Stresstest: Deutsche Bank überrascht Investoren positiv

Bankenverband: Die Aktien der Deutschen Bank haben am Freitag nach dem Bestehen des US-Stresstests in der Spitze ein Plus von rund 4 Prozent erreicht. Die US-Großbank Goldman Sachs hatte zuvor das Ergebnis des zweiten Teils der Untersuchung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) für die amerikanische Tochter der Deutschen Bank begrüßt.

Dass das Geldhaus diesmal durchgekommen sei, hätten die Investoren nicht auf der Rechnung gehabt, schrieb Analyst Jernej Omahen in einer Branchenstudie. Vor allem für die Deutsche Bank sei dies ein positives Signal. Adam Gilbert, Chef der Regulatorik-Beratung für die Finanzbranche bei PwC, sagte zum Ausgang des Tests, “es ist ein Vertrauensbeweis der Fed” für große Banken und eben auch für ausländische Institute, die das Vertrauen vorher nicht hatten.

Die Fed hatte am Donnerstag nach Börsenschluss die Ergebnisse des zweiten Testteils bekanntgegeben. Demnach haben alle 18 untersuchten Institute die sogenannte umfassende Kapitalanalyse, Comprehensive Capital Analysis and Review (CCAR), bestanden. Als einziges Institut muss das Schweizer Geldhaus Credit Suisse Auflagen erfüllen, hieß in einem Medienbericht.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing zeigte sich erfreut von dem guten Ergebnis: “Das sind hervorragende Nachrichten”, schrieb er in einer Rundmail an die Mitarbeiter des Geldhauses. “Diese Überprüfung erfolgreich zu absolvieren, war eines der wichtigen Ziele, die wir uns vor einem Jahr gesetzt hatten.” Der Erfolg sei ein großer Fortschritt für das Geschäft der Deutschen Bank in den USA und weltweit. “Eine starke Präsenz in den Vereinigten Staaten ist für unsere Kunden ganz entscheidend.”

 


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