Wahlnacht – Dollar sinkt, US-Futures verringern Gewinne

London Capital GroupDie Wall Street schloss über Nacht in der Nähe ihrer Sitzungshöchststände, während die Anleger auf die Midterm-Wahlergebnisse in den USA warteten. Die Volumina waren überwiegend niedriger, da viele Investoren abwarten wollten, wie der Kampf der Republikaner und der Demokraten über die Kontrolle im Kongreß ausgeht.

Nachdem allmählich die Ergebnisse über Nacht eintrudeln, scheint es nicht allzu viele große Überraschungen zu geben. Vor den Wahlen gingen die Erwartungen davon aus, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus erreichen und die Republikaner die Kontrolle im Senat behalten würden. Zum Zeitpunkt des Schreibens kommen noch immer Ergebnisse herein und angesichts der Tatsache, dass es sich um ein knappes Rennen handelt, können sich die Dinge recht schnell ändern. Als frühe Wette jedoch gehen die politischen Analysten und die Märkte davon aus, dass die Vorhersagen richtig waren, und die Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen werden.

Insgesamt gibt es bisher keine bösen Überraschungen und die Ergebnisse entwickeln sich mehr oder weniger wie erwartet.


 

Über Nacht fiel der Dollar und US-Futures verringerten ihre Gewinne, nachdem die Demokraten rund 10 republikanische Sitze gewonnen hatten. Der Dollar notiert 0,4% niedriger, während die S&P-Futures die Gewinne auf 0,2% nach einem Anstieg von 0,4% reduziert haben. Die Bewegungen an den Terminmärkten folgen genau den Vorhersagen über einen demokratischen Gewinn.

Die Händler werden weiterhin gespannt auf die Wahlergebnisse der USA schauen, die nach wie vor eintrudeln.

Mit der Eröffnung des britischen Marktes um 8 Uhr morgens sollten wir eine klare Vorstellung davon haben, ob die Demokraten das Haus übernommen haben.

Brexit Optimismus hebt Pfund an
Das Pfund war in den letzten Sitzungen ein herausragender Kursgewinner, denn es notierte gegenüber dem Euro in der Nähe seiner Sechs-Monats-Höchststände. Auch gegenüber dem schwächeren Dollar liegt das Pfund Sterling wieder deutlich über 1,31 USD. Der Optimismus zum Brexit treibt das Pfund Sterling an, wobei die Märkte beginnen, einen Brexit-Deal einzupreisen, auch wenn Michel Barnier betont, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt.

Theresa May schwört ihr Kabinett darauf ein, im Verlauf dieser Woche zu einem Treffen bereit zu sein, um einen Rahmenvertrag über den britischen Austrittsvertrag zu verabschieden. Dies steigert den Optimismus, dass ein Brexit-Vertrag quasi unmittelbar bevorsteht. Vor dem Hintergrund dieser Hoffnungen hat sich das Pfund höher bewegt.

Wenn auf der außerordentlichen Tagung des Europäischen Rates Mitte November ein Abkommen unterzeichnet wird, dann muss es in den nächsten Tagen vereinbart werden.

 

Dämpfen die Einzelhandelsumsätze im Euroraum die Euro-Nachfrage?
Für die heutige Sitzung gibt es einige interessante Punkte im Wirtschaftskalender. Die Einzelhandelsumsätze im Euroraum könnten dazu führen, dass der Euro gegenüber dem Dollar etwas an Wert abgibt.

Es wird erwartet, dass die Einzelhandelsumsätze im Oktober auf Jahressicht um 0,8% zurückgegangen sind, nachdem sie im Vormonat noch bei 1,8% gelegen hatten.

 

 

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