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US-Wahl 2016: Auswirkungen auf die Finanzmärkte

Ayondo Markets: Donald Trump ist (k)eine Gefahr für Aktionäre

Hillary Clinton oder Donald Trump – die US-Wahl am 8. November lässt die Akteure an den Finanzmärkten kalt. Was soll schon passieren! Wie bitte? Ja, Sie lesen richtig, denn beispielsweise das Volatilitätsbarometer bei ayondo signalisiert völlige Sorglosigkeit. Erinnerungen werden jedoch wach an den Brexit, als die Märkte bis kurz zuvor ebenfalls tiefenentspannt schienen. Schauen wir uns also an, ob Trump oder Clinton nicht doch einen Unterschied macht und welche Folgen die erste Frau oder der erste Immobilientycoon im Weißen Haus hätte.

Nach den verbalen Ausfällen von Donald Trump gehen viele Experten und Investoren davon aus, dass das Rennen zugunsten Clintons schon gelaufen ist. Doch laut einer Umfrage von Gallup waren zuletzt nur 28 Prozent der Befragten mit der Entwicklung der USA zufrieden – ein ziemlich niedriger Wert. Angesichts dessen scheint es ironisch, dass die Amerikaner dennoch Hillary Clinton wählen könnten, steht sie doch klar für die Fortsetzung der Politik von Barack Obama.
 

Trump setzt auf Protektionismus

Investoren werden nun vor allem darauf achten, welche Auswirkungen die Politik der möglichen Präsidentschaftsbewerber auf die Wirtschaft, den Handel, und die Steuergesetze haben würden und die entsprechenden Rückschlüsse für den Aktienmarkt ziehen. Trump will die US-Wirtschaft vor der ausländischen Billigkonkurrenz schützen und setzt auf Protektionismus. Er bezeichnet China als Währungsmanipulator und will hohe Steuern auf Produkte aus China einführen und zudem an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen lassen, um die illegale Einwanderung zu stoppen.
 

Trump strebt zudem an, das nord-amerikanische Freihandelsabkommen NAFTA und das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP mit der EU neu zu verhandeln. Eine Zunahme des Protektionismus wäre somit eine deutliche Belastung für den US-Aktienmarkt. Immerhin kommen 48 Prozent der Umsätze der S&P500-Unternehmen aus dem Ausland.
 

Konjunktur und Infrastruktur first

Hingegen dürfte Trump nach einem Wahlerfolg etliches unternehmen, um die heimische Wirtschaft in Schwung zu bringen. „Wir erwarten, dass Trump nach seiner Wahl auf erhebliche Infrastrukturprogramme drängen wird“, schrieben die Analysten von Goldman Sachs zuletzt. Mit massiven Investitionen könnte man die Wirtschaft deutlich beleben, nachdem sie sich zuletzt kräftig abgekühlt hat. So haben zuletzt die Volkswirte die Prognose für das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2016 auf nur mehr 1,5 Prozent eingedampft. Das ist der niedrigste Wert seit der 2009er-Krise.
 

„Clinton schlägt (hingegen) eine Erhöhung der Infrastrukturausgaben um 250 Mrd. Dollar über fünf Jahre vor, also 50 Mrd. pro Jahr“, so die Goldman-Experten. Angesichts einer jährlichen Wirtschaftsleistung von rund 18,5 Billionen Dollar ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
 

Clinton hat hingegen angekündigt, gegen die ihrer Meinung nach zu hohen Medikamentenpreise etlicher Pharmakonzerne vorzugehen, womit diese Aktien Gegenwind bekommen könnten. Hingegen ist Clinton ein Freund der Wall Street, weshalb unter Clintons Regentschaft die Geschäft der Banken weiter brummen könnte.
 

Sektoren im Check

Ist vor dem Hintergrund der US-Wahl nun ein guter Zeitpunkt, um in den S&P500 einzusteigen? Die Analysten der US-Investmentfirma Wilmington Trust haben sich die Performance des S&P500 in den Wahljahren seit 1950 angeschaut. Das Resultat: „Während der Wahljahre hat der Index um 6,6 Prozent zugelegt“, schrieben sie. Das liegt zwar ein wenig unter dem Schnitt sämtlicher Jahre seit 1950, bei denen ein durchschnittliches Plus von 7,6 Prozent zu Buche steht. Nichts desto trotz könnte es sich lohnen beim S&P500 einzusteigen, zumal der Index im ersten Jahr nach der Wahl laut Wilmington Trust im Schnitt um 6,0 Prozent zulegt.

Die Wochen vor der US-Wahl und die darauffolgenden dürften spannend werden und es würde nicht wundern, zöge der Volatilitätsindex auch bei ayondo zwischenzeitlich merklich an.

 

Autor: Feingold Research

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