Robo-Advisors: Was steckt dahinter?

Credit Europe Bank: Bei Robo-Advisors handelt es sich um Computerprogramme, die ähnliche Aufgaben erledigen wie ein klassischer Bankberater: Sie helfen bei der Planung und Anlage des Ersparten.

Dazu klassifizieren die Programme die Sparer in Risikogruppen, geben Anlageempfehlungen und setzen diese auf Wunsch in die Praxis um.

Zielgruppe sind Privatanleger, die ohne viel Aufwand Vermögen aufbauen wollen.

So funktioniert ein Robo-Advisor

Zunächst erfasst die Software Parameter wie den eigenen Anlagewunsch, die vorhandenen Wertpapierkenntnisse, das gewünschte Renditeziel und die persönliche Risikobereitschaft. Aus den Daten erstellt der Robo-Advisor ein Anlegerprofil und schlägt eine Strategie vor, wie das Anlageziel am besten erreicht werden kann.

Je nach Risikobereitschaft und Sparhorizont des Anlegers variiert innerhalb der vorgeschlagenen Strategien der Aktienanteil. Defensive, sicherheitsorientierte Anlagemodelle beinhalten nur einen geringen Aktienanteil. Ausgewogene Strategien investieren bis zur Hälfte in Aktien; bei offensiven, renditeorientierten Strategien können bis zu 100 Prozent in Aktien angelegt werden.

 


 

Wichtig: Je größer der Aktienanteil an der gewählten Strategie, desto schwankungsintensiver, aber auch chancenreicher ist die Geldanlage. Um Börsenschwankungen auszugleichen und am Ende erfolgreich zu sein, sollte das angelegte Vermögen stets für die empfohlene Anlagedauer investiert sein.

Entscheidet sich der Anleger für eine vorgeschlagene Strategie, wird ein Depot beim Anbieter eröffnet und mit dem eingezahlten Geld ein entsprechendes Wertpapierportfolio zusammengestellt.

Das Portfolio setzt sich in der Regel aus ETFs und klassischen Investmentfonds zusammen. In seltenen Fällen kommen auch Einzelaktien oder andere Wertpapiere zum Einsatz.

Damit die gewählte Strategie gewahrt und die Renditeerwartung auf Kurs bleibt, schichten Robo-Advisors bei Bedarf eigenständig Wertpapiere um. Dies geschieht anhand der vorgegebenen Algorithmen, in seltenen Fällen greifen zusätzlich Spezialisten ein.

Vorteile von Robo-Advisors

Die digitale Vermögensverwaltung ist sowohl für Sparer mit geringerem Vermögen als auch für vermögende Bankkunden geeignet. Die Vermögensverwaltung startet häufig schon ab Beträgen von wenigen 1.000 Euro, für den regelmäßigen Kapitalaufbau stehen Sparpläne ab 25 Euro bereit.

Das Sparen mit einem Robo-Advisor ist genauso flexibel wie das Sparen mit Investmentfonds: Es existieren weder feste Vertragslaufzeiten noch Kündigungsfristen. Anleger können jederzeit ganz oder teilweise über ihr Geld verfügen. Auch Einzahlungen sind ohne Einschränkung möglich.

Der Einsatz passiv gesteuerter Indexfonds (ETFs) sowie die computergesteuerte Beratungssoftware ermöglichen Kostenvorteile gegenüber der persönlichen Beratung in der Bankfiliale. Bereits minimale Kostenunterschiede können langfristig den Erfolg der Anlage begünstigen.

Die Einlagen werden wie bei klassischen Investmentfonds als Sondervermögen geführt. Das bedeutet, im Insolvenzfall des Anbieters geht der Wert der Anteile nicht verloren, sondern das Vermögen bleibt vollständig für den Anleger gesichert.

 


 

Nachteile von Robo-Advisors

Die Anlageroboter sind nicht für jeden Anleger die beste Wahl. Sparer ohne Börsenkenntnisse bzw. mit hoher Risikoaversion tun sich häufig schwer, ihr Vermögen einer standardisierten, unpersönlichen Software anzuvertrauen, die man bei Bedarf nicht persönlich erreichen kann.

Auch für Anleger, die nicht auf Investments in einzelne Wertpapiere verzichten möchten, sind die Anlageroboter nicht ideal. Denn Robo-Advisors ermöglichen nur standardisierte Anlagemodelle. Ausgefeilte, individuelle Strategien sind nicht möglich.

Wer dies favorisiert, muss sich entweder selbst informieren und aktiv werden oder die Beratung und Unterstützung durch Wertpapierspezialisten wählen.

 

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