Profi-Börsentrend: Verhaltener Optimismus nach dem Brexit

  • Verhaltener Optimismus der Finanzprofis nach dem Brexit
  • 93 Prozent der Vermögensverwalter erwarten für August stabile oder sogar steigende Aktienkurse

 

DAB Bank: Nach großen Schwankungen in Reaktion auf die BREXIT-Entscheidung haben sich die Aktienkurse in den vergangenen Wochen wieder stabilisiert. Die unabhängigen Vermögensverwalter, welche die DAB Bank monatlich nach ihren Einschätzungen zu den Aktienmärkten befragt, zeigen sich für den August verhalten optimistisch. 29 Prozent der Befragten sehen für den kommenden Monat steigende Kurse voraus, während 64 Prozent von einer stabilen, gleich bleibenden Entwicklung und nur 7 Prozent von fallenden Märkten ausgehen. Die überwiegende Mehrheit – 86 Prozent – hält deutsche Aktien derzeit für fair bewertet. Für 14 Prozent sind sie unter- und für niemanden der Befragten überbewertet. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse steigt der Indexwert des Profi-Börsentrends gegenüber der letzten Befragung leicht von 14,3 auf 18,0 Punkte an.

 

Korrekturreif?

Andreas Teichmann, Geschäftsführer der Plückthun Asset Management GmbH aus München sieht für die kommenden Wochen Chancen, aber auch Risiken an den Märkten: „Nach einem auch aufgrund des BREXIT-Referendums sehr volatilen Juni erholten sich die Kurse im Juli und konnten in vielen Bereichen die Verluste von Anfang des Jahres hinter sich lassen. Jetzt gilt es, sich wieder auf die fundamentale Entwicklung zu konzentrieren. Die Höchststände im Aktienmarkt der USA werden nicht durch steigende Unternehmensgewinne, sondern vor allem aufgrund von Aktienrückkäufen der Unternehmen und das weiter extrem niedrige Zinsniveau erreicht. Sollte eine der beiden Unterstützungen wegfallen, sind die Märkte bei den mittlerweile hohen Bewertungen anfällig für eine Korrektur.

 

Brexit könnte Spuren hinterlassen

In Europa wird man genau die wirtschaftlichen Auswirkungen der BREXIT-Entscheidung auf Unternehmensinvestitionen analysieren. Bremsspuren im Wirtschaftswachstum können schnell sichtbar werden. China ist etwas aus dem Fokus gerückt, bleibt aber aufgrund der Intransparenz weiterhin für Überraschungen gut. Insgesamt erwarten wir weiterhin in den Industrieländern eine leicht positive Wirtschaftsentwicklung. Die Schwellenländer vor allem in Asien könnten für positive Überraschungen sorgen. Sollte die Konjunktur zu stottern anfangen, dann sind mittlerweile fiskalische Unterstützungen wieder denkbar, die in den letzten Jahren eher verpönt waren.“

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