Tabuthema Geld – Aufklärung bleibt notwendig!

  • Weltspartag ist für die meisten Eltern kein Anlass, um mit Kindern über Geld zu sprechen
  • 13 % der Deutschen halten eine jährliche Rendite von 5 % bei Tages- und Festgeld für möglich
  • 61 % unterschätzen den Zinseszinseffekt bei Fonds

 

Fidelity: Das Sparbuch hat in Zeiten niedriger Zinsen ausgedient. Damit wird der Weltspartag am 30. Oktober aber nicht überflüssig. Denn ein wichtiges Ziel dieses Tages besteht nach wie vor darin, Kinder mit Geld vertraut zu machen. Doch die Praxis sieht anders aus: Für die Mehrheit der Eltern (56 %) ist der Weltspartag kein Anlass, um mit ihren Kindern über den Umgang mit Geld zu sprechen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International.

 

Kein Tabuthema
"Geld darf kein Tabuthema in der Familie sein. Eltern sollten Vorbilder sein und ihre Kinder möglichst früh an den Umgang mit Geld und das Sparen heranführen. Das ist heute wichtiger denn je. Die prall gefüllte Spardose einmal im Jahr zur Bank zu tragen oder sich auf das Sparbuch zu verlassen, funktioniert heute nicht mehr", sagt Andreas Telschow, Anlageexperte bei Fidelity.

Aber auch bei Erwachsenen ist Aufklärung nötig: Viele Bundesbürger schätzen die Renditechancen von Anlageformen falsch ein. So halten 13 % der Befragten selbst im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld bei Tages- oder Festgeld eine Rendite von 5 % pro Jahr für möglich, 12 % halten das beim Sparbuch für möglich.

 

Zinseszinseffekt?

Knapp die Hälfte (49 %) traut Aktien oder Aktienfonds eine Rendite von 5 % zu. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Viele Bundesbürger kennen den Zinseszinseffekt einer Geldanlage überhaupt nicht, der sich vor allem über einen langen Zeitraum positiv bemerkbar macht. Sie haben deswegen auch Probleme, die Aussichten längerer Investments richtig einzuschätzen.

 

So gehen rund 60 % bei einer Fondsanlage langfristig von einer viel zu niedrigen Rendite aus. Jeder Fünfte kann überhaupt nicht abschätzen, wie sich der Zinseszinseffekt über Jahre hinweg auswirkt.

 

Kein Weg vorbei an Aktien
"Beim langfristigen Vermögensaufbau führt heute kein Weg mehr an Aktien oder Fonds vorbei", so Andreas Telschow. „Diese Anlageformen sind aber keinesfalls nur etwas für Reiche, Berührungsängste sind fehl am Platz. Schon mit monatlichen Beiträgen von 25 Euro kommt auf lange Sicht eine stattliche Summe zusammen“, sagt Telschow.

 

Wer beispielsweise über 15 Jahre monatlich 25 Euro in einen deutschen Aktienfonds einzahlt, hat gut 8.400 Euro auf der hohen Kante – nach 35 Jahren sind es knapp 50.000 Euro.

Autor: Andreas Telschow

 

 

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