Siemens unterzeichnet Vereinbarungen mit Uganda und Sudan

  • Absichtserklärungen über Zusammenarbeit bei Stromversorgung, Industrie, Transport- und Gesundheitswesen
  • Schwerpunkt auf Infrastrukturinvestitionen und Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen
  • Teilnahme an "Make-IT Allianz" zur Förderung von Startups und Technologieunternehmen in Afrika


Siemens AG: Siemens will mit den afrikanischen Ländern Uganda und Sudan auf den Feldern Stromversorgung, Industrie, Transport- und Gesundheitswesen künftig enger zusammen arbeiten. Auf dem World Economic Forum 2017 im südafrikanischen Durban unterzeichneten die afrikanischen Staaten entsprechende Absichtserklärungen. Die Unterzeichnung fand im Beisein von Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und weiteren hochrangigen Persönlichkeiten statt.

 

Großes Potenzial in Afrika
"Afrikas Volkswirtschaften sind auf dem Vormarsch und können mit dem richtigen Partner ihr großes Potential entfalten. Siemens will ihre Entwicklung nachhaltig unterstützen – mit Lösungen und Projekten in Afrika für Afrika. Die Vereinbarungen mit unseren afrikanischen Partnern sind wichtige Schritte auf diesem Weg", sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. "Unser Ziel ist es, den Auftragseingang in Afrika bis 2020 zu verdoppeln, auf mehr als drei Milliarden Euro."

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, sagte: "Afrika ist ein Kontinent mit ökonomischen Chancen. Die deutsche Wirtschaft ist ein hervorragender Partner für die Staaten Afrikas, um diese Chancen zu nutzen. Ich freue mich, dass mit den heutigen Unterzeichnungen gute Schritte auf dem Weg zu einer besseren Infrastruktur und damit zu mehr Wachstum und Beschäftigung gemacht werden. Ich begrüße besonders das Trainingsprogramm. Denn gut ausgebildete Fachkräfte sind eine tragende Säule für Wohlstand und Entwicklung. Genau diese Elemente unterstütze ich auch mit dem Konzept 'Pro! Afrika'."

 

Infrastrukturinvestitionen
Mit den Vereinbarungen will Siemens die Infrastrukturinvestitionen in Afrika vorantreiben und die Länder bei ihren Anstrengungen zur Industrialisierung unterstützen. Im Rahmen der Abkommen wird Siemens mit seinen Partnern Lösungen in den Bereichen der Stromversorgung, im Transportwesen, der Industrie und des Gesundheitswesens entwickeln. Ein weiterer Schwerpunt der Absichtserklärungen liegt auf Trainingsprogrammen für verschiedene technische Fachbereiche, um eine Grundlage an gut ausgebildeten, lokalen Arbeitskräften zu schaffen. Zudem tritt Siemens der "Make-IT Allianz" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei, die afrikanische Startups und Technologieunternehmen fördert. Die Absichtserklärung wurde im Beisein von Günter Nooke, Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin im BMZ, unterzeichnet.
 

 

Afrika besitzt großes wirtschaftliches Potential mit prognostizierten Wachstumsraten von bis zu fünf Prozent. In den vergangenen 15 Jahren haben sich die Ausgaben für die afrikanische Infrastruktur auf rund 80 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt und die aufstrebenden urbanen Zentren bieten Wachstumschancen auf dem gesamten Kontinent. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit haben keinen Zugang zu elektrischer Energie, die Hälfte der Betroffenen lebt in Afrika. In Uganda und dem Sudan ist das vorrangige Ziel von Siemens der Ausbau der nationalen Stromerzeugungskapazitäten sowie der Anschluss der lokalen Bevölkerung an die jeweiligen Stromnetze. Ein zuverlässiges und weitreichendes Energieversorgungssystem ist die Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum.

Afrikanische Länder benötigen infrastrukturelle und industrielle Projekte mit nachhaltigen Ertragsströmen, um das eigene Wirtschaftspotential voll auszunutzen. Neue Finanzkonzepte und langfristige Investitionsrichtlinien über 30 Jahre schaffen ein stabiles Investitionsklima für internationale Investoren und helfen bei der Umsetzung geplanter Infrastrukturprojekte.

 

Siemens hat bereits Erfahrung in Afrika
Siemens hat bereits für sein Megaprojekt in Ägypten und Kraftwerksprojekte in Nigeria Finanzierungslösungen entwickelt und seine afrikanischen Partner bei der Umsetzung dieser infrastrukturellen Großprojekte unterstützt. Siemens fördert das wirtschaftliche Wachstum in Afrika durch weitreichende Partnerschaften in den Kompetenzfeldern der Stromversorgung, dem Transport- und Gesundheitswesen sowie bei der Digitalisierung der Industrielandschaft.

Das Unternehmen ist seit mehr als 157 Jahren in Afrika aktiv und leistet mit mehr als 3.600 Mitarbeitern in insgesamt 15 afrikanischen Ländern einen entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Kontinents. Hinzu kommen durchschnittlich 10 Millionen Euro jährlich an Investitionen für Trainingsprogramme und ein breit gefächertes Engagement zur Steigerung der Integrität in Politik und Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Präsidentschaft Deutschlands in der G20-Ländergruppe und dem kürzlich veröffentlichten Marshall-Plan für Afrika entwickelt Siemens neue Projekte für den Kontinent mit dem langfristigen Ziel die afrikanische Wirtschaft zu fördern und so lokale Arbeitsplätze zu schaffen.

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