Rohrbruch und Wasserschaden: Hier bezahlen Sie am wenigsten

  • Im Westen Deutschlands mehr und teurere Leitungswasserschäden als im Osten
  • Städtevergleich: „Kölnisch Wasser“ kommt oft durch die Wand
  • Rohrbrüche in Stuttgart selten, dafür aber besonders teuer


Generali
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Im Saarland wird es oft nass in Haus und Wohnung: Jeder Fünfte kämpft dort innerhalb von zehn Jahren mit einem Wasserschaden. Auf Platz zwei im Bundesländervergleich befindet sich Nordrhein-Westfalen (17,4%), gefolgt von Rheinland-Pfalz (15,7%). Das ist das Ergebnis des Generali-Risikoatlas „Haus und Wohnen“, für den der zweitgrößte Erstversicherer in Deutschland erstmalig 300.000 Schadenmeldungen im Bereich Wohngebäude- und Hausrat-Versicherung ausgewertet hat.

„Ein Wasserrohrbruch kann erhebliche Schäden verursachen und langwierige Renovierungsarbeiten nach sich ziehen. Bundesweit meldet jeder achte Versicherte (12,5%) innerhalb von zehn Jahren Renovierungsbedarf”, sagt Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Schadenmanagement. Mit Ausnahme von Hamburg ist der Westen Deutschlands insgesamt stärker betroffen als der Osten. In Hamburg (6,3%), Sachsen (6,8%), Berlin (7,5%) und Brandenburg (7,6%) werden die Füße in den eigenen vier Wänden eher selten nass.


Schleswig-Holstein: Teuerste Schäden an der Küste

Wenn es zu Hause heißt „Wohnraum unter“, wird es in Schleswig-Holstein besonders teuer. Mit durchschnittlich 2.334 Euro müssen die Bewohner ohne Versicherungsschutz hier für Renovierungen deutschlandweit am tiefsten in die Tasche greifen. Günstig davon kommen dagegen Sachsen-Anhalt (1.492 Euro), Berlin (1.512 Euro) und Thüringen (1.576 Euro).

Im Bereich der Wohngebäude- und
Hausrat-Versicherung
hat die Generali in Deutschland mehr als 128.600 Leitungswasserschäden der Jahre 2012 bis 2014 ausgewertet und das Risiko auf zehn Jahre hochgerechnet. Für die entstandenen Schäden erbringt die Generali in Deutschland pro Jahr Leistungen in Höhe von mehr als 85 Millionen Euro.


Kölner müssen am häufigsten zum Aufnehmer greifen

Im Schnitt meldet jeder sechste Kölner (16,4%) innerhalb von zehn Jahren einen Leitungswasserschaden. Damit belegt die Domstadt den Spitzenplatz im Vergleich der 15 größten Städte Deutschlands. Auf Platz zwei und drei folgen Duisburg (15,8%) und Bremen (15%). Auch in Dortmund (12,7%) und Essen (11,5%) müssen Bewohner in ihren vier Wänden häufig gegen Wasser aus defekten Rohren kämpfen. Am entspanntesten ist die „Großwasserlage“ in München und Dresden (jeweils 5,7%), in Stuttgart (5,8%) sowie in Leipzig (6%) und Hamburg (6,3%).


Rohrbruch in Stuttgart zwar selten, aber teuer

In Stuttgart ärgert sich nur jeder siebzehnte Bewohner über ausgetretenes Wasser in seiner Wohnung oder seinem Haus (5,8%), dafür sind die notwendigen Renovierungsarbeiten im Vergleich der 15 größten Städte Deutschlands mit durchschnittlich 2.518 Euro am teuersten. Auch in München (2.420 Euro), Frankfurt am Main (2.230 Euro) und Nürnberg (2.065 Euro) ist ein Leitungswasserschaden im Schnitt besonders teuer. In Dresden (1.453 Euro), Berlin (1.512 Euro) und Leipzig (1.562 Euro) entstehen durchschnittlich die geringsten Kosten.

 

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