Türkische Lira wieder unter Druck – Inflation auf höchstem Stand seit September 2003

ActivTradesIn der Türkei brodelt es – vor allem nach den jüngsten Inflationszahlen. So sind die Verbraucherpreise in den vergangenen zwölf Monaten um knapp 18 Prozent in die Höhe geschossen, teilte die Statistikbehörde am Montag in Ankara mit. Das entspricht dem höchsten Stand seit September 2003.

Als Auslöser für den rasanten Anstieg der Teuerungsrate gilt nicht zuletzt der Wertverfall der türkischen Lira, welche in den zurückliegenden Monaten zum Euro und US-Dollar deutlich unter die Räder gekommen ist.

In die gleiche Kerbe schlagen die Erzeugerpreise, also die Preise, die von Unternehmen an den Endverbraucher weitergegeben werden und als Vorlaufindikator für die Verbraucherpreise gelten. Auf Erzeugerebene stieg die Inflation im Vergleich zum Vormonat um 6,6 Prozent, während der Jahreswert von 25 Prozent auf 32,1 Prozent kletterte.

Auf absehbarer Zeit ist keine Stabilisierung an der Inflationsfront erkennbar. Schließlich steht die türkische Lira nach wie vor unter Beschuss. Neben dem Wechselkurs dürften vor allem die Nahrungsmittelpreise für steigenden Inflationsdruck sorgen.

Hoffnungsschimmer
Nach der Veröffentlichung der Inflationszahlen versprach die türkische Zentralbank den geldpolitischen Kurs zu korrigieren. „Die jüngsten Entwicklungen bei den Inflationsaussichten deuten auf erhebliche Risiken für die Preisstabilität hin. Die Zentralbank wird die notwendigen Maßnahmen zur Unterstützung der Preisstabilität ergreifen.“

Ob die Aktion der türkischen Zentralbank auch so mit dem türkischen Machthaber Erdogan abgesprochen war, darf bezweifelt werden. Der Präsident gilt als Verfechter von höheren Leitzinsen, was gegen die allgemeine Wirtschaftslehre spricht.

 

 


 

 

Ohne drastische Zinserhöhungen wird die Türkei die Inflation aber kaum in den Griff bekommen.

 

Chart

Malte Kaub

Disclaimer
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund des Hebels Kapital schnell einzubüßen. 80% der Kleinanleger, die mit uns CFDs handeln, verlieren Geld. Sie sollten sich vergewissern, dass Sie die Funktionsweise von CFDs verstehen, und ob Sie das hohe Risiko, Ihr Geld zu verlieren, tragen können. Die hier formulierten Gedanken und Meinungen sind ausschließlich die des Analysten und spiegeln nicht zwangsläufig die Ansicht von ActivTrades PLC wider. Diese Analyse dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung verstanden werden. Jegliche Prognosen und Einschätzungen zu Marktbewegungen sind nicht als verbindliche Indikatoren für künftige Kursentwicklungen zu betrachten. Die Entscheidung, vorgestellte Techniken, Ideen und Vorschläge umzusetzen, liegt im alleinigen Ermessen des Lesers.

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 75,7 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine Anlageauskunft dar. Sie wurden nicht im Einklang mit den rechtlichen Anforderungen erstellt, welche eine unabhängige Anlageauskunft fördern soll, und ist demnach als Marketingmitteilung zu verstehen. Alle Informationen wurden durch ActivTrades PLC (“AT”) erstellt. Die Informationen beinhalten keine Auskunft über ATs Preise, oder ein Angebot oder Aufforderung zu einer Transaktion in irgendeinem Finanzinstrument. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Information gegeben. Alle Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und die Finanzsituation der Empfänger. Renditeentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator zukünftiger Entwicklungen. AT bietet ausschließlich einen Auftragsdurchführungsservice an. Folglich geschieht der Handel auf Basis dieser Information auf eigenes Risiko.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge