Rettet das Schweizer Gold!

ActivTrades: Am 30. November wird in der Schweiz eine Volksabstimmung mit dem Ziel stattfinden, dem gesamten Finanzsystem höhere Bedeutung beizumessen. Die Schweizer Bürger werden in Bezug auf die Volksinitiative: „Rettet das Schweizer Gold – (Gold – Initiative) abstimmen, die von einigen Mitgliedern der rechten konservativen/volkspolitischen Partei „Schweizer Volkspartei“ ins Leben gerufen und in drei Punkten zum Ausdruck gebracht wurde.
 

Im Fall eines Sieges der Ja-Stimmen würde vor allem der Nationalbank ein Verbot jeglichen Goldverkaufes auferlegt, wogegen sämtliche Staatsreserven innerhalb von zwei Jahren auf Schweizer Staatsgebiet zurückgeführt werden müssten. Die Märkte aufzuschrecken wäre der dritte Punkt, der wörtlich zitiert Folgendes wiedergibt: Die Schweizer Nationalbank muss einen beträchtlichen Teil des eigenen Aktiva an Gold halten. Dieser Teil darf 20 % nicht unterschreiten.“

Was heißt das?
Dies bedeutet, dass sich die Schweizer Nationalbank für den Fall, dass es bei der Volksabstimmung zu einer Zustimmung kommt, auf den Markt begeben müsste und eine Menge an Gold von mehr als 1.600 Tonnen ankaufen müsste. Derzeit belaufen sich die Schweizer Goldreserven auf 1.040,1 Tonnen und stellen einen Prozentsatz dar, der zwischen 7,5 und 8 % der gesamten Reserven des Landes auf der Grundlage der Fluktuationen der Goldnotierungen schwankt.
 

Würde man den Teil auf 20 % erhöhen, würde dies durch den Ankauf von 1.600 Tonnen eine Verdreifachung bis zum Erreichen einer Quote von 2.650 – 2.700 Tonnen bedeuten und all dies innerhalb von fünf Jahren, denn dies ist die vom Referendum vorgesehene Frist. In an-deren Worten heißt dies, ungefähr eine Tonne pro Tag in den nächsten fünf Jahren zu kaufen. Betrachtet man den Preis mit ca. 30 Millionen Euro pro Tonne, dann belaufen sich die Gesamtkosten dieser Operation auf annähernd 50 Milliarden Euro, was 60 Milliarden Schweizer Franken entspricht. Eine gewaltige Summe, vor allem für ein Land, wie der Schweiz, mit einem BIP von etwas mehr als 500 Milliarden Euro jährlich. Ein schmerzhafter Ankauf im Besonderen, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass die Schweiz in den ersten Jahren des Millenniums einen Teil der in ihrem Besitz befindlichen Reserven zu einem Preis zwischen 300 und 600 Dollar pro Unze verkauft und dieselben so-mit auf den Tiefstand von 1948 gebracht hat.


Berücksichtigt man zudem, dass die weltweite jährliche Produktion ungefähr 3.000 Tonnen beträgt, dann könnte die Auswirkung auf den Goldmarkt beträchtlich sein. Die Konsequenzen eines eventuellen Erfolges der Volksabstimmung (bei dem kein Quorum vorgesehen ist), könnten auch Auswirkungen auf den Währungsmarkt haben. Tatsächlich ist zu erwarten, dass die Schweiz die Goldkäufe sowie sämtliche Wirtschaftsgüter in Dollar bezahlen muss, die mit einem Preis in der grünen Geldwährung versehen sind. Als Opfer könnte ein Teil der Euro – Reserven dienen.
 

Könnte es die Zentralbank trotzdem schaffen, die Schweizer Devisen gegen eine wahrscheinliche Stärkung zu verteidigen, indem der derzeitige feststehende Wechsel zwischen Euro und Franken bei 1,20 beibehalten wird? Dies würde auch Maßnahmen einer Währungsverlangsamung (Druck von Franken) erfordern oder der Goldankauf würde darin enden, die Stärke der Zentralbank zu schädigen, indem die Handlungsfähigkeit eingeschränkt wird. Genau Letztgenannte ist die These, die von der Schweizer Bank eingegangen wird, dass sie angesichts dieses Themas beschlossen hat, mit den Traditionen zu brechen und ins Rennen zu gehen, indem sie den Bürgern die konkreten Risiken im Fall einer Zustimmung erklärt.
 

Die Märkte haben einen Erfolg der Volksabstimmung mit Goldnotierungen, die jüngst die Mindestwerte von 2010 wieder erreicht haben und unter einen Betrag von 1.200 Dollar pro Unze gefallen sind, als wenig wahrscheinlich bewertet. Die Marktforscher sprechen jedoch von einem noch unsicheren Szenario, vielleicht weil der Wechselkurs Euro/Franken schon gefährlich in den Bereich von 1,20 zurückgekommen ist.
 

In den nächsten Wochen ist die klassische Abfolge der politischen Diskussionen zu erwarten, die zu Patriotismus auffordern und natürlich auch auf die Sondierungen: Es handelt sich fast schon um ein Déjà Vu – Erlebnis dessen, was Schottland vor zwei Monaten erlebt hat. Nun wird am 30. November den Schweizer Bürgern das Wort erteilt, die aufgefordert sind für etwas abzustimmen, was über die gesetzten Grenzen der Schweizer Kantone hinausgeht.

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