Türkische Lira – Harakiri-Zinssenkung voraus?

ActivTradesFür die nächste Zentralbanksitzung der CBRT (Central Bank of Turkey oder auch Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankasi) am Donnerstag wäre mit einer Zinssenkung zu rechnen – eine Reihe von befragten Experten im Rahmen einer Umfrage der türkischen Nachrichtenagentur „Anadolu“ gingen im Durchschnitt von einer Zinssenkung von 100 Basispunkten aus.

Damit wäre zum Jahresende ein Zinssatz von 15 Prozent zu erwarten. Schon im Oktober senkte die CBRT den Leitzinssatz um satte 200 Basispunkte von 18 auf 16 Prozent.

Wie das vom Markt aufgenommen wurde, kann man eindrucksvoll am hart ablesen – dies war bereits für die Lira ein „Harakiri-Move“.

Mit den Zinssenkungen ist der türkischen Zentralbank zumindest eines sicher, der Applaus und das Wohlwollen von Präsident Erdogan, doch der Markt wird dies möglicherweise drastisch anders bewerten. Die Zinssenkungen könnten sich als zu früh erweisen.

Zwar ist die Kerninflation in der Türkei im Oktober tatsächlich auf 16,8 Prozent zurückgekommen (im September lag sie auf Jahressicht noch bei 19,58 Prozent).

Zum Jahresende dürfte sie aufgrund von hohen Rohstoff- und Treibstoffkosten und weiteren verteuerten Importgütern wieder in Richtung 19,5 Prozent oder gar darüber anziehen, wie es beispielsweise die Experten der spanischen Großbank BBVA vorrechnen.

Insbesondere aufgrund der höheren Kosten stiegen die Erzeugerpreise in der Türkei auf Jahressicht um 46,3 Prozent – ein absoluter Wahnsinn!

Hoffnung macht die zuletzt weiter angestiegene türkische Industrieproduktion, die sich im dritten Quartal als äußerst stark erwies. Auf Jahressicht (also seit dem dritten Quartal 2020) kletterte die Industrieproduktion um 8,9 Prozent (saisonal adjustiert).

Die BBVA-Experten beispielsweise gehen trotz aller Schwierigkeiten von einem starken türkischen BIP in 2021 aus und prognostizierten ein Wachstum von 9,5 Prozent.

 


 

EURTRY – der Blick in den Chart

Die hier vorliegende Analyse bezieht sich auf das Währungspaar EUR/TRY im Tageschartbild. Um die nächsten Ziele der Bullen und Bären näher definieren zu können, wäre auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen.

Diese Fibonacci-Analyse, sowie die Fibonacci-Projektionen können mittels der webbasierten Handelsplattform „ActivTrader“ erzeugt werden. Die Fibonacci-Retracements und Projektionsstufen können dann dazu dienen, die jeweiligen Ziele zur Ober- und Unterseite zu ermitteln.

Ausgehend vom Hoch des 06. November 2020 von 10,2061 bis zum Zwischentief des 18. Februar 2021 von 8,36097 wären der nächste Widerstand bei der Projektion vom 12,04 (200.00%) auszumachen.

Die Unterstützungen kämen bei den Marken von 11,33 (161.80%), 10,90 (138.20%), 10,63 (123.60%) und 10,206 (100.00%) in Frage.

Dem Chartbild wurden die beiden EMAs (EMA100 in blauer Farbe und EMA200 in roter Farbe) hinzugefügt. Auf der Unterseite wäre ein Zielbereich rund um das 100.00prozentige Fibonacci-Retracement zu beachten – hier umrahmen zum Zeitpunkt dieser Analyse sowohl die EMA100 und auch die EMA200 diesen Bereich.

Eine erste wichtige Unterstützung, die durchbrochen werden sollte, um die weiteren Unterstützungen zu testen, wäre die obere Aufwärtstrendline (hier im Chart in hellblau dargestellt).

Zur Oberseite wäre ein Test des 200.00prozentigen Fibonacci-Retracements möglich. Dieser Bereich ist mit einem in grüner Farbe unterlegten Rechteck visualisiert.

Der Blick auf den Relative-Strength-Index (RSI) weist jedoch auf eine derzeit sehr stark überkaufte technische Verfassung hin.

Daher könnte zumindest kurzfristig mit technischen Erholunegn der Lira zu rechnen sein. 

 

EURTRY; Quelle: ActivTrader

EURTRY; Quelle: ActivTrader

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