US-Dollar-Index – noch weiter Luft gen Norden

ActivTrades: Betrachtet man sich den Kursverlauf des US-Dollar-Index, so registriert man recht schnell das Zwischenhoch vom 31. März 2021 bei 93,465 Punkten. Sollte der US-Dollar also tatasächlich noch dieses Zwischenhoch anpeilen, dann dürfte dies entsprechende negative Auswirkungen für die restlichen Währungsbestandteile des US-Dollar-Währungskorbs haben.

Dies bedeutet konkret, dass der Kurs des EUR/USD noch Potenzial hätte, bis auf 1,17 oder gar darunter zurückzufallen. Für das Währungspaar GBP/USD wäre ebenfalls Abschlagspotenzial bis auf rund 1,36 vorhanden.

Fraglich ist jedoch, ob der US-Dollar-Index und damit der „Greenback“ selbst nach seinem „Run“ im Monat Juni noch die Kraft hat, neue Hürden zu nehmen. Dies könnte auch im Zusammenhang mit den jüngst veröffentlichten CBO-Daten in Zweifel zu ziehen sein.

 

CBO-Daten geben tiefen Einblick in die US-Schuldenmisere

Der aktuelle Juli-Bericht des CBO (Congressional Budget Office) prognostiziert für die USA für das Jahr 2021 ein Bundesdefizit von 3,003 Billionen US-Dollar. Damit würde es gegenüber dem 2020er-Defizit zwar 126 Milliarden US-Dollar geringer ausfallen, doch im Vergleich zum 2019er-Defizit immer noch dreifach so hoch liegen.

Die Experten des CBO errechneten damit ein Defizit von 13,4 Prozent in Relation zur Wirtschaftsleistung (BIP) der USA. Dies entspricht immer noch den schlechtesten Werten seit dem Jahr 1945 – 2020 lag es bei 14,9 Prozent (man stelle diesen Werten nun einmal zum Vergleich die „Maastricht-Kriterien“ gegenüber – wären gemäß der CBO-Prognosen nur in 2024 mit einem Wert von 2,9 Prozent zu erreichen).

Das CBO geht bis zum Jahr 2031 von Bundesdefiziten aus, für 2022 von 1,153 Billionen und für 2023 von 789 Milliarden US-Dollar.

 


 

US-Dollar-Index – der Blick in den Chart

Die Analyse des US-Dollar-Index erfolgt im Tageschartbild. Im vorliegenden Chart findet sich eine Fibonacci-Analyse, die am Zwischenhoch des 31. März 2021 bei 93,465 angelegt und bis auf das letzte Verlaufstief des 25. Mai 2021 auf 89,510 gezogen wurde.

Aufgrund dieser Fibonacci-Analyse wären die nächsten Kursziele zur Ober- und Unterseite näher zu definieren. Das 76.4%ige Fibonacci-Retracement von 92,525 hat der US-Dollar-Index bereits überschritten.

Die Widerstände kämen bei den Marken von 93,46 Punkten (100.00%), 94,39 Punkten (123.60%) und 94,97 Punkten (138.20%) in Betracht.

Die Unterstützungen wären bei 91,948 Punkten (61.80%), 91,483 Punkten (50.00%) und 91.018 Punkten (38.20%) abzuleiten.

Die 100er-EMA schwebt zum Zeitpunkt dieser Analyse bei rund 91,16 Punkten, die 200er-EMA bei rund 91,88 Punkten. Letztere liegt derzeit knapp unterhalb des 61.8%igen Fibonacci-Retracements von 91,948 Punkten. Zumindst käme dadurch ein charttechnischer Rücksetzer bis auf diese Marke in Frage.

 

US-Dollar-Index Tageschart; Quelle: ActivTrader

US-Dollar-Index Tageschart; Quelle: ActivTrader

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