Sind die Märkte eigentlich irre?

quirion: Über 100 Millionen US-Dollar: Diese Bewertung erzielte der Betreiber eines einzigen Foodshops in den USA an der Börse. Mit Bilanzen und Finanzkennziffern lassen sich solche Entwicklungen nicht erklären. Umso mehr ein Grund, auf wissenschaftlich fundierte Geldanlage zu setzen.

Ein Laden für Lebensmittelspezialitäten im ländlichen New Jersey in den USA gelangte jüngst zu internationaler Medienpräsenz: Hometown International verzeichnete 2020 gerade einmal rund 14.000 US-Dollar Umsatz.

Das kleine Unternehmen ist an der Börse notiert. Und erreichte im Februar 2021 eine Marktkapitalisierung von über 100 Millionen US-Dollar. So richtig erklären kann man sich diese Entwicklung nicht, jedenfalls nicht mit Blick auf die Bilanz.

Für viele Kommentatoren war das Phänomen nur ein Zeichen mehr dafür, dass die Märkte in einem irrationalen Überschwang und nicht mehr rational erklärbar sind.

Da springt mal der Aktienkurs eines Unternehmens nach oben, kurz nachdem es Konkursantrag gestellt hat – wie beim Autovermieter Hertz. Oder eine Notierung steigt zwischendurch scheinbar nur deshalb, weil das Börsenkürzel der Aktie dem Kürzel für die Kryptowährung Ethereum ähnlich ist, wie beim Möbelhändler Ethan Allen Interiors (ETH).

Geschichten wie diese schrecken manche vom Aktienmarkt ab, lassen solche Bewegungen doch den nächsten Kurseinbruch schon erahnen. Andere sehen gerade darin einen gewissen Reiz, wenn es darum geht, den nächsten heißen Trend mitzunehmen.

 


 

“Stories” meiden

Mit Blick auf das Risiko ist es auf jeden Fall besser, kühlen Kopf zu bewahren. Also weder die am Aktienmarkt erzielbaren Renditen einfach liegen zu lassen. Noch auf „Stories“ zu setzen.

Rational investieren, mit einem wissenschaftlich fundierten System und unabhängig davon, wie die Märkte gerade ticken: Das ist der Ansatz bei quirion. Wir betreiben weder Stockpicking noch Market Timing. Wir suchen also nicht nach der nächsten „heißen Aktie“. Und wir unternehmen auch nicht den Versuch, den günstigsten Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden. So schalten wir spezifische Risiken von Einzelaktien, Branchen und Ländern, sogenannte unsystematische Risiken, ganz bewusst aus.

 

 

Diversifizierung nutzen und Kosten sparen

Die Marktrendite mitnehmen, aber mit „Airbag“: Bei quirion ist Diversifizierung ein entscheidender Faktor. Wir streuen das Kapital in unseren globalen Portfolios sehr breit, investieren in über 60 Ländern und in rund 8.000 Unternehmen.

Je breiter die Anlage, desto besser der Schutz vor irrationalem Überschwang in einzelnen Werten. Damit das Investment für die Anleger möglichst günstig ist, nutzen wir dafür ETFs.

Übrigens: Im Juni plant Autovermieter Hertz, das Konkursverfahren erfolgreich abzuschließen, dank neuer Finanzierungspläne mit verschiedenen Partnern. Dem Unternehmen mit großem Fuhrpark hilft für seine Bewertung unter anderem, dass Gebrauchtwagen gerade besonders gefragt sind. Am Markt für Halbleiter gibt es einen Engpass und die Neuwagenproduktion geriet deshalb ins Stocken.

Allerdings: Niemand hätte das alles punktgenau voraussehen können – genauso wenig, wie nun die weitere Entwicklung für die Aktieninvestoren des Unternehmens prognostizierbar ist.

Wissenschaftlich fundiert zu investieren, mit einem ausgewogenen Verhältnis von Rendite und Risiko, ist dann eben doch viel rationaler, als einfach einer „Story“ zu vertrauen.

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