Sind das die besten deutschen Aktien im Jahr 2023?

IG: Die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts, die Energiewende und nicht zuletzt Nachholeffekte der Coronavirus-Pandemie haben die globalen Finanzmärkte im vergangenen Jahr durcheinandergewirbelt.

Die Entwicklungen bleiben hochdynamisch und die Risiken akut.

Auf der Gegenseite bieten sich allerdings auch potenzielle Chancen für Anleger.

Welche deutschen Aktien könnten im Jahr 2023 durch bestehende Trends beeinflusst werden und möglicherweise profitieren?

  1. Porsche AG
  2. SMA Solar Technologies AG
  3. Sixt AG
  4. BVB KGaA
  5. RWE AG

 

Porsche AG

Strategieschwenk Richtung E-Mobilität – Porsche will auf Elektro setzen

„Wir haben Porsche erfolgreich an die Börse gebracht. Heute ist ein guter Tag für Porsche und für Volkswagen”, hieß es von Volkswagen-Finanzchef Arno Antlitz unmittelbar vor der Erstnotierung Ende September 2022. „Porsche ist sehr gut positioniert, um seine erfolgreiche Strategie fortzusetzen sowie von mehr Agilität und unternehmerischer Eigenständigkeit zu profitieren.“

Auch die Mutter Volkswagen solle profitieren, da der Konzern mehr Schlagkraft bekäme, um den Weg in Richtung Elektromobilität voranzugehen. „Hierfür wollen wir die gewonnenen Mittel einsetzen.”

Insgesamt erfolgte der Börsengang zu einer Zeit, in dem das makroökonomische Umfeld durchaus als komplex zu betrachten war und auch weiterhin ist. Neben den geldpolitischen Sorgen dies- und jenseits des Atlantiks gesellen sich auch geopolitische Unwägbarkeiten, wie etwa der Ost-Konflikt dazu.

Von der schwelenden Energiekrise in der Eurozone und den draus resultierenden Sorgen rund um Einschränkungen der Produktionskapazitäten dürfte auch Porsche nicht befreit sein.

Für das Börsenjahr 2023 könnte die Porsche Aktie dennoch eine interessante Aktie darstellen. Spannend bleibt, ob der Strategieschwenk bis hin zur E-Mobilität gelinkt.

 

Porsche Aktie auf Monatsbasis

Porsche Aktie auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

Porsche Aktie auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

 

SMA Solar Technology AG

Gewinner dank Energiewende?

Die SMA Solar Technology AG mit Hauptsitz im nordhessischen Kassel fungiert als eines der umsatzstärksten Unternehmen weltweit im Produktionssektor unter anderem von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen mit netz- und unabhängiger Einspeisung.

Nicht zuletzt seit Ausbruch des Ost-Konflikts dürfte die Nachfrage nach alternativen Energien wie etwa Solarstrom noch mal angezogen haben.

Der Westen sieht sich zusehends gezwungen, die Unabhängigkeit von russischen Öl- und Gasexporten zu verringern bzw. vollständig aufzugeben.

 

 

Zudem fungieren politische Weichenstellungen, welche den Weg für die Klimaneutralität ebnen sollen, als Nachfragetreiber für die Branche. Hierzulande wurde spätestens mit der neuen Bundesregierung das Umweltbewusstsein verschärft.

Auch im Jahr 2023 dürfte das nordhessische Unternehmen als Profiteur angesichts der EU-Strategie für Solarenergie fungieren. Die Stromerzeug aus Solar gilt als ein zentraler Baustein der Energiewende.

 

SMA Solar Technology AG Chart auf Monatsbasis

SMA Technologies AG Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

SMA Technologies AG Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

 

Sixt AG

Konsumlaune könnte zwar einbrechen – Sixt kann auf etwaige Unwägbarkeiten flexibel reagieren

Der Autovermieter Sixt hat im dritten Quartal 2022 durch eine höhere Nachfrage und höheren Preisen profitiert. Ein starkes Geschäft mit Sommerurlauben in der Eurozone und ein rapide wachsendes Netz in den Vereinigten Staaten sorgte für das beste Quartal in der Unternehmensgeschichte.

Bereits zu Beginn des Jahres waren es nachlassende Corona-Restriktionen hierzulande und auch in Europa, welche als Hoffnungsschimmer verstanden wurden.

Im Jahr 2023 könnte sich die Reisetätigkeit und das Konsumverhalten von Verbrauchern und Unternehmen zwar abschwächen. Dennoch kann Sixt flexibel auf etwaige Schwankungen reagieren.

