USD schwächelt, großer Tag für Öl

  • USD wertet weiter ab, EURUSD durchbricht vor EZB-Sitzung die 1,23-Marke
  • Ölpreise trotz großer Lagerbestände relativ stabil
  • Aktien steigen weiter, China hat dieses Jahr bereits 16% zugelegt

XTB: Die USD-Schwäche scheint momentan kein Ende zu nehmen – die schwächste G10-Währung im Jahr 2017 hat dieses Jahr miserabel begonnen. Dies wurde über Nacht in Asien fortgesetzt, der EURUSD klettert über die 1,23 und auch der USD-Index (USDIDX) durchbricht die psychologisch wichtige Unterstützung von 90 Punkten.

In letzter Zeit gab es wenig Nachrichten, um die Bewegung zu unterstützen und die Anleiherenditen hielten sich ebenfalls stabil. Aber es sieht so aus, als hätten die Märkte das Vertrauen in die US-Währung verloren. Wenn die Fed in naher Zukunft ihre Geldpolitik weiterhin nicht verschärft, könnte sich eine deutliche Erholung des Greenback als schwierig erweisen.

USD-Index 24.01.2018

Der USDIDX hat die Unterstützung um die 90 Punkte durchbrochen und es gibt kein Level, um weitere Kursrückgänge abzufangen. Das Ziel einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation wurde jedoch erfüllt. Quelle: xStation 5

Unterdessen übt der stetig steigende EURUSD nur einen Tag vor der Januar-Sitzung Druck auf die EZB aus. Wird Mario Draghi sich von der zu schnellen Aufwertung beeinflussen lassen und die Investoren beruhigen können? Dies wäre durchaus möglich, aber erst einmal scheinen die Märkte die Toleranzgrenze der Zentralbank zu testen.

Öl im Fokus
Nach dem schnellen gestrigen Anstieg könnte man meinen, dass es beim Öl heute weniger Bewegung geben könnte. Allerdings ist durch die Veröffentlichung des DOE-Berichts heute ein wichtiger Tag für den Rohstoff. Rückläufige US-Lagerbestände lieferten eine Menge Treibstoff für die Rallye bei den Ölpreisen, während der Brent-Preis von 45 $ im Sommer 2017 auf 70 $ im Januar stieg.

Allerdings verzeichnete der API-Bericht letzte Woche einen großen Anstieg der Lagerbestände: 4,76 Mio. für Öl und 4,12 Mio. für Benzin – weit über den Markterwartungen des geringen Ölverbrauchs und nur eines mäßigen Anstiegs beim Benzin. Die Produktionsschätzungen waren ebenfalls höher.

Dies könnte einen saisonalen Nachfragerückgang widerspiegeln, aber viele Öl-Bullen gingen davon aus, dass die saisonalen Trends in diesem Jahr aufgrund der starken Nachfrage und der verringerten Importe aus den OPEC-Ländern gebrochen werden könnten. Sollten diese Zahlen heute bestätigt werden, könnte sich der Druck auf die Ölpreise erhöhen.

In diesem Szenario wäre eine Ausbildung einer Double-Top-Formation möglich. Erinnern wir uns daran, dass die spekulative Positionierung auf dem Ölmarkt neue Höchststände erreicht hattte, so dass jeder Long-Squeeze erheblich sein könnte.

WTI Chart 24.01.2018

Könnten wir eine Double-Top-Formation beim OIL sehen? Der DOE-Bericht könnte hier entscheidende Impulse liefern. Quelle: xStation 5

An den Aktienmärkten ist die Stimmung weiterhin hervorragend, der US500 legte heute um 0,15% zu und die Aktien in Asien stiegen weitgehend. Der chinesische Hang Seng CE (CHNComp) hat heute noch einmal 1% an Wert gewonnen und ist allein im Januar um 16% gestiegen.

Im Hinblick auf die makroökonomische Veröffentlichungen bekamen wir Daten zur Handelsbilanz und dem Einkaufsmanagerindex aus Japan sowie einige weniger bedeutende Daten aus Neuseeland und Australien. Deutlich wichtigere Zahlen, wie die Einkaufsmanagerindizes aus der EWU und die Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien, werden später veröffentlicht.

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