Siemens Energy kündigt freiwilliges Kaufangebot für ausstehenden Aktien an Siemens Gamesa an

Siemens Energy: Die Siemens Energy AG („Siemens Energy“) hat am Samstag ein freiwilliges Kaufangebot für alle ausstehenden Aktien an der Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A. („SGRE“), bekannt gegeben, d.h. rund 32,9 Prozent des Grundkapitals der SGRE, die noch nicht von Siemens Energy gehalten werden.

Den Minderheitsaktionären an SGRE wird ein Preis von 18,05 € pro Aktie angeboten. Nach erfolgreichem Vollzug der Transaktion beabsichtigt Siemens Energy, das Unternehmen von den spanischen Wertpapierbörsen zu nehmen (Delisting). Derzeit wird SGRE als Mitglied des spanischen IBEX-35-Index gehandelt.

Windkraft ist ein entscheidender Treiber der weltweiten Energiewende. Damit stellt das Produkt- und Serviceangebot von SGRE einen wesentlichen Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie von Siemens Energy dar.

Allerdings befindet sich SGRE aufgrund operativer Probleme und branchenbedingter Herausforderungen derzeit in einer finanziell schwierigen Lage. Dies hat sich unter anderem in mehreren Gewinnwarnungen niedergeschlagen, was den Handlungsbedarf erhöht hat.

Die Integration wird das Management bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen bei SGRE unterstützen. Notwendige Maßnahmen können dadurch besser ergriffen werden, um das Geschäft zu stabilisieren sowie das vollständige Potenzial von SGRE zu erschließen.

SGRE wird von engerer Einbindung von Siemens Energy in das Tagesgeschäft und ihre bereits unter Beweis gestellten Restrukturierungs-Expertise profitieren. Dies gilt insbesondere in den Bereichen Produktion, Lieferkette, Projekt- und Kundenmanagement.

„Die volle Integration von SGRE ist ein wichtiger Meilenstein für die Ausrichtung der Siemens Energy als Gestalter der Energiewende von fossilen zu nachhaltigen Energien. Davon werden Kunden, Mitarbeiter*innen, Aktionäre und letztlich die Gesellschaft profitieren. Dabei ist es kritisch, dass der Abwärtstrend bei Diver schnell gestoppt und die wertschaffende Neuausrichtung zügig begonnen wird. Der Aufsichtsrat unterstützt daher ausdrücklich die Pläne des Vorstands zur Integration von SGRE“, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens Energy AG.

Gleichzeitig unterstreicht die Transaktion die Strategie von Siemens Energy als eines der führenden Energietechnologie-Unternehmen mit klarem Fokus auf ESG und bietet erhebliches Potenzial für das Unternehmen und seine relevanten Interessengruppen, Wert zu schaffen.

Zusammen sind Siemens Energy und SGRE bestmöglich aufgestellt, das Wachstumspotenzial von Wind voll auszuschöpfen und Kunden beim Erreichen der Energiewende zu unterstützen.

Innerhalb von drei Jahren nach der vollständigen Integration könnte das zusammengeführte Unternehmen von Kostensynergien in Höhe von bis zu etwa 300 Mio. € jährlich profitieren.

Zudem werden bis zum Ende des Jahrzehnts Umsatzsynergien in Höhe eines mittleren dreistelligen €-Millionenbetrags erwartet.

 


 

„Für Siemens Energy ist die Integration von SGRE ein wichtiger nächster Schritt unserer Strategie. Unser Ziel ist es, die Energiewende als führendes Energietechnologie-Unternehmen ganz entscheidend mitzugestalten. Mit einem ganzheitlicheren Angebot werden wir als zusammengeführtes Unternehmen noch besser aufgestellt sein, unsere Kunden auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft zu unterstützen. Die Transaktion kommt zu einer Zeit, in der sich die globale Energiewirtschaft stark verändert. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen dürfen aus unserer Sicht auf keinen Fall zu einem Stillstand oder gar Rückschlag unserer Bemühungen für eine nachhaltigere Welt führen. Der schnellere Ausbau erneuerbarer Energien wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Von dem Zusammenschluss werden nicht nur beide Unternehmen, sondern auch alle Beteiligten und relevanten Zielgruppen profitieren“, sagte Siemens Energy-CEO Christian Bruch.

 

Transaktion als Teil der langfristigen Strategie von Siemens Energy

Siemens Energy ist der festen Überzeugung, dass die Breite und Tiefe seines Portfolios, von erneuerbarer und konventioneller Energieerzeugung über industrielle Anwendungen bis hin zu Übertragungslösungen, entscheidend dazu beitragen werden, die Energiewende anzuführen.

