutsch unter das Zwischentief bei 70,76 USD gab den Ausschlag für die Trendbildung. Die Doji-Kerze vom Freitag gibt etwas Hoffnung für eine Gegenreaktion mit Kurszuwächsen Richtung 76,00 USD.

Bleibt der Anstieg aus, findet der Abwärtstrend in seinem Verlauf zunächst am kleinen Verlaufstief bei 69,77 USD sowie dem tieferliegenden Kauflevel um 67,00 USD zwei planbare Zielbereiche.

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