 

70 Prozent der Kosten von Sixt sind variabel

Demnach seien 70 Prozent der Kosten variabel, hieß es. Außerdem wolle das Unternehmen in Nordamerika weiter expandieren. Die USA gelten aktuell als der größte Einzelmarkt.

„In den USA sind wir in der Lage, Autos zu beschaffen”, in Europa sei das mitunter schwieriger. Die Lage sei zwar etwas entspannter, aber noch nicht auf Vor-Corona-Niveau. Elf Prozent der Sixt-Flotte sei elektrifiziert, hieß es.

Neben dem Halbleitermangel in der Automobilbranche wird zudem der Ukraine-Russland-Krieg gefürchtet, welcher Lieferketten empfindlich stören könnte. Nicht zuletzt bleiben die zuletzt stark ansteigenden Energiepreise wie etwa Benzin oder Diesel ein potenzieller Bremsklotz für die Branche.

 

Sixt AG Chart auf Monatsbasis

Sixt AG Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

Sixt AG Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

 

BVB Aktie

Abflauen der Coronavirus-Pandemie und mögliche Überraschungen im internationalen Geschäft

Die BVB-Aktie könnte im Jahr 2023 einen Aufschwung erleben. Trotz zuletzt durchwachsener Leistungen überwintert die Mannschaft von Borussia Dortmund in der UEFA-Champions-League und ist auch weiterhin in der KO-Runde des DFB-Pokals vertreten.

Auch ein Qualifikationsplatz zur Königsklasse für die kommenden Spielzeit bleibt in der Bundesliga weiterhin in Sichtweite.

 

 

Heimische Spielstätte kann seit April wieder zu 100 Prozent gefüllt werden

Seit April 2022 kann der BVB seine heimische Spielstätte mit über 81.000 Zuschauern wieder füllen. Dies war zuvor vor über zwei Jahren der Fall.

Geschäftsführer Watzke wies im vergangenen Jahr daraufhin, dass man den Signal-Iduna-Park wieder füllen müsse, um schwarze Zahlen schreiben zu können. Vor rund 18 Monaten hatte insbesondere die Delta-Variante des Coronavirus den Bundesligaclubs das Leben schwer gemacht. Mehrere Monate galten für die Vereine sogenannte Geisterspiele.

Im September sorgte die Ankündigung einer Kapitalerhöhung für Belastungspotenzial. Eine stolze Summe von insgesamt 86,5 Millionen Euro erhoffte sich der BVB, um sogenannte Finanzverbindlichkeiten stemmen zu können und für unerwartete Auswirkungen wegen der Pandemie gewappnet zu sein.

Der Abgang wichtiger Schlüsselspieler wie etwa Erling Haaland schmerzt aus sportlicher Perspektive zwar weiterhin, dennoch gilt es die damit im Zusammenhang stehende erzielte Liquidität nicht zu vergessen. Insgesamt überwies Manchester City rund 75 Millionen an den BVB.

Eines der Hoffnungsfaktoren für die Papiere bleibt, dass die jüngsten Zuschauerbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wieder zurückkommen und weitere Erfolge im internationalen Geschäft erzielt werden können.

 

BVB Aktie Chart auf Monatsbasis

BVB Aktie Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

BVB Aktie Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

 

RWE Aktie

Krisenprofiteur – „Grüner Strom“ als Kurstreiber

Der Energiekonzern RWE könnte ähnlich wie im Jahr 2022 auch im Jahr 2023 angesichts der schwelenden Energiekrise in der Alten Welt weiter kräftig profitieren. Nicht zuletzt hält der Konzern weiter an dem Braunkohleabbau in dem von Aktivisten besetzten Dorf Lützerath fest.

Als ein schwelender Unsicherheitsfaktor fungiert nicht zuletzt der mögliche Eingriff der Politik in den Gewinntopf. Die sogenannte Abschöpfung von Zufallsgewinnen würde einen harten Eingriff in das Geschäft darstellen.

Bis dato ist nicht klar, wie dieses Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden soll.

 

 

Vor allem wegen der hohen Stromnachfrage konnte RWE im dritten Quartal 2022 profitieren. Die sogenannte Grünstrom-Produktion und ein „äußerst starkes“ Handelsgeschäft fungierten als Gründe. Im Bereich der Kohle- und Kernenergie gingen die Gewinne allerdings zurück, welche jedoch auch nicht mehr zum Kerngeschäft zählen.

Sollte die Energiekrise sich im nächsten Jahr weiter entfalten und möglicherweise sogar verschärfen, dürfte diese Entwicklung RWE potenziell in die Karten spielen.

 

RWE Aktie Chart auf Monatsbasis

RWE Aktie Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

RWE Aktie Chart auf Monatsbasis; Quelle: IG Handelsplattform

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