Vor diesem Hintergrund hat Siemens Energy eine Strategie entwickelt, die auf drei Säulen beruht: die emissionsarme oder emissionsfreie Stromerzeugung, den Transport und die Speicherung von Energie sowie die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und des Energieverbrauchs in industriellen Prozessen.

Durch die Transaktion kann Siemens Energy diesen strategischen Ansatz aufgrund der führenden Rolle von SGRE in der emissionsfreien Stromerzeugung weiter stärken.

Darüber hinaus kann das zusammengeführte Unternehmen seine marktführende Position weiter festigen.

 

Erhebliches langfristiges Potenzial, Wert zu schaffen

Eine erfolgreiche Integration wird es Siemens Energy und SGRE ermöglichen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Mit einem erfolgreichen Delisting von SGRE wird das zusammengefasste Unternehmen in einem ersten Schritt bestehende Prozesse vereinfachen und eine schlankere Unternehmens- und Governance-Struktur etablieren können.

Die Integration zielt zudem darauf ab, die Profitabilität, die Vorhersehbarkeit der Geschäftszahlen und das Wachstum zu verbessern.

Im Fall einer vollen Integration wird mit jährlichen Kostensynergien von bis zu etwa 300 Mio. € gerechnet. Diese sollen hauptsächlich durch optimierte Lieferketten- und Logistikkosten, aufeinander abgestimmte Projektumsetzung, gemeinsame und integrierte F&E-Aktivitäten sowie Kostensenkungen durch eine verbesserte Verwaltungsstruktur entstehen.

Es wird erwartet, dass mittel- bis langfristig Umsatzsynergien in Höhe eines mittleren dreistelligen €-Millionenbetrags realisiert werden. Diese werden in erster Linie durch einen gemeinsamen Go-to-Market-Ansatz und gemeinsames Produkt- und Leistungsangebot ermöglicht.

 

Positive Auswirkungen für alle Interessengruppen; Spanien wird weiterhin wichtige Rolle spielen

Die Transaktion wird zudem erheblichen Mehrwert für alle relevanten Interessengruppen schaffen: Für Kunden, die CO2-sparende Lösungen und Übertragungsnetztechnologien suchen, wird das zusammengefasste Unternehmen aufgrund des stärkeren Angebots sowie einer einheitlichen Kundenbetreuung einen One-Stop-Shop-Ansatz bieten.

Die Transaktion wird es Siemens Energy auch ermöglichen, die Kunden-Lieferanten-Beziehungen auf allen Märkten zu stärken und Lieferanten zusätzliche Wachstumschancen durch größere Absatzmengen bieten.

Die Aktionäre von Siemens Energy werden von der verbesserten strategischen Ausrichtung, neuen Möglichkeiten im attraktiven Windmarkt sowie von einem verbesserten Cash-Management profitieren.

Spanien wird weiterhin eine wichtige Rolle in der Geschäftstätigkeit von Siemens Energy spielen.

Gleichzeitig wird eine erfolgreiche Transaktion die beruflichen Perspektiven für bestehende und zukünftige Mitarbeitende verbessern und wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen ermöglichen.

 


 

Angebotsbedingungen des freiwilligen Übernahmeangebots

Das Angebot in Höhe von 18,05 € in bar pro Aktie für alle ausstehenden SGRE-Aktien entspricht einer Prämie von 27,7 Prozent auf den letzten unbeeinflussten Schlusskurs der SGRE-Aktie von 14,13 € vom 17. Mai 2022.

Der Angebotspreis übersteigt den volumengewichteten Durchschnittspreis („VWAP“) der SGRE-Aktie der vergangenen sechs Monate vor dem Tag dieser Veröffentlichung, berechnet im Einklang mit spanischer Marktpraxis und spanischem Übernahmerecht.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC wurde als unabhängiger Bewerter mit der Erstellung eines gemäß spanischen Rechts für Delistings erforderlichen Bewertungsberichts beauftragt.

Für die Finanzierung des Kaufangebots bestehen verbindliche Finanzierungszusagen von Bank of America und J.P. Morgan. Siemens Energy strebt nach wie vor ein solides Investment-Grade-Rating an.

Unter der Annahme, dass das Angebot vollumfänglich angenommen werden sollte, beabsichtigt Siemens Energy bis zu 2,5 Mrd. € des Transaktionsvolumens mit Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Instrumenten zu finanzieren. Die verbleibende Summe würde über Fremdkapital und vorhandene Barmittel finanziert.

Abhängig von den Marktbedingungen könnte in einem ersten Schritt Eigenkapital unter Ausschluss von Bezugsrechten aufgenommen werden.